Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor)

Universal Pictures International Germany GmbH

Laufzeit: 112 min

Land: Germany, USA

Genre: Action, Adventure, Fantasy, Horror, Thriller



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Startdatum: 07.08.2008

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Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (2008)

The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor

Moviereporter Bewertung

3

Handlung

"Die Mumie 3" ist nicht nur die lange erwartete Fortsetzung der beiden vorangegangenen Abenteuer-Kinohits, sondern vor allem die Evolution der "Mumie"-Serie.

China vor über 2000 Jahren. Der grausame Kaiser Qin (Jet Li), genannt der Drachenkaiser, regiert mit eiserner Hand und schmiedet die einzelnen chinesischen Königreiche erbarmungslos zu einem großen Reich zusammen. Nach seinem Sieg lässt er die große chinesische Mauer erbauen. Doch gegen einen Feind kann er nichts ausrichten - das Alter. Er erhält Kenntnis von der Hexe Zi Juan (Michelle Yeoh), die um das Geheimnis des ewigen Lebens weiß. Er schickt seinen engsten Vertrauten General Ming (Russell Wong) aus, um sie zu finden. Ming und Zi Juan verlieben sich ineinander. Der Kaiser wird von der Hexe in das Geheimnis des ewigen Lebens eingeweiht. Doch lässt er den General für seinen „Verrat" hinrichten, woraufhin ihn die Hexe verflucht und samt seiner Armee in Terrakotta-Statuen verwandelt.
England 1947. Evelyn (Maria Bello) und Rick O'Connell (Brendan Fraser) haben sich mittlerweile zur Ruhe gesetzt und jagen nicht mehr verschollenen Artefakten hinterher. Während des Krieges war das Ehepaar für die britische Spionageabteilung tätig. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sie einen letzten Auftrag erhalten: sie sollen das wertvolle Auge von Shangri-La wohlbehalten nach China überführen. Dort sucht ihr mittlerweile erwachsener Sohn Alex (Luke Ford) gemeinsam mit Professor Wilson (David Calder) nach dem Grab des Drachenkaisers.
In China angekommen treffen die O'Connells in Jonathans (John Hannah) Nachtclub, dem "Imhoteps", zusammen. Im Museum soll das Auge von Shangri-La an Professor Wilson übergeben werden. Dieser hat sich jedoch mit dem abtrünnigen General Yang (Anthony Wong Chau-Sang) zusammengetan, mit dem Ziel den Drachenkaiser und seine Armee wieder zu erwecken. Die Familie O'Connell schlittert Hals über Kopf in ein weiteres Mumien-Abenteuer, bei dem sie Unterstützung von der geheimnisvollen Lin (Isabella Leong) erhalten...

 

Kritik

Sieben Jahre sind nach dem letzten Mumien-Abenteuer vergangen, in dem die O'Connells dem untoten Bösewicht Imhotep endgültig den Gar ausgemacht haben. In dem neuen Film erinnern, abgesehen von einem gleichnamigen Nachtclub der Jonathan gehört, lediglich ein paar Dialoge zwischen Evelyn und Rick an die vergangenen Abenteuer. Ansonsten hat sich vieles verändert. Die Regie übernimmt diesmal Action-Spezialist Rob Cohen. Der ursprüngliche Regisseur Stephen Sommers fungiert lediglich als Produzent. Cohen verspricht in seinem neuen Film noch mehr und wie er sagt auch härtere Action. Nun dieses Versprechen konnte er aber scheinbar nicht einhalten, denn härter ist die Action wahrlich nicht, wenn ich beispielsweise an die Szene im zweiten Teil in der Oase von Ahm Shere denke. Geändert hat sich jedoch definitiv der Schauplatz der Handlung. Spielte in den ersten beiden Filmen Ägypten, respektive Afrika die zentrale Rolle, so verlagert sich die Story nun nach China. Dabei greift man auf einen realen Mythos zurück - die unterirdische Terrakotta Armee, die allerdings eigentlich erst im Jahr 1974 entdeckt wurde. Diese Armee ist Teil des Mausoleums für den Kaiser Qin Shihuangdi, dem ersten chinesischen Kaiser und Begründer der einst mächtigen Qin-Dynastie. Im Film wird diese Terrakotta-Armee sowie auch ihr Oberbefehlshaber erneut zum Leben erweckt und bedroht die Welt.

Soweit so gut, doch irgendwie funktioniert das typische "Mumien-Konzept" diesmal nicht so recht und echte Spannung will auch einfach nicht aufkommen. Vielleicht liegt es ja an der Tatsache, dass seit dem letzten Film schon wieder eine gewisse Zeit verstrichen ist und damit vielleicht auch das Interesse abgenommen hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es in dem Film eigentlich keine richtigen Mumien gibt? Einzig Kaiser Qin ist ab und an als Mumie zu sehen und auch die gut akzentuierten "Schock-Effekte", die zum Erfolgsrezept der ersten beiden Teile beitrugen, sind nicht vorhanden. Was ebenfalls störend wirkt ist die Tatsache, dass Jet Lis Figur nach seiner vollständigen Wiederherstellung als Formwandler in Erscheinung tritt. Hier hätte man sich eher einen starken, nahezu unbesiegbaren Kämpfer gewünscht, so wie er ganz zum Schluss in Erscheinung tritt in einem allerdings sehr kurzen Showdown. Die Actionsequenzen hat Regisseur Cohen gewohnt souverän in Szene gesetzt. Ein großes Highlight ist in dieser Hinsicht sicherlich die "Schlacht" hoch oben im Himalaya-Gebirge. Doch konnten es sich die Filmemacher nicht verkneifen hier einen weiteren Mythos ins Spiel zu bringen - die Yetis. Nun gut, dass ist sicherlich Geschmackssache, aber mir hat es nicht besonders gut gefallen. Eine weitere große Actionsequenz spielt sich in den Straßen von Shanghai ab. Das Setting der Verfolgungsjagd erinnert hierbei sehr stark an jenes im zweiten Indiana Jones Film. Zum Ende von "The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor", so der Originaltitel, gibt es schließlich eine gewaltige Schlacht zwischen zwei computergenerierten Armeen von Untoten, in deren Mitte sich die Hauptdarsteller durch die Gegend schlagen. Allgemein ist zu konstatieren, dass die Filmemacher nach dem Konzept "höher, schneller, weiter" vorgehen und daran krankt der Film, denn der Charme der ursprünglichen Reihe geht dadurch verloren und der dritte Teil versinkt im Mittelmaß. Der verstärkte Einsatz von Computereffekten trägt ebenfalls dazu bei, denn diese sind erstaunlicherweise nicht besonders gut gelungen, trotz Einsatz modernster Technik. Die Verwandlung der Terrakotta-Armee wirkt gelinde gesagt plump und auch die endgültige Zerstörung selbiger sieht nicht sehr ausgefeilt aus, um nur ein Beispiel zu nennen.

Kommen wir nun aber zu den positiven Aspekten des Films. Die Schauplätze muten schön und teilweise spektakulär an. Sei es das Himalaya-Gebirge, die pulsierende Metropole Shanghai oder auch die große Ebene vor der chinesischen Mauer - das Auge bekommt wirklich etwas geboten. Zudem spielt der Humor weiterhin eine wichtige Rolle in dem Konzept. In diesem Gesichtspunkt stechen besonders Brendan Fraser und John Hannah hervor, der in gewohnter Weise widerwillig in die Abenteuer seiner Schwester verwickelt wird und als etwas tollpatschig daherkommt. Das ein wenig naiv-kindliche Gemüt von Evelyn O'Connell, das den Charme der Figur in den ersten beiden Teilen ausmachte, ist hingegen leider verloren gegangen. Dies liegt sicherlich hauptsächlich daran, dass Rachel Weisz als Einzige nicht ein weiteres Mal in ihre Rolle schlüpfen wollte, was schade ist, denn die besondere Chemie zwischen Fraser und Weisz war ein tragendes Element der ersten beiden Filme. Letztere wird eins zu eins durch Maria Bello ersetzt, die sich zwar Mühe gibt die Rolle in ähnlicher Weise auszufüllen, dies aber nicht richtig schafft. Sie wirkt einfach viel reifer und weniger verspielt. Nun gut man kann natürlich auch so argumentieren, dass die Figur mittlerweile erwachsener geworden ist und auch im Krieg viel erlebt und dadurch geprägt wurde. Dennoch fehlt einfach irgendwie etwas. Brendan Fraser verkörpert seine Rolle hingegen in gewohnt komischer "Haudrauf-Manier". Unterstützung erhält er hierbei von seinem mittlerweile erwachsenen Sohn Alex, gespielt von dem australischen Newcomer Luke Ford. In diesem Familienabenteuer-Aspekt ist ein neuer, wenn auch ausbaufähiger Baustein zu finden. Nun noch ein paar Worte zum Bösewicht des Films, den chinesischen Superstar und Martial-Arts Experten Jet Li. Er tritt allerdings nur zu Beginn und Ende des Films richtig in Erscheinung und zeigt auch nicht besonders viel von seiner Kampfkunst, leider. Hier hätte man sich sicherlich mehr gewünscht, denn das Potential war sicherlich gegeben. Mit Michelle Yeoh und Russel Wong wurden weitere Martial-Arts-Veteranen verpflichtet. Dazu gesellt sich unter anderem noch die junge hübsche Nachwuchsschauspielerin Isabella Leong, die sich ebenfalls ihrer Haut zu erwehren weiß. Dies bekommt besonders Luke Ford zu spüren, bevor sich zwischen den beiden eine interessante Chemie entwickelt.

Abschließend noch das ein oder andere Wort zur musikalischen Begleitung. Nach Jerry Goldsmith und Alan Silvestri schwingt diesmal Randy Edelmann den Taktstock. Das klassische Mumien-Thema ist allerdings nicht zu vernehmen. Dafür lässt der Komponist passend zu Thematik und Schauplatz typisch asiatische Klänge einfließen. Im Allgemeinen ist der Score jedoch nicht spektakulär und tritt oftmals in den Hintergrund. Einzig im Abspann, der im Übrigen stark an die Machart der End-Credits von "300" erinnert, kommt er richtig zum tragen.

Fazit: "Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers schafft es leider nicht an seine Vorgänger anzuknüpfen. Das übertriebene Effektfeuerwerk lässt den Film nach und nach im Mittelmaß versinken. Brendan Fraser macht jedoch weiterhin eine gute Figur als schlagkräftiger Rick O'Connell und erhält dabei Unterstützung von seiner gesamten Familie. Die Story bietet sicherlich einiges Potential, dass allerdings weder in punkto Action, noch in Hinblick auf die Qualität der Schauspieler, hier sind besonders Jet Li und Michelle Yeoh zu nennen, richtig ausgeschöpft werden konnte.

Kommentare

Bumblebert

geschrieben am 04.12.2009 um 13:48:38

Nach den sehr tollen ersten Filme eine sehr sehr große Enttäuschung. Die Effekte waren zwar sehr schön, aber die Story war größtenteils zum Einschlafen und die Witze wollten auch nicht so rüberkommen...

Kaspian

geschrieben am 04.12.2009 um 13:56:10

Teil 1 und 2 waren Top...der hier..nööööööööö bäh..

TDurden

geschrieben am 04.12.2009 um 16:40:41

wieder top action und ein gutes abenteuer. allerdings natürlich klar im schatten des erstn teils aber dennoch besser als der zweite

Dabbld

geschrieben am 08.12.2009 um 21:11:06

Bietet doch das gleiche wie die beiden Vorgänger auch würde ich meinen?!! Story und sonstiges fand ich bei der Mummy-Reihe ebenfalls immer auf ein und dem selben, ganz netten Niveau. Für zwischendurch ein bisschen Effektkino eben. :=)

ADAMGOLDNIK

geschrieben am 11.12.2009 um 20:40:02

Der war nicht schlecht. genial

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