Die Bourne Identität
The Bourne Identity
Inhalt
Wer ist Jason Bourne? Dieser spannende und schauspielerisch ansprechende Spionagethriller versucht der Frage auf den Grund zu gehen.Italienische Fischer bergen südlich von Marseille einen schwer verletzten Mann (Matt Damon) aus dem Mittelmeer. Er kann sich an nichts erinnern, nicht einmal an seinen Namen. In seiner Hüfte wird ein Laserimplantat mit der Nummer eines Schweizer Bankkontos gefunden – eine erste Spur auf der Suche nach seiner Identität.
In seinem Schließfach entdeckt er einen Pass, der auf den Namen Jason Bourne ausgestellt ist. Als er jedoch die obere Einlage entfernt, findet er weitere Pässe, einen Haufen Bargeld – und eine Waffe. Er leert das Fach komplett und lässt lediglich die Waffe zurück. Nach dem Verlassen der Bank wird er von der Polizei verfolgt. Er begibt sich auf direktem Weg in die amerikanische Botschaft, um so seinen Verfolgern zu entkommen. Aber auch dort wird er bereits von den Sicherheitskräften erwartet. Instinktiv überwältigt er sie und flieht über das Dach aus der Botschaft. Ihm wird schnell klar, dass er sofort untertauchen muss, denn was Jason noch nicht weiß ist, dass er Teil eines CIA-Geheimprogramms war, das willenlose Killer ausbildet. Die CIA versucht ihren fehlgeleiteten Agenten nun zu liquidieren. Für die Fahndung nach Bourne ist sein Führungsoffizier Alexander Conklin (Chris Cooper) zuständig.
Bourne trifft außerhalb der Botschaft auf Marie Kreutz (Franka Potente). Er bietet ihr 20.000 US-Dollar an, wenn sie ihn nach Paris fährt. In seinem Pariser Appartement angekommen, wird Bourne bereits von einem Killer erwartet. Sofort werden seine Killerinstinkte geweckt und es gelingt ihm den Angreifer zu überwältigen. Jason und Marie entkommen nur knapp der französischen Polizei. Sie befinden sich nun gemeinsam auf der Flucht, denn auch Marie ist nun ins Fadenkreuz der CIA geraten. Sie fliehen aufs Land zu einem ehemaligen Freund von Marie, aber auch hier lauert ihnen bereits ein weiterer Killer (Clive Owen) auf, der ihnen von Conklin auf den Hals gehetzt wurde…
Kritik
"Die Bourne Identität" basiert auf dem gleichnamigen Erfolgs-Roman, der aus der Feder von Robert Ludlum stammt. Bereits 1988 wurde das Buch mit Richard Chamberlain in der Hauptrolle als gleichnamiger TV-Film umgesetzt (in Deutschland unter dem Titel "Agent ohne Namen" bekannt). Regisseur Doug Liman und Tony Gilroy haben gemeinsam das Drehbuch für den neuen Film verfasst, der sich sehr von der ursprünglichen Romanvorlage unterscheidet. Lediglich die Hauptfiguren und die Rahmenhandlung stammen noch aus dem Buch, allerdings schlagen die Figuren im Film einen ganz anderen Weg ein. Zudem wurde der Hauptprotagonist erheblich verjüngt, um den Film der heutigen Zeit anzupassen. Liman hielt Gilroy dazu an, dass Buch nicht zu lesen und stattdessen ein Drehbuch auf der Basis eines Entwurfes von ihm zu schreiben. Ludlum, der 1927 in New York City geboren wurde, fungierte als einer der ausführenden Produzenten. Leider verstarb er 2001 während der Postproduktion des Films und erlebte den Kinostart nicht mehr mit."The Bourne Identity" stellt eine Vermischung verschiedener Genres dar. Es handelt sich auf den ersten Blick zwar um einen Spionagethriller, jedoch hängt der Film stark von den Figuren ab und steht und fällt mit den Darstellern. Durch die Vielschichtigkeit der Charaktere wirkt das dargestellte Szenario sehr real und nicht so abgehoben, wie in manch anderen Spionagefilmen. Herausgekommen ist ein Thriller mit einer intelligenten Story, ein internationales Puzzle, das Stück für Stück vor den Augen des Zuschauers zusammengesetzt wird. Der Film spielt beinahe vollständig in Europa, mit dem Schwerpunkt Paris und wurde auch an den jeweiligen Originalschauplätzen gedreht.
Regisseur Doug Liman war zuvor eher für die Regie von Independent-Filmen bekannt. Er trat die Regie des Films mit dem Vorsatz an, das Genre des Spionagefilms zu revolutionieren. Liman verbrachte während des Drehs auch eine Menge Zeit hinter der Kamera und verleiht dem Film seinen persönlichen Touch, der sehr dynamisch und energisch wirkt. Er ist mit der Kamera stets nah bei seinen Darstellern, so dass der Zuschauer sich mit den Figuren auf eine gemeinsame Reise begibt, um Bournes wahre Identität kennen zu lernen. Wie es heißt, wurde Liman für die Machart des Films ein wenig von dem deutschen Film "Lola rennt" inspiriert. Auch bei der Inszenierung der Actionszenen beweist Liman ein gutes Händchen. Dabei ist "Die Bourne Identität" ein eher untypischer Actionfilm. Mit Hilfe von kraftvollen Nahkampfszenen soll das Agentenleben auf eine realistischere Weise dargestellt werden. Aber auch spektakuläre Verfolgungsjagden und Schießereien sind Teil der spannenden Handlung. Und das Konzept des Films geht voll auf, wie der Erfolg an den Kinokassen beweist, denn immerhin spielte er weltweit knapp 214 Millionen US-Dollar ein, was angesichts eines Budgets von geschätzten 60 Millionen US-Dollar eine schöne Gewinnspanne darstellt.
Für den Film war die richtige Besetzung der Hauptrollen von entscheidender Bedeutung, denn das Publikum folgt den beiden Hauptprotagonisten auf Schritt und Tritt. Zwischen den beiden entwickelt sich zudem eine Liebesgeschichte, so dass die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmen musste.
Jason Bourne hat keine Ahnung wer er ist, da er unter Amnesie leidet. Alles beginnt damit, dass er von ein paar Fischern mit zwei Kugeln im Rücken aus dem Wasser gezogen wird. Bourne findet jedoch schnell heraus, dass er Fähigkeiten besitzt, die andere Menschen nicht haben, jedoch weiß er nicht, wieso er diese Fähigkeiten hat. Er funktioniert im Prinzip wie eine Maschine, eine sehr ambivalente Figur, die zum einen Kampfmaschine und zum anderen verletzlicher Mensch ist. Matt Damon betrat damals mit diesem Part schauspielerisches Neuland. Die Rolle des Jason Bourne ist nicht nur ein Actionpart, sondern die Figur besitzt auch einen vielschichtigen Charakter. Damon absolvierte extra für den Film ein dreimonatiges Nahkampf- und Waffentraining. Zudem legte der früher oftmals eher schmächtig wirkende Darsteller einiges an Muskelmasse zu. Er spielt nahezu jede Kampfszene selbst. Dabei hat Bourne einen ganz eigenen harten und kompromisslosen Kampfstil, der sich zum Beispiel aus Elementen von Krav Maga und Escrima zusammensetzt. Er verwendet jeden greifbaren Gegenstand zu Verteidigungs- und Angriffszwecken. Bevor Matt Damon schließlich den Part übernahm, wurde er Brad Pitt angeboten, der diesen jedoch ablehnte, um "Spy Game" zu drehen.
Marie Kreutz ist die Frau an Bournes Seite. Sie ist in ihrem Leben schon viel herumgekommen und hat vieles ausprobiert, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Bevor sie auf Bourne trifft, plant sie eigentlich nach Amerika auszuwandern und bewirbt sich für ein Visum. Sie hat keinen festen Wohnsitz und niemand wartet auf sie. Zudem ist sie sehr neugierig und somit entschließt sie sich Bourne dabei zu helfen seine wahre Identität herauszufinden und sie bleibt auch bei ihm, als sie erfährt welcher Profession er einst nachging. Die Idee, diese Rolle mit der deutschen Schauspielerin Franka Potente zu besetzen, stammt von Regisseur Doug Liman. Er wollte ein frisches Gesicht für die weibliche Hauptrolle und durch ihren Film "Lola rennt" wusste er, dass sie auch actiontauglich ist. Liman hatte sie bereits beim Verfassen des Drehbuchs im Kopf. Sie ist genauso wie Matt Damon in der Lage den Actionteil ihrer Rolle, wie auch die dramatischen Momente darzustellen.
Auch die Nebenrollen sind hochkarätig besetzt. So spielt beispielsweise (der damals noch eher unbekannte) Clive Owen die Rolle eines der willenlosen Killer aus dem Treadstone-Programm, dem auch Jason Bourne einst angehörte. Außerdem sind Chris Cooper und Brian Cox als Verantwortliche bei der CIA mit von der Partie. Cooper agiert als Alexander Conklin, der direkte Vorgesetzte Bournes, der auch die Jagd nach seinem ehemaligen Agent leitet. Julia Stiles agiert zudem als Treadstone-Koordinatorin Nicky Parsons.
Ein weiterer wichtiger Baustein des Films ist seine ideale musikalische Untermalung. Zunächst wurde Carter Burwell als Komponist verpflichtet. Er verließ das Projekt jedoch, nachdem es zu Verzögerungen durch Nachdrehs und damit zu Terminproblemen seinerseits kam. Seinen Platz nahm John Powell ein, der einen tollen Score kreiert hat. Ein wichtiger Bestandteil ist das unverwechselbare Bourne-Thema, dass den gesamten Film durchzieht und auch in den Fortsetzungen immer wieder anklingt. Powell sollte der "Bourne"-Reihe fortan treu bleiben. Mit Beginn des Abspanns setzt ein Song des amerikanischen Künstlers Moby ein, der den Titel "Extreme Ways" trägt. Das Lied erschien im Jahr 2002 auf Mobys Album "18" und wurde als Titelsong für den Film produziert. Er sollte später auch am Ende der beiden Fortsetzungen erklingen und zu einer Erkennungsmelodie der Filmreihe avancieren.
Fazit: "Die Bourne Identität" hat neuen Schwung in das Spionagegenre gebracht. Matt Damon verkörpert mit Jason Bourne einen neuen Agententypus. Der Film ist eine gute Mischung aus intelligentem Thriller und Charakterkino. Die schauspielerische Leistung ist insgesamt sehr ansprechend. Zudem ist der Film mit gut inszenierten Actionszenen angereichert und bietet einen hervorragenden Score. Der Erfolg des Films machte schnell deutlich, dass weitere Fortsetzungen folgen würden.
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Regisseur
Schauspieler
Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper, Clive Owen, Brian Cox, Gabriel Mann, Julia Stiles, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Walton Goggins, Josh Hamilton, Orso Maria Guerrini, Tim Dutton, Denis Braccini, Nicky Naude, David Selburg, Demetri Goritsas, Russell Levy, Anthony Green, Hubert Saint-Macary, David Bamber, Gwenaël Clause, Emanuel Booz, Philippe Durand, Vincent Franklin, Paulette Frantz, Thierry René, Roger Frost, David Gasman, Harry Gilbert, Delphine Lanson, William Cagnard, Kait Tenison, Joseph Beddelin, Rainer Werner Fassbinder, Katie Thynne, Aaron Lilly, Ronald Benefield, Bradley J. Goode, Troy Lenhardt, Joshua McNew, Joe Montana, John Pawlikowski, Michael Rix, Brad Rizer, Andrew Webster, Houston Williams, Alain Grellier, Arnaud Henriet, Jean-Yves Bilien, Daniel Erskine Nartay, Elwin 'Chopper' David, Roberto Bestazzoni, Ludovic Boulnois, Jimmy Jean-Louis, Eric Moreau



Rusty / 17.12.2007 17:59:45
matt damon spielt die rolle sensationell
4 Sternen
Veremar / 17.12.2007 20:00:04
Absolut sehenswert!
nicht bewertet
ThorriZ / 18.12.2007 14:45:55
der auftakt zu einer tollen trilogie und matt damon schlüpft erstmals in die rolle des agenten wider willen, damals noch eine für ihn sehr ungewohnte rolle
5 Sternen
Gambit521 / 13.01.2008 18:05:32
hi ist das jetzt die richtige länge 114 min ich lese überall 119 min kapier ich net heute läuft der Film auf ORF 1 und da dauert er 119 min kann mir da jemand weiter helfen ?
nicht bewertet
ThorriZ / 13.01.2008 23:06:04
also laut meiner dvd ist die spieldauer mit 114 minuten festgelegt. allerdings gibt es da ja leider mal des öfteren abweichungen oder andere/falsche angaben
5 Sternen
DocProc / 21.06.2008 14:20:07
Richtig guter Einstieg in die Triologie
5 Sternen
Gambit521 / 23.07.2008 04:34:09
GUTER START
nicht bewertet