Tropic Thunder

Paramount Pictures International Germany

Laufzeit: 107 min

Land: USA, UK, Germany

Genre: Action, Adventure, Comedy , War



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Startdatum: 18.09.2008

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Tropic Thunder (2008)

Moviereporter Bewertung

4

Handlung

3 Schauspieler in einem Dschungel zum Dreh eines Kriegsfilms, nichts ahnend dass sie sich wirklich im Krieg befinden.

Die Dreharbeiten zu einem gigantischen Vietnamkriegsfilm - des teuersten aller Zeiten - haben ein paar Hollywoodstars nach Südostasien gebracht. Da ist Actionstar Tugg Speedman (Ben Stiller), der auf ein Comeback aus seinem schmachvollen Karrieretief hofft. Da ist Starkomi­ker Jeff Portnoy (Jack Black), der nach Pupsko­mödien mal etwas Ernstes probieren will, und da ist der Charakterdarsteller Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.), der sich der Herausforderung stellt, als weißer Australier einen Schwarzen Soldaten zu spielen. Diese selbstsüchtigen Primadonnen und eine Handvoll anderer bekommen nun in "Tropic Thunder" deutlich mehr Realität zu spüren als sie jemals erwartetet hätten. Denn nachdem das Film­studio die Dreharbeiten aufgrund explodierender Kosten und Sets einstellen will, entschließt sich Regis­seur Cockburn (Steve Coogan) zu einer verzwei­felten Tat. Auf eigene Faust setzt er seine Schau­spieler im Dschungel aus und will sie mit ein paar Videokameras begleiten, um echte Gefühle, echte Angst und ein bisschen Wahrheit von ihnen zu bekommen.

Nichts ahnend geraten die verwöhnten Kriegsfilm-Darsteller so mitten hinein in einen echten Drogenkrieg - denn im Dschungel wartet ein schwer bewaffnetes Drogenkartell auf die Hollywoodstars und hält sie für eine Einheit der amerikanischen Drogenfahndung. Um hier wieder heil heraus zu kommen, müssen die verweich­lichten Starmimen nicht nur ums Überleben kämp­fen, sondern sogar ihr geliebtes Ego ablegen und endlich zusammenhalten.

 

Kritik

Für "Tropic Thunder" kehrt Ben Stiller nicht nur vor der Kamera wieder auf, sondern übernahm für den Film auch gleich die Regie, schrieb das Drehbuch und war als Produzent tätig. Der Aufwand hat sich gelohnt: "Tropic Thunder" verdrängte "The Dark Knight" vom ersten Platz der US-Kinocharts und verweilt dort nun die dritte Woche in Folge. Aber nicht nur an der Kinokasse ist "Tropic Thunder" ein Erfolg, der Film ist qualitativ auch wirklich gut gelungen.

Das Ganze fängt schon bei der Idee des Films an: Eine Hand voll Schauspieler, die schräger und verschiedener voneinander nicht sein könnten, drehen den teuersten Film aller Zeiten, einen Kriegsfilm im Dschungel. Durch verschiedene Umstände befinden sie sich bald aber auch schon in ernster Lage, da vietnamesiche Drogenbarone den Dschungel besetzen und die Schauspieler für echte US-Soldaten halten. Die Ausgangssituation klingt lustig und wurde auch wirklich gut im Film umgesetzt. Es ergeben sich allerlei witziger Situationen allein aus dem Unwissen der Schauspieler heraus, dass die Lage ernst ist und sie gar keinen Film drehen. Das geht schon da los als der Regisseur gleich zu Beginn auf eine Landmine tritt und völlig zerfetzt wird, während die Darsteller das Ganze für Teil des Films halten und sich nur völlig verdutzt anschauen.

Bevor es im Dschungel und mit dem eigentlichen Film losgeht bekommt man zuallererst aber einige Fake-Trailer zu sehen, wie auch schon bei "Grindhouse". Diese sorgen nicht nur für das richtige Feeling, einige echte Darsteller im Film zu sehen, sondern sind auch noch verdammt lustig geworden. Jeder der drei Hauptdarsteller, also Ben Stiller, Robert Downey Jr. und Jack Black bekam seinen eigenen Fake-Filmtrailer, worin man gleich zu Beginn die Charaktere kennenlernt und eine Ahnung hat, wer davon welchen Typ von Schauspieler verkörpert. Dabei ist Ben Stiller der Actionstar (oder zumindest der ehemalige Actionstar), Jack Black der Comedian, der in seinen Filmen mit mehreren Rollen und Fäkalhumor glänzt und Robert Downey Jr. der ernstzunehmende Charakterdarsteller, der die Oscars einheimst. Neben den Dreien wird auch Hip-Hop Star Alpa Chino (gespielt von Brandon T. Jackson, allein sein Name im Film ist schon lustig) vorgestellt in Form eines Werbespots für sein neues Getränk. Um die Spannung nicht vorweg zu nehmen wird nicht näherer auf die Spots eingegangen, aber der Trailer von Robert Downey Jr., in dem Tobey Maguire ("Spider-Man") einen Gastauftritt hat, dürfte wohl der lustigste sein, wir (und das restliche Publikum) fanden ihn zumindest zum schreien komisch.

Nach den Fake-Trailern beginnt "Tropic Thunder" mit dem Dreh des Films, worauf die oben beschriebene Situation entsteht. Nicht nur die Ausgangssituation ist dabei ein witziger Einfall, auch die Dialoge zwischen den Darstellern, die Situationskomik, die entsteht und die vielen kleinen originellen Einfälle innerhalb des Films sorgen dabei für durchgängig gute Unterhaltung. Seien es die Macken der einzelnen Charaktere, Anspielungen auf das Filmbusiness, Diskussionen zwischen den Charakteren, wobei besonders Robert Downey Jr und Ben Stiller immer wieder aneinander geraten, Ben Stillers Filmszenen aus seinem letzten Film "Simple Jack" oder die zahlreichen Gastauftritte vieler bekannter Stars - es ist immer für Abwechslung gesorgt. Wer sich die Überraschung aufrecht erhalten will, welche Stars in "Tropic Thunder" Gastauftritte haben, sollte lieber gleich  zum nächsten Absatz springen, denn dies könnte evtl für den ein oder anderen ein kleiner SPOILER sein: Neben zahlreichen Auftritten von bekannten Gesichtern wie Matthew McConaughey, Tobey Maguire und co. sorgt ein Schauspieler, der im Vorfeld beinahe schon geheim gehalten wurde, für die wohl größten Lacher im Film: Tom Cruise, dem man eine solche Rolle wie in Tropic Thunder gar nicht zugetraut hätte, dürfte wohl mit seinem Auftritt kein Auge trocken lassen, sein Auftritt ist einfach genial. SPOILER ENDE.

Dass "Tropic Thunder" so gut funktioniert liegt vor allem natürlich an seinen drei Hauptdarstellern. Zwar kommt Jack Black dabei etwas kurz, da seine Witze (meistens) nicht so zünden wie bei den andren und auch nicht immer so originell sind, dafür gleichen das Ben Stiller und vor allem Robert Downey Jr. locker aus. Gerade Downey Jr., der im Comedy-Genre bislang eigentlich weniger zu tun hatte, glänzt in seiner Rolle zu jeder Sekunde. Seine Sprüche, sein Verhalten, seine Blicke, einfach alles an ihm ist saukomisch geworden. Auch die Figur, die er verkörpert, nämlich den Charakterdarsteller Kirk Lazarus, ist dabei die Interessanteste: Er versucht in jedem Film immer 150% zu geben  und lebt sich in jede Rolle förmlich ein. Für "Tropic Thunder" verkörpert er einen Schwarzen, wofür er sich gleich operativ "schwärzen" ließ, um glaubwürdiger zu sein. Seine Rolle nimmt er dabei so ernst, dass er sich irgendwann selbst wirklich für einen Schwarzen hält, wodurch sich wiederum lustige Situationen mit Alpa Chino ergeben, der in "Tropic Thunder" der echte Farbige aus dem Team ist.

Fazit: "Tropic Thunder" ist das, was es im Vorfeld versprach, nämlich ein Fest für alle Comedy Fans. Eine originelle Idee mit vielen coolen lustigen Einfällen machen "Tropic Thunder" zu einer der besten Comedies in diesem Jahr.

Kommentare

TDurden

geschrieben am 04.12.2009 um 18:40:14

ich war überrascht wie brutal der film für eine komödie war xD die trailer anspielungen auf die ganzen sequels sind so klasse. und die trailer vor dem eigentlichen film ebenfalls. super film. immer wieder gern. neu und originell

duffman

geschrieben am 05.12.2009 um 17:32:25

Kann mich TDurden nur anschließen. Verhältnismäßig brutal, aber saukomisch.
Geil war auch der kurze Auftritt von Tom Cruise! :D

Kaspian

geschrieben am 05.12.2009 um 17:47:08

Total durchgedreht..einfach geil..die Faketrailer waren auch super. der Achtfache Oscargewinner,D

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