Verfasst von Sebastian Stumbek am 29.08.08 13:21:00 - 0 Kommentare

Die Stiefbrüder

Step Brothers

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (22): 3.45 / 6

Land USA

Genre Komödie

Laufzeit: 98

Jahr 2008

Webseite
Trailer

Kinostart: 11.09.2008
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  • Die Stiefbrüder (Step Brothers)
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Inhalt

Will Ferrell und John C. Reilly werden unfreiwillig zu Stiefbrüdern.

Das verwöhnte 39-jährige Mama-Söhnchen Brennan (Will Ferrell) wohnt immer noch zu Hause bei seiner alleinerziehenden Mutter (Mary Steenburgen). Und auch der nicht minder verhätschelte 40 Jahre alte Dale (John C. Reilly) lebt immer noch unter dem Dach seines Papas (Richard Jenkins). Als sich jedoch die Eltern der beiden verzogenen "Jungs" ineinander verlieben und heiraten wollen, müssen sich die beiden wohlbehüteten Einzelkinder plötzlich mit unliebsamer Konkurrenz auseinandersetzen: ihrem Stiefbruder!

Kritik

Nachdem der Regisseur Adam McKay sowie Will Ferrell und John C. Reilly bereits vor zwei Jahren zu "Ricky Bobby - König der Rennfahrer" als Trio zusammengearbeitet haben, sind sie nun für die nächste Comedy wieder vereint. Unmittelbar nach den Dreharbeiten zu "Ricky Bobby" waren sich alle drei einig, dass sie als Team gut zusammenarbeiten konnten und wollten ihre Arbeit wiederholen. Ferrell und McKay kennen sich ohnehin schon sehr lange und trafen sich zum Verfassen des Drehbuchs von "Die Stiefbrüder" gemeinsam immer wieder: "Es ist, als stünden wir auf der Bühne. Er spielt eine Figur, ich übernehme einen anderen Part, und dann geht es hin und her", sagt der Autor und Regisseur. "Unser Ziel ist es, sich etwas einfallen zu lassen, das den anderen zum Lachen bringt. Wir schlagen Haken, verwerfen Ideen wieder. Ich lege mich auf den Boden und sage alles, was mir gerade in den Sinn kommt, während Will das Brauchbare niederschreibt. Er bringt das alles in einen sinnvollen Zusammenhang. Dann tauschen wir die Rollen. Ich schreibe die Szenen noch einmal um und er sitzt auf der Couch und lässt sich verrückte Sachen einfallen", so McKay über seine Zusammenarbeit mit Ferrell.

Die Story von "Die Stefbrüder" ist weder besonders originell noch glaubwürdig. Macht aber nichts, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen und nichts intellektuell anspruchsvolles erwartet. Dann nämlich wird man mit "Die Stiefbrüder" durchaus seinen Spaß haben. Will Ferrell und John C. Reilly schaffen es auf urkomische Art, zwei Erwachsene darzustellen, die geistig gesehen noch Teenager sind. Dazu gehören dann all die Streitereien untereinander, die Streiche die man sich spielt, die vulgäre Sprache untereinander und die abgedrehten Hobbies, die man nur von Kindern erwarten würde. "Dale und Brennan sind nie über ihre jugendliche Vorstellung hinausgekommen, was cool ist, wie man sich als Erwachsener die Zeit vertreibt, was man unterhaltsam findet. Es hat viel Spaß gemacht, sich damit auseinanderzusetzen und zu überlegen, wie es wohl wäre, wenn man mit 40 tatsächlich der Typ geworden wäre, wie man sich das mit 13 ausgemalt hat", sagt Will Ferrell. Ferrell und Reilly dabei in ihren Rollen zu sehen macht das Ganze dann umso komischer. Der Einfallsreichtum der Gags ist dabei sehr gut gelungen, auch wenn zwischendurch hin und wieder mal der typische Fäkalhumor seinen Platz findet. Das Schöne ist aber, dass "Die Stiefbrüder" nie langweilig wird und die Gagdichte sehr dicht ist, so dass man den kompletten Film über eigentlich nur am lachen ist. Reilly erinnert sich: "Ich ging nach Hause, beobachtete meine Kinder, wie sie sie reagierten, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf lief, oder sah genau zu, wenn es zu einem Streit zwischen Geschwistern kam. Das ließ ich dann in meine Darstellung von Dale einfließen. Auf diese Weise stellte ich sicher, dass der Film sich eine gewisse Unschuld und Verspieltheit bewahrt, auch wenn es mal derb zur Sache geht oder sich recht erwachsene Situationen ergeben."

Dass "Die Stiefbrüder" so gut funktioniert liegt vor allem daran, dass die Chemie seiner Hauptdarsteller wunderbar stimmt. Will Ferrell und John C. Reilly gehen richtig in ihren Rollen auf und man merkt ihnen den Spaß am Ganzen einfach sofort an. Von Ferrell ist man nach seinen vielen Comedies auch nichts anderes gewohnt, Reilly dagegen ist im Comedy-Genre noch nicht so oft vertreten gewesen. Zuletzt hat Reilly aber beispielsweise in "Walk Hard" gezeigt, dass er in dem Genre genau richtig aufgehoben ist, was er nun in die Stiefbrüder einmal mehr unter Beweis stellt.

Fazit: Wenn man keinen großes Anspruch an "Die Stiefbrüder" stellt, sondern den Film einfach als das nimmt, was er ist, nämlich eine nicht ernstzunehmende lustige Comedy, wird man einen riesen Spaß damit haben. Ferrell und Reilly in diesen abgedrehten Rollen bei ihrem Schauspiel zuzusehen bringt einen einfach durchgängig zum lachen - insgesamt eine der besten Comedies dieses Jahres.


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