Mamma Mia!
Inhalt
Der Film zum MusicalSophie (Amanda Seyfried) hat einen Traum: zu wissen wer ihr Vater ist. Darüber schweigt ihre Mutter Donna (Meryl Streep) jedoch hartnäckig. Mit Hilfe von Donna's Tagebuchaufzeichnungen erfährt Sophie jedoch, dass ihre Mutter in jenem Sommer gleich drei Affären hatte und jeder davon könnte ihr möglicher Vater sein.
Kurz vor ihrer Hochzeit mit Ski (Dominic Cooper) stehend, lädt sie kurzerhand alle drei möglichen Erzeuger zu diesem Ereignis ein. Donna hat davon natürlich nicht die geringste Ahnung, sondern bereitet sich zusammen mit ihren Freundinnen Tanya (Christine Baranski) und Rosie (Julie Walters) darauf vor, ihrer Tochter einen unvergesslichen Tag zu bereiten.
Wie unvergesslich der jedoch werden wird, davon bekommt sie erst Ahnung, als die drei vermutlichen Väter Harry (Colin Firth), Bill (Stellan Skarsgard) und Sam (Pierce Brosnam) schließlich anreisen. Nun gilt es, dies vor ihrer Tochter geheim zu halten, die wiederum versucht zu verbergen, dass sie weiß, warum die Männer gekommen sind. Inmitten dieser Geheimnistuerei schleichen sich dann schließlich auch noch Gefühle von Donna für einen dieser Männer, die plötzlich wieder aufbrechen. Und das Chaos ist perfekt.
Kritik
Mit dem Musical "Mamma Mia" hatten die Kreativköpfe von Abba, Benny Andersson und Björn Ulvaeus einen Riesenhit geschaffen, der bis heute Millionen auf den verschiedensten Bühnen der Welt eingespielt hat. Eine Verfilmung des Stoffs war also nur eine Frage der Zeit. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, engagierte man für die Verfilmung die Regisseurin Phyllida Lloyd, die das Musical selbst schon auf der Bühne inszeniert hat. Diese Kenntnis zahlt sich beim Film auf verschiedenste Art und Weise aus. Zum Beispiel beim Spaßfaktor: Man merkt dem Film an, dass er von Menschen gemacht wurde, denen dieser Stoff sehr am Herzen lag. Die Regie beispielsweise lässt die Darsteller nie im Stich und gibt ihnen aber gleichzeitig viel Platz, ihre Spielfreude nach Lust und Laune auszuleben.Und diese Chance nutzen sie auch gänzlich aus. Zugegeben, am Anfang des Films wirkt Amanda Seyfried als Sophie viel zu überdreht und chargenhaft. Ihr erstes Lied "Honey Honey" ist schon fast Zirkustheater. Doch je mehr man als Zuschauer in die Geschichte einsteigt, um so mehr gewinnt Seyfried. Denn plötzlich wirkt sie nicht mehr zu bühnenhaft, sondern einfach nur ausgelassen und fröhlich und spätestens wenn ihre Fröhlichkeit mal Risse bekommt, verliert sie ihre Eindimensionalität und variiert ihr Spiel facettenhaft. Für ihre erste Hauptrolle also eine gute und absolut charmante Leistung der noch sehr jungen Schauspielerin. Und definitiv ein Name, den man sich merken sollte.
Christine Baranski und Julie Walters als ehemalige Bandmitglieder und beste Freundinnen von Donna werfen sich stimmlich und körperlich mit vollem Elan in ihre Rollen. Pradaverwöhnt und leicht zickig die Eine, tollpatschig und feministisch die Andere.
Die Leistung der Männer ist recht unterschiedlich. Dominic Cooper als Sky gibt eine sympathische Darstellung ab. Stellan Skarsgard, der normalerweise im Dramafach zu Hause ist, beweist Mut dazu, sich zum Affen zu machen, auch wenn er gesanglich nicht so ganz überzeugen kann. Dasselbe gilt für seinen Kollegen Colin Firth, der hier mal nicht sein gewohntes Romantikprogramm abspulen kann. Die unsicherste Nummer im Männertrio ist Pierce Brosnam. Es ist nicht so, dass er keine Stimme hat, die hat er und noch eine Interessante dazu; aber in seinen Szenen wirkt er oft, als ob es ihm peinlich ist zu singen. Nichtsdestotrotz ist er besser, als ich es erwartet hatte.
Die Königin dieses Films ist aber unbestreitbar die hinreißende Meryl Streep, die eine solch verrückte, liebenswerte und hysterische Donna abgibt, dass man sich als Zuschauer fragt, warum sie nicht öfter einen Ausflug ins Komödienfach unternimmt. Getoppt wird ihre Darstellung nur noch von ihrer hervorragenden Stimme, mit der sie den Songs eine ganz eigene Note verleiht. Ganz besonders toll gelingen ihr der Titelsong "Mamma Mia" und "Dancing Queen". Sie tanzt und singt und groovt, als hätte sie nie etwas anderes als Musical gemacht. Einzig und allein bei "The Winner Takes it all" steht sie etwas hilflos da. Dies ist dann auch der einzige Song, der etwas zu gestellt und bühnenhaft wirkt. Alle anderen Lieder strotzen nur so vor Energie und Ideenreichtum.
Ein großer Pluspunkt des Films sind neben den Darstellern auch die traumhafte Urlaubskulisse von Griechenland. Der Übergang zwischen Außen- und Studioaufnahmen gelingt nahtlos und so hat man ständig das Gefühl, sich in den Ferien zu befinden.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Akteuere, besonders die Frauen, sich nicht allzu ernst nehmen und damit eine allumfassende Leichtigkeit entwickeln, die den Film auf sicheren Händen trägt.
Wer mit singenden Darstellern nichts anfangen kann, der wird auch diesen Film nicht mögen, alle anderen bekommen eine Mordsshow geboten, die noch lange nach Verlassen des Saals nachhallt.
Fazit: Ein Fest für Liebhaber der guten Laune. Ein Feel Good Film mit bestens aufgelegten Darstellern, traumhafter Kulisse und den unsterblichen Klassikern von Abba.
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Regisseur
Schauspieler
Amanda Seyfried, Stellan Skarsgård, Pierce Brosnan, Colin Firth, Meryl Streep, Nancy Baldwin, Heather Emmanuel, Rachel McDowall, Ashley Lilley, Julie Walters, Christine Baranski



Prinzessin1972 / 01.07.2008 20:35:12
Weiss jemand, ob in Berlin ne Filmpremiere ist und wenn ja wann?
nicht bewertet
turbo / 08.07.2008 09:42:49
Ich glaube nicht, dass es da noch eine Premiere in Berlin gibt, weil hier ja schon der Fototermin war.
nicht bewertet
Kaspian / 25.07.2008 18:22:42
Ja wer das Musical kennt und liebt, wird den Film wohl auch gut leiden können...was die Männerleistungen angeht fand ich Our Last Summer jedoch sehr gelungen...Collin Firth is wohl der beste der drei Männer.
Ja mit Abbasongs kann man nich viel Falsch machen.
5 Sternen