Verfasst von Thorsten Meiritz am 17.06.07 15:32:07 - 4 Kommentare

Stirb langsam 2

Die Hard 2

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.0/6 Sterne.
Leserwertung (18): 5.11 / 6

Land USA

Genre Action, Thriller

Laufzeit: 124

Jahr 1990


Kinostart: 25.10.1990
zu Favoriten hinzufügen

Inhalt

John McClane ist zurück und muss diesmal einen ganzen Flughafen aus der Hand von skrupellosen Gangstern befreien.

Dulles Airport Washington D.C. – Weihnachten. Ein Jahr nachdem John McClane (Bruce Willis) die Geiselnahme im Nakatomi-Gebäude in Los Angeles beendet hat, freut er sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest mit seiner Frau Holly (Bonnie Bedelia) und seinen Kindern bei seinen Schwiegereltern in Washington. Holly sitzt bereits im Flugzeug und John wartet nichts ahnend am Flughafen, als plötzlich die Hölle losbricht.
Der ehemalige Armee-Colonel Stuart (William Sadler) übernimmt mit einem Team seiner Elitesoldaten die Kontrolle über den Flughafen. Sein Ziel ist es den mittelamerikanischen General Ramon Esperanza (Franco Nero), der gerade in die Vereinigten Staaten überführt werden soll, zu befreien und danach in ein Land ohne Ausweisungsvertrag mit den USA zu entkommen. Zu diesem Zweck schneidet der brillante Stratege den Tower des Flughafens von der Stromversorgung ab und bringt so unzählige Flugzeuge, die zu diesem Zeitpunkt über dem Flughafen kreisen in seine Gewalt – darunter auch die Maschine in der Holly sitzt.
Nun ist John wieder einmal gezwungen auf eigene Faust gegen die Terroristen vorzugehen, denn die hiesige Flughafenpolizei unter der Leitung von Captain. Carmine Lorenzo (Dennis Franz) ist mit der Aufgabe hoffnungslos überfordert. Einen Terroristen nach dem anderen schaltet McClane aus und auch dem General gelingt es nur in letzter Sekunde ihm noch zu entkommen. Als dann schließlich auch noch eine Anti-Terror-Einheit der Army unter der Führung von Major Grant (John Amos) die Szenerie betritt scheint sich alles zum Guten zu wenden.
Doch dann kommt alles Anders als gedacht und am Ende steht McClane einmal mehr alleine da und die Zeit drängt, denn die Maschine in der seine Frau sitzt hat nur noch Treibstoff für wenige Minuten. Eine mörderische Jagd beginnt…

Kritik

Nach dem Überraschungserfolg des ersten Teils aus dem Jahr 1988 ist John McClane in gewohnter Einzelkämpfermanier zurück. Auch diesmal bekommt er es mit Terroristen zu tun, in Gestalt von abtrünnigen Elitesoldaten, die gleich einen ganzen Flughafen unter ihre Kontrolle bringen – viel Arbeit für McClane, denn er ist mal wieder so gut wie auf sich allein gestellt. Doch dieses Mal erscheint die Situation sogar noch auswegloser, denn seine Frau befindet sich in einer der Maschinen, die über dem Dulles Airport in Washington kreisen und wird so zur Geisel der skrupellosen Gangster, denn der Treibstoff der Maschine ist äußerst begrenzt.

Für die Regie zeichnet diesmal der in Finnland geborene Regisseur Renny Harlin verantwortlich, der sich mit diesem Film einen Namen im Action-Genre machte. Sein neuester Film, "The Covenant" war vor einigen Monaten bei uns im Kino zu sehen. Ursprünglich sollte John McTiernan, seines Zeichens Regisseur von "Stirb langsam" auch den zweiten Teil in Szene setzen, jedoch war er durch seine Arbeit an "Jagd auf Roter Oktober" verhindert. Aber auch Harlin brennt, wie schon McTiernan im ersten Teil, ein Actionfeuerwerk sondergleichen ab. Egal ob wilde Schießereien, imposante Explosionen oder halsbrecherische Verfolgungsjagden Harlin weiss die Action stets gut in Szene zu setzen. Und natürlich kommt auch der typische trockene McClane-Humor nicht zu kurz, denn der New Yorker Cop hat in jeder Lebenslage einen Scherz auf den Lippen. Mit diesen Zutaten avancierte auch "Stirb langsam 2" zu einem Kult-Action-Film. Das Einspielergebnis von weltweit knapp 240 Millionen US-Dollar gibt dem Erfolg des Films Recht. Damit spielte er nochmals etwa 100 Millionen Dollar mehr ein als sein Vorgänger, jedoch muss man hierbei auch das auf etwa 70 Millionen Dollar gesteigerte Budget berücksichtigen.
"Die Hard 2" basiert auf einer Romanvorlage von Walter Wager, die den Titel "58 Minutes" trägt. Die Produktion übernahm wie schon bei "Die Hard" der Erfolgsproduzent Joel Silver. Ein großes Problem während der Dreharbeiten stellte der Schneemangel dar. Hierdurch wurde der Drehort mehrmals verlegt und schließlich musste sogar auf tonnenweise Kunstschnee zurückgegriffen werden.

Für die Rolle des hart gesottenen Cops John McClane kam natürlich niemand anderes in Frage als Bruce Willis, der Dank dieser Rolle zum absoluten Action-  und Hollywoodsuperstar avancierte – Bruce Willis IST schlichtweg John McClane. Mit dieser Rolle schuf Willis eine Kult-Figur, die heutzutage aus dem Action-Genre nicht mehr wegzudenken ist. Gleichzeitig ist es seine bis heute bekannteste Rolle. Willis überzeugt einfach als harter Einzelkämpfers, der mit blut- und dreckverschmiertem Gesicht auf Verbrecherjagd geht und dabei niemals seinen trockenen Humor verliert. Und auch in den vielen Action-Szenen wirkt Willis stets glaubwürdig.
Sein Gegenspieler ist diesmal der abtrünnige Colonel Stuart, der von William Sadler verkörpert wird. Der Ex-Militär plant mit Hilfe eines perfiden Plans den aus einem fiktiven lateinamerikanischen Land namens Valverde stammenden General Ramon Esperanza zu befreien, der zur gleichen Zeit nach Washington überführt werden soll. Dieser wird von Franco Nero dargestellt, der sich in vielen Spaghetti-Western einen Namen machte. Neben den neuen Bösewichten tauchen auch alte Bekannte aus dem ersten Teil auf, wie beispielsweise Reginald VelJohnson alias Seargent Al Powell und natürlich Bonnie Bedelia, die erneut in die Rolle von McClanes Frau Holly schlüpft. Weitere Nebenrollen sind mit Dennis Franz und John Amos ebenfalls hochkarätig besetzt.

Für die passende musikalische Untermalung sorgt wie schon im ersten Teil Michael Kamen. Es gelingt ihm erneut die Atmosphäre des Films mit seiner Komposition zu begleiten und zu intensivieren. Mit Beginn des Abspanns setzt das klassische Weihnachtslied "Let It Snow", gesungen von Vaughn Monroe ein, dasselbe Lied, dass Reginald VelJohnson im ersten Teil vor sich hin singt.

Fazit: Unter Action-Fans gilt "Stirb Langsam 2" schon seit langem als Kultfilm und obwohl der Film mittlerweile 17 Jahre auf dem Buckel hat, kann er noch immer zu einem gelungenen Filmabend beitragen. Bruce Willis macht einfach Spaß als Einzelkämpfer mit seinem berüchtigten trockenen Humor. Natürlich folgte nach dem Riesenerfolg auch ein dritter Teil – "Yippee-ki-yay, motherf***!"

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. stallone

    stallone / 21.12.2007 18:31:26

    ein echt cooler film und ein noch coolerer willis!


    nicht bewertet

  2. Kaspian

    Kaspian / 23.12.2007 03:36:03

    Ein Klassiker......


    nicht bewertet

  3. Nightwalker

    Nightwalker / 24.03.2008 12:14:13

    Der Erste ist der Bessere, aber der hier brauch sich auch nicht verstecken.

    9,5/10


    6 Sternen

  4. BlackSheep

    BlackSheep / 25.03.2008 14:05:09

    Cool Cool Cool....


    6 Sternen


Jetzt hier Kommentar schreiben

Bitte auf gute Umgangsformen achten!! Beleidigungen werden nicht geduldet.