Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
Mr. Brooks
Inhalt
"Alle Menschen vereinen das Gute wie das Böse in sich." Robert Louis Stevenson, "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"Earl Brooks (Kevin Costner) verkörpert alles, was einen perfekten Mann ausmacht: Er ist ein treusorgender Familienvater, hingebungsvoller Ehemann und ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann. Doch hinter dieser Vorzeige-Fassade lauert ein dunkles Geheimnis. Getrieben von seinem Alter Ego Marshall (William Hurt) zieht Brooks in der Nacht los, um zu morden. Brutal, clever und unbeobachtet. Bis jetzt – denn seine letzte Tat hat einen Zeugen: Und dem Hobbyfotograf Smith (Dane Cook) gefällt, was er gesehen hat. Statt Brooks anzuzeigen, fordert Smith, ihn auf seiner nächtlichen Mord-Tour begleiten zu dürfen. Immer mehr verstrickt sich Brooks in den dunklen Fantasien seines ungebetenen Komplizen, der ihm nicht mehr von der Seite weicht. Und auch die attraktive Ermittlerin Tracy Atwood (Demi Moore) hat sich längst an seine Fersen geheftet. Zuhause scheinen Brooks’ Ehefrau (Marg Helgenberger) und seine Tochter (Danielle Panabaker) nichts von alledem zu ahnen. Doch wie lange wird er sein Doppelleben noch geheim halten können?
Kritik
Von Zeit zu Zeit kommt ein kleiner Film daher, der ohne groß die Werbetrommel zu rühren trotzdem für Aufsehen und Gesprächsstoff sorgt. Solch ein Film ist sicherlich auch "Mr. Brooks", der sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum punkten konnte. Regie führte Bruce A. Evans, der nach "Kuffs" vor 15 Jahren nun seinen gerade Mal zweiten Film drehte. Für sein zweites Leinwanddebüt hat er gleich zwei mehr oder weniger in Vergessenheit geratene Schauspieler gewinnen und vereinen können: zum einen Kevin Costner und zum anderen Demi Moore. Bei "Mr.Brooks" handelt es sich um einen intelligenten Psycho-Thriller, der vor allem die Psyche der Hauptperson, also des Killers Earl Brooks, gespielt von Kevin Costner, fokussiert, statt das Hauptaugenmerk einzig auf die ausgeführten Taten zu lenken, wie sonst meistens üblich. Dadurch gewinnt man als Zuschauer tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des Killers und trotz seiner bösen Art sogar eine Art Bindung zu ihm. So grausam und krank Earl auch sein mag, man fühlt mit ihm mit und entwickelt sogar Sympathie zu ihm. Gerade das hebt "Mr. Brooks" aber auch unter anderem aus der Masse an Killer-Filmen hervor, ähnlich wie es beispielsweise bereits Hannibal Lecter als interessante, vielschichtige Persönlichkeit vollbracht hat. Zum einen erleben wir Earl Brooks als liebevollen Familienvater und erfolgreichen Geschäftsmann, auf der anderen Seite als einen Mordsüchtigen. Sein innerer Konflikt wird wunderbar durch William Hurt als Earl Brooks fiktive Gewissensperson Marshall dargestellt. Immer, wenn Earl vor einer schwierigen Entscheidung steht, schaltet sich Marshall ein, der mit Brooks das Problem durchdiskutiert und ihn meistens auch zum Weitermorden antreibt und zu beeinflussen versucht. William Hurt ("History of Violence", "Syriana", "The Good Shepherd") liefert, wie sonst auch immer, eine brilliante Leistung ab. Auch Kevin Costner fährt auf Hochtouren auf. In den 90ern feierte Costner noch seine Glanzzeit als Schauspieler, danach wurde es lange Zeit still um ihn. In letzter Zeit gab es immer wieder mal einige Rollen für ihn, zuletzt in "The Guardian", an die meisten davon wird man sich aber kaum noch erinnern. In "Mr. Brooks" zeigt er sich wie zuvor beschrieben von seiner besten Seite, so gut wie er seit vielen Jahren nicht mehr war. Auch über ein Auftauchen von Demi Moore darf man sich freuen. Zwar steht sie ihren beiden männlichen Kollegen schauspielerisch im Schatten, liefert aber trotzdem eine solide Leistung ab und allein ihr Auftritt nach so langer Zeit erfreut schon. Auch interessant am Film ist die Entwicklung der Story. Auf seinen nächtlichen Streifzügen wird Earl Brooks nämlich vom Hobbyfotografen Mr. Smith (Dane Cook) beobachtet und fotografiert. Doch statt Earl der Polizei zu melden, hat Smith ganz andere Pläne. Earl Brooks dagegen, stets gelassen, ruhig, und Herr der Lage, lässt sich auf das Spiel ein und verfolgt dabei wieder selbst seine ganz eigenen Pläne. Nebenbei gibt es noch einen Subplot um Demi Moore, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Serienkiller hinter Gittern zu bringen und um Brooks Familie, in welcher noch weitere Probleme herrschen. Alles passt wunderbar zusammen und Langeweile kommt kaum auf. Fazit: Kevin Costner liefert als intelligenter, vielschichtiger Serienkiller eine interessante Charakterstudie in einem Film mit guter Handlung und hervorragender schauspielerischer Leistung.Jetzt kommentieren? / 8 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Kevin Costner, Demi Moore, Dane Cook, William Hurt, Marg Helgenberger, Ruben Santiago-Hudson, Danielle Panabaker, Aisha Hinds, Lindsay Crouse, Jason Lewis, Reiko Aylesworth, Matt Schulze, Yasmine Delawari, Michael Cole, Jim Farnum, Megan Brown, Ross Francis, Kit Gwin, Marcus Hester, Jamie McShane, Laura Bailey, Jon Paul Burkhart, Rosie Cafarelli, Kanin J. Howell, Steve Coulter, Mark Scarboro, Phillip DeVona, Traci Dinwiddie, Van White



Nightwalker / 04.12.2007 17:47:06
Perfekter Thriller!! Die ganze Zeit spannend.
Die Story ist zwar ziemlich verstrickt, aber trotzdem behält man immer den Überblick!
Die Schauspieler sind TOP!! Hier ist keine einzige Fehlbesetzung.
Der Sound ist auch gut und passt zum jeweiligen Ablauf.
Leider ist es manchmal vorhersehbar und seltsam aufgebaut [z.B wenn Brooks mit seinem zweiten Ich redet], aber das Gesamte macht es wieder weg.
9/10
5 Sternen
Mira / 05.12.2007 02:37:30
Sehr guter Film! Costner in Bestleistung, hat mir echt gut gefallen
5 Sternen
Kaspian / 06.12.2007 01:09:34
Kevin is Back!
6 Sternen
Kaspian / 06.12.2007 01:09:36
Kevin is Back!
6 Sternen
Kai / 25.04.2008 10:59:50
Wahnsinn ! Ich bin sowas von begeistert.
Schaut ihn euch an ... Must-Have in meiner DVD Sammlung.
6 Sternen
Kai / 25.04.2008 10:59:50
Wahnsinn ! Ich bin sowas von begeistert.
Schaut ihn euch an ... Must-Have in meiner DVD Sammlung.
6 Sternen
DocProc / 14.09.2008 15:29:44
Also so übergenjal fand ich ihn jétzt nicht, aber er hat schon besser unterhalten, als ich von Costner erwartet hätte... 3,5 Sterne
3 Sternen
Zoidberg / 07.10.2008 13:51:37
Fand ihn auch spitzenklasse, muss man Costner endlich mal wieder ein Lob aussprechen.
5 Sternen