Helden der Nacht
We Own the Night
Inhalt
Zwei ungleiche Brüder geraten im New York City der 1980er Jahre in den Krieg der zwischen der Polizei und der russischen Mafia tobt...New York City in den späten 1980er Jahren. In den Straßen tobt ein erbitterter Krieg zwischen der Polizei und der russischen Mafia. Deputy Chief Albert Grusinsky (Robert Duvall) und sein Sohn Captain Joseph Grusinsky (Mark Wahlberg) kämpfen in den Reihen der New Yorker Polizei gegen die Drogendealer aus Osteuropa, die die Straßen der Stadt mit der todbringenden Ware überfluten.
Zu dieser Zeit hat sich Bobby Green (Joaquin Phoenix) längst von seiner Familie abgewendet. Er feiert große Erfolge als Leiter des angesagten Nachtclubs "El Caribe", in dem auch Mitglieder der russischen Mafia verkehren und lebt mir seiner Freundin Amada Juarez (Eva Mendes) ein ungezügeltes Leben. Bei einer Razzia in seinem Nachtclub geraten die ungleichen Brüder Joseph und Bobby aneinander – die Familienbande scheinen endgültig zerrissen.
Die Razzia gilt Vadim Nezhinski (Alex Veadov) einem der Drahtzieher des Drogenhandels in der Stadt. Als dieser aus Rache ein Attentat auf Joseph verüben lässt, erklärt sich Bobby dazu bereit, sich als Spitzel in Nezhinskis Organisation einschleusen zu lassen. Es gelingt Bobby dessen Vertrauen zu gewinnen und so bis in die Zentrale der Drogendealer vorzustoßen. Durch seine Mithilfe kann die Polizei den Gangster schließlich verhaften. Bobby muss daraufhin untertauchen und erhält bis zum Prozessbeginn Polizeischutz – sein unbeschwertes Leben muss er dafür endgültig aufgeben und auch seine Freundin schwebt fortan in Lebensgefahr.
Als Nezhinski jedoch kurz vor seiner Überführung die Flucht gelingt, steht nicht nur Bobbys Leben auf dem Spiel…
Kritik
"We Own the Night", so der Originaltitel des Films, lautete in den 1980er Jahren ein Slogan, der in einigen New Yorker Polizeirevieren hing. Zu dieser Zeit tobte in den Straßen von New York City ein erbitterter Krieg zwischen der Polizei und der russischen Mafia, die den Drogenhandel in der Stadt an sich reißen wollte. Zu Beginn des Films, werden einige Archivbilder der Polizeiarbeit aus dieser Zeit gezeigt. Vor dem Hintergrund dieser wahren Ereignisse, inszenierte Regisseur James Gray ein Krimidrama, das mit Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Eva Mendes und Alt-Star Robert Duvall einige Hollywoodgrößen in den Hauptrollen sieht. Gray der bereits zuvor in "The Yards – Im Hinterhof der Macht" mit Wahlberg und Phoenix zusammen arbeitete, ließ sich für den Film, den er nach seinem eigenen Drehbuch inszenierte, von klassischen Polizeifilmen aus den Fünfziger, Sechziger und Siebziger Jahren inspirieren. Allerdings legt er das Hauptaugenmerk nicht auf die Polizeiarbeit an sich, sondern auf die Charaktere und deren Emotionen. "Das Genre dient im Wesentlichen als Ausgangspunkt, um eine Geschichte von einem Mann zu erzählen, der von seinem Schicksal eingeholt wird. Das Verhängnis ist unausweichlich, und seine eigenen komplizierten Emotionen bringen ihm Liebe, aber auch Verlust und Verrat ein", so der Regisseur. Ursprünglich entstand die Idee zu diesem Film nach einem Foto aus der New York Times, dass die Beerdigung eines Polizisten zeigt. Außerdem ließ der Regisseur auch persönliche Erfahrungen in das Drehbuch einfließen und bezieht nicht zuletzt auch die Beziehung zu seinem eigenen Vater und Bruder mit ein. Bei der Umsetzung legte Gray sehr viel Wert auf Authentizität, so dass die oberste Priorität darauf lag an Originalschauplätzen in New York zu drehen. Insgesamt verbrachten Darsteller und Crew zehn Wochen in Stadtvierteln wie Bronx, Manhattan, Brooklyn und Queens – oft in den schäbigsten Nachbarschaften, um das Gefühl und die Struktur von New York in den 1980er Jahren wiederzugeben. Herausgekommen ist ein spannendes Krimidrama der alten Schule, das eine interessante Story mit vielschichtigen Figuren und einigen Actionsequenzen verknüpft. Der Großteil des Films wird in einem ruhigen Erzählstil wiedergegeben, der gelegentlich von Actionszenen durchbrochen wird.Getragen wird der Film zweifelsohne auch von der guten schauspielerischen Leistung der Akteure. Bobby Green, die Figur die im Zentrum der Geschichte steht, wird von Joaquin Phoenix dargestellt. Besonders die Rolle des Nachtclubbesitzers, der einen ausschweifenden Lebensstil pflegt, scheint ihm wie auf den Leib geschrieben zu sein. Seine Wandlung zum Polizisten erscheint allerdings ein wenig platt und in der Rolle des Cops kann Phoenix leider nicht vollends überzeugen.
Der Part des toughen Polizisten steht Mark Wahlberg hingegen sehr gut zu Gesicht, wie er bereits in dem gefeierten Krimidrama "Departed – Unter Feinden" eindruckvoll unter Beweis stellte und dafür zu Recht eine Oscarnominierung erhielt. In "Helden der Nacht" schlüpft er in die Rolle des jungen aufstrebenden Polizisten Joseph Grusinsky, der unbedingt in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters treten möchte. Phoenix und Wahlberg harmonieren als ungleiches Brüderpaar sehr gut miteinander. Die Beiden haben den Film auch mitproduziert.
Unterstützung bekommen sie von keinem geringeren als Oscarpreisträger Robert Duvall, der den Vater der Beiden verkörpert und seine Sache als zwiegespaltenes Familienoberhaupt wie immer sehr gut macht.
Last but not least möchte ich an dieser Stelle noch Eva Mendes würdigen, die ein puertoricanisches Partygirl und Greens Freundin verkörpert. Um sich auf ihre Rolle vorzubereiten verbrachte Mendes viel Zeit mit dem ehemaligen Besitzer des "Studio 54", Ian Schrager, und sie bietet vollen Körpereinsatz um glaubwürdig zu wirken.
Eine weitere wichtige Rolle spielt die Musik im Film, denn in den 1980er Jahren erblühte die Diskomusik, so dass auch der Soundtrack diese Zeitepoche widerspiegeln und versuchen muss, diese Ära mit der Diskomusik der damaligen Clubszene wieder aufleben zu lassen. Um die eher kargen Emotionen im Film zu unterstreichen, wandte sich Regisseur Gray an den polnischen Komponisten Wojciech Kilar.
Fazit: "We Own the Night" ist ein atmosphärisches Krimidrama, mit einer interessanten Story und guten Schauspielern, dass auf einem wahren Hintergrund beruht. Dabei ist es Regisseur Gray gelungen das New York City der Achtziger Jahre auf authentische Weise wieder aufleben zu lassen. Einige gut akzentuierte Actionszenen runden den guten Gesamteindruck ab.
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Regisseur
Schauspieler
Joaquin Phoenix, Eva Mendes, Mark Wahlberg, Robert Duvall, Alex Veadov, Dominic Colon, Danny Hoch, Oleg Taktarov, Moni Moshonov, Antoni Corone, Craig Walker, Tony Musante, Joe D'Onofrio, Yelena Solovey, Maggie Kiley, Paul Herman, Claudia Lopez, Katie Condidorio, Edward Shkolnikov, Katya Savina, Matthew Djentchouraev, Scott Nicholson, Robert C. Kirk, Al Linea, Teddy Coluca, Frank Girardeau, Joseph Coffey, Jose Edwin Soto, Edward I. Koch, Fred Burrell, Michael Massimino, Edward Conlon, Sharon Wilkins, Ross Brodar, Francis Toumbakaris, Hoon Lee, Barbara Ann Davison, Irwin Gray, Luigi Scorcia, Miriam Cruz, Doug Torres, Tony Guida, Robert McKay, Blaise Corrigan, Karl Bury, Coati Mundi, Joe Forbrich, Robert A. Pennacchia, Richard Petrocelli, Nik Pjeternikaj, Elliot Santiago, Jamal Weathers, Jeff Ward, Christopher Place, Samantha MacIvor, Bob Colletti, Aaron Vexler, Patrick M. Walsh, Tony Devon, Tim Gallin, Gregory Wilson



siBBe / 14.01.2008 18:19:39
sicherlich kein schlechter film, aber mir hat einfach noch was gefehlt. die darsteller waren alle super, daran hats nicht gehapert, aber der film hatte hier und da einige kleine Längen und man hätte mehr draus machen können.
3 Sternen
DocProc / 10.09.2008 23:37:37
Ich hab mich gut unterhalten gefühlt, und obwohl ich ein großer Wahlbergfilm bin, war ich hier mehr von Phoenix angetan!
4 Sternen