Verfasst von André Gabriel am 17.10.07 18:56:00 - 4 Kommentare

Das Beste kommt zum Schluss

The Bucket List

Land USA

Genre Abenteuer, Drama, Komödie

Laufzeit: 97

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 24.01.2008
Moviereporter-Bewertung:
  • 4.5/6 Sterne.
Leserwertung (9): 4.22 / 6
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Inhalt

"Entdecke die Lebensfreude"

Der Zufall will es, dass sich Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) und Mechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) ein Krankenzimmer teilen. Obwohl die beiden in verschiedenen Welten leben, entdecken sie nach und nach Gemeinsamkeiten und werden Verwandte im Angesicht ihres Schicksals: sie haben nur noch kurze Zeit zu leben.

Carter bekam während seines ersten Philosophie-Semesters am College die Aufgabe, eine "Löffel-Liste" zu erstellen - eine Liste mit Dingen im Leben, die man tun will, bevor der "Löffel abgegeben" wird. Sie beschließen, die ihnen verbleibende Zeit dazu zu nutzen, alles Versäumte nachzuholen, und brechen gemeinsam zu einer ebenso skurrilen wie aufschlussreichen Reise auf. Sie werden Freunde und sie lernen, das Leben zu genießen. Und mit jedem Abenteuer haken sie einen weiteren Punkt auf ihrer "Löffel-Liste" ab.

Kritik

Es ist doch ein Genuss, zwei so hochkarätige Darsteller Seite an Seite in einem Film zu sehen. Genre oder Inhalt des Films erst einmal an den Rand gestellt, welcher Cineast kann bei einem Duo wie diesem widerstehen? Morgan Freeman, unter anderem brillant im ebenso brillanten Film Die Verurteilten... Jack Nicholson, einer der besten Schauspieler des Planeten, unbeschreiblich gut in der Rolle des Jack Torrance in Shining. Ich muss wohl nicht extra betonen, dass es auch diesmal nichts zu meckern gibt, wenn wir uns dem darstellerischen Können der beiden Hauptcharaktere in The Bucket List widmen - einwandfrei. Und es ist, ganz nebenbei, eh immer wieder ein Genuss, das doch so spezielle und ganz eigene, für ihn typische Lachen/Grinsen von Nicholson zu sehen. Die Besetzung erhält also die volle Sternen-Zahl.

Die Geschichte an sich ist nicht sonderlich spektakulär, aber doch von Beginn an ergreifend. Es vergehen nicht allzu viele Filmminuten, bevor sich die beiden im Krankenhaus, Bett an Bett, wieder finden. Was sich dann entwickelt ist schlicht mit dem Wort rührend zu bezeichnen. Während die Figur von Nicholson zu Beginn noch mehr als skeptisch der Krankenhaus- bzw. Zimmer-Situation entgegen sieht, übernimmt Freeman den ruhigeren Part. Nun, kein Geheimnis, dass sich die beiden annähern, immer mehr Gemeinsamkeiten finden, bis sie schließlich in etwa dieselbe Aussage vom Arzt zu hören bekommen... sie werden nicht mehr lange leben.

Nachdem Freeman die unfertige Liste zusammengeknüllt und wohl schon fast wieder vergessen hat, findet Nicholson den Papierknäuel, findet außerdem Gefallen an der Idee und entwickelt sie sogleich weiter. Schließlich kann er seinen Bettnachbarn zu einer abenteuerlichen Reise quer über die Weltkugel überreden. Zwei Fremde sind Freunde geworden.
Genretechnisch spaltet sich der Film dann gewaltig. Von urkomischen Szenen (im Flugzeug kurz vorm Absprung) bis hin zu traurigen und überaus emotionalen Momenten wie beispielsweise dem gesamten Ende und vor allem die Rede am Schluss. Das mag zum einen die Stärke des Filme sein, da dem Zuschauer so eine elegante Mischung geboten wird. Zugleich ist in dieser Teilung aber auch eine Schwäche auszumachen. Wir haben es ja nicht mit einem vier-Stunden-Film zu tun, es ist demnach kaum möglich, die eine oder andere Genrehälfte zu hundert Prozent -sprich in Perfektion- zu bedienen. So hat man im Nachhinein zwar das Gefühl, einen guten Film gesehen zu haben, aber es hat eben doch etwas gefehlt, wurde nicht ausreichend beackert.

Nichtsdestotrotz: The Bucket List ist in jedem Fall großes Kino, sowohl auf der humoristischen als auch auf der Gefühlsebene und hat nichts anderes als eine gute Bewertung verdient. Es ist schwer zu beurteilen, aber dennoch kann es zumindest sein, dass der Film ohne diese bekannten Gesichter wiederum nicht ganz so seine Wirkung entfalten könnte. Ach, was reden wir um den heißen Brei herum... im Mittelpunkt eines jeden Films stehen (neben der Story) die Darsteller und Darstellerinnen und ich möchte zwar nicht davon sprechen, dass Freeman und Nicholson den Film retten, aber sie tun ihm definitiv gut.
Besonders gelungen erscheint mir persönlich übrigens das Erledigen folgenden Punkts auf der Liste: die hübscheste Frau der Welt küssen (so in etwa). Es soll an dieser Stelle nichts verraten werden, aber der Moment im Film ist einfach wunderbar.

Fazit: witzig und gefühlsbetont, eine interessante Geschichte, dazu zwei Schauspieler, die sich auf ewig eine Teilnahme in der Champions League erspielt haben... was will man mehr?

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. siBBe

    siBBe / 16.01.2008 11:08:16

    Schöner Film mit einer guten Idee und zwei VERDAMMT guten Schauspielern. Dass Freeman und Nicholson gut sind ist klar was anderes wäre sowieso nicht möglich, und es macht wirklich Spaß den beiden zuzusehen, wie sie den gesamten Film tragen. Was den Film aber für mich nicht zum Hammerfilm befördert liegt einmal daran, dass alles zu vorhersehbar ist und dass Storytechnisch, mal abgesehen von ihren Reisen, eigentlich auch nicht viel passiert. Ein paar Kleinigkeiten wie Nicholsons Tochter, mit der er zerstritten ist, werden zwar hier und da mal aufgeworfen, so richtig ausgebaut wurden solche Dinge aber nicht. Für einen netten Kinoabend lohnt sich der Film aber trotzdem. Von mir 4,5/6


    4 Sternen

  2. Nightwalker

    Nightwalker / 27.01.2008 21:00:03

    Zwei coole, alte Schauspieler.
    Am Anfang eher traurig. Man sieht wie besch*ssen das Leben sein kann. Dannach kommt die Hoffnung und der Witz.
    Echt gut gelungen, aber irgentwie kennt man sowas [Storyinhalt] schon zu genüge.

    Fazit: Lebe dein Leben.

    7/10


    4 Sternen

  3. Xylon

    Xylon / 19.02.2008 19:20:43

    H A Doppel M E R!!
    Genialer Film!! Andere Schauspieler hätten ihn nicht so gut gemeistert. Ich fand ihn sehr bewegend wie sich zwei alte Herren auf dem "Sterbebett" kennenlernen und dann nochmal zum Abschluss ihres Lebens richtig einen drauf machen.
    Wenn ich an der Stelle von einem der beiden gewesen wäre...dann hätt' ich auch so gehandelt :)


    5 Sternen

  4. Jigsaw

    Jigsaw / 16.04.2008 15:25:40

    Regt einen an über das Leben nachzudenken und Freeman und Nicholson was will man da noch sagen,zwei der besten Actors die es überhaupt giebt.


    nicht bewertet


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