Die Insel (The Island)

Warner Bros. Pictures Germany

Laufzeit: 127 min

Land: USA

Genre: Action, Sci-Fi, Thriller



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Startdatum: 04.08.2005

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Die Insel (2005)

The Island

Moviereporter Bewertung

5

Handlung

Bombastischer Actionthriller von Michael Bay (The Rock, Bad Boys) über einen Mann, der entdecken muss, Züchtling eines menschlichen Biotops zu sein.

Wir schreiben das Jahr 2019: Die Welt wurde durch eine Umweltkatastrophe verseucht und die Menschheit wurde fast ausgerottet. Nur ein angeblich kleiner Teil lebt in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, das in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Alle Bewohner werden ständig überwacht. Alle hoffen eines Tages bei der Lotterie das große Los zu ziehen und irgendwan auf "Die Insel" reisen zu dürfen. "Die Insel" - so wird ihnen jeden Tag erzählt - ist die allerletzte unverseuchte Oase auf Erden, wo man noch frei atmen kann.

In der Wohneinheit werden die Geschlechter streng von einander getrennt, Kontakte sind nur vereinzelt möglich und eigentlich untersagt. Dennoch finden Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) zu einander. Obwohl sie sich stark angezigen fühlen, wissen sie nicht so recht, was sie verbindet.

Seit kurzem wird Lincoln jedoch von Alpträumen geplagt. Immer und immer wieder träumt er davon zu ertrinken. Fortan stellt er sein Gefangenendasein in Frage und hat eine interessante Unterredung mit Merrick (Sean Bean), der vortäuscht wohlwollend und sehr insistierend an ihrer Gesundheit und ihrem Wohlergehen interessiert zu sein.

Doch Lincoln ist auf die Wahrheit nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lindoln, dass sein ganzes Leben eine Lüge ist. Seine Kindheit, die verseuchte Außenwelt, die Insel. Obendrein gewinnt Jordan bei der Lotterie und würde demnächst auf die Insel reisen. Eigentlich ein Glückstreffer, über den man sich freuen sollte - dagegen spricht, dass Lincoln beobachtet hat, dass der letzte Inselreisende Starkweather (Michael Clarke Duncan) nicht glücklich auf der Insel angekommen ist, sondern auf dem Seziertisch in einem Labor.

Mit Hilfe des Arbeiters McCord (Steve Buscemi) entkommen Lincoln und Jordan den Aufsehern und flüchten aus der Wohneinheit. "Draussen" erwartet sie eine unbekannte Welt, die viele Gefahren hortet. Nicht nur die normale Polizei, sondern auch die Spezialeinheit von Laurent (Djimon Hounsou) ist ihnen auf der Spur. Nach und nach kommen sie hinter dem erschreckenden Geheimnis, das die sagenumwobene Insel umgibt und pötzlich steht Lincoln seinem Ebenbild gegenüber ...

 

Kritik

Als ich das erste Mal von dem Projekt "The Island" hörte, war ich bei der Mitarbeit des fantastischen Regisseurs Michael Bay davon überzeugt, dass er erneut in dieses Projekt seine genialen Actionsequenzen wie schon zuvor in Bad Boys, The Rock, Armageddon oder Pearl Harbor einbringen wird. Jedoch: The Island bietet mehr als die von vielen amerikansiche Kritikern heftig veruteilte spartanische "Bang-Boom"-Action von Michael Bay. The Island ist ein hochintelligenter Actionthriller mit einer geistvollen Hintergrundgeschichte über das menschliche Klonen - entstanden in einer Epoche rasanter wissenschaftlicher Entwicklungen. Im Kern der Story steht ein sehr tiefschürfendes menschliches Thema: Wenn wir uns klonen könnten, würden wir es wirklich tun? Wir sind uns ja wohl einig, dass eines Tages jemand dieses menschliche Klonen ausprobieren wird, ob legal oder illegal. Dazu ist die Natur der menschlichen Neugier zu groß und wird stets über der Vernunft siegen.

Das Originaldrehbuch bekam Bay von DreamWorks-Chef Steven Spielberg und war sofort von der Idee begeistert einen amerikanischen Actionfilm zu drehen, der eine Botschaft transportiert - was durchaus nicht üblich ist. Er wollte einerseits einen unterhaltsamen Sommerfilm drehen, der Spass macht und andererseits geht es um ein aktuelles prekäres Thema.

Der Standpunkt der Geschichte ist klar definiert: Statt aus der Sicht der Wissenschaftler zu erzählen, wird man die Story von zwei Bewohnern der Wohneinheit erzählt bekommen, was zu einem zur Folge hat, dass der Zuschauer zunächst im Unklaren bleibt und zum anderen bietet dies eine leichtere Identifikation mit den Hauptfiguren Lincoln Six-Echo und Jordan Two-Delta.

Lincoln Six-Echo
wird von Ewan McGregor gemimt. Er wohnt in einer klar reglementierten Gesellschaft, wo alles kotrolliert und überwacht wird. Abgeschnitten von der verseuchten Außenwelt mit dem Wunsch eines Tages das Traumparadies - die Insel - zu erreichen vegetieren sie dahin. im Gegensatz zu den anderen entwickelt Lincoln Charaktereigenschaften. Er ist mit seinem Leben unzufrieden, weiss aber nicht warum. Die Neugier bringt ihn in eine gefährliche Situation.

Das Gegenstück zu Lincoln Six-Echo bietet Jordan Two-Delta, gespielt von Scarlett Johansson, ein unschuldiges, liebes Mädchen. Naiv ist sie unter der Glasglocke aufgewachsen und hat keine Ahnung von der Außenwelt.

Durch seine aus Argwohn entwickelten Neugier findet Lincoln schnell einen Teil der Wahrheit: die Außenwelt ist gar nicht verseucht. Auftritt des genialen Steve Buscemi, der hier McCord verkörpert. Einen Arbeiter, der einen großen Fehler begeht und Umgang mit den 'Produkten' hat. Er weiss, dass in den Gebäuden der Merrick Biotech Unrecht geschieht, äußert sich aber nicht, da er denkt, keinen anderen Job finden zu können. Da Lincoln unbedingt die Wahrheit herausfinden muss, hält er sich an McCord, der erst zögert, ihm und Jordan dann aber doch hilft.

In gut besetzten 'Nebenrollen' glänzen Sean Bean als Institutchef Merrick, der Oscarnominierte Djimon Hounsou als dessen Sicherheitschef Laurent und der ebenfalls für einen Oscar nominierte Michael Clarke Duncan als begeisterter und allseits beneideter Bewohner Starkweather, der auf die Insel reisen darf.

The Island ist kein typischer Bayfilm, man merkt deutlich, dass er von seinen puren Action-Image etwas zurücktreten wollte. Im Vordergrund steht die Geschichte, gewürzt mit typischer Bay-Action, die man schon aus Bad Boys 2 kennt. Nichts wirklich Neues, dennoch macht es jedesmal Spass sich seine Actionsequenten anzsuchauen. Die futuristischen Elemente verbindet er gekonnt mit dem neuesten Stand der heutigen Technik, wie z.B. der neu entwickelte Eurocopter EC120, der im Film als 'Whispers' erscheint oder den sieben Millionen Dollar teuren Prototypen des Cadillac CIEN. Hinzukommt die 25 Millionen Dollar teure Yacht WallyPower 118 eines Italieners. Mit einer guten Kombination aus realgefilmten Hintergründen und Special-Effects bietet The Island ein sehr ansehnliches Endresultat. Durch Motion Control wirken auch die Szenen, in denen Lincoln Six-Echo auf seinem Ebenbild Tom Lincoln trifft, täuschend echt. Unter Einsatz des "Bay-Busters" - einem Auto, wo die Überrollbügel aussen angebracht sind und mehrere Kameras gleichzeitg sicher angebracht werden können - fährt der Zuschauer praktisch in die Action rein, somit wirken die Actionsequenten noch realistischer. Hinzukommt ein zweiter Kamerawagen names "Bates-Kart".

Mischt man nun Vorhandenes mit cooler Musik von Steve Jablonsky, der sich schon für die Additional Music von Bad Boys 2, Pirates of the Carribean: The Curse of the Black Pearl, Tears of the Sun und Pearl Harbor verantwortlich zeichnen konnte, ist das "Baysaster" perfekt.

The Island - eich hochintelligenter Actionthriller, der zum Nachdenken anregt, aber nicht mit dem Finger auf das Problem zeigt. Ein erneutes Meisterwerk meines Lieblinsregisseurs und gleichzeitig DER Film dieses Sommers.

Kommentare

stallone

geschrieben am 28.12.2007 um 11:13:27

wie findet ihr diesen Film, hab den leider noch nicht gesehen ob es sich lohnt den zu gucken?

ThorriZ

geschrieben am 28.12.2007 um 14:35:11

klar lohnt sich das. ist zwar jetzt kein typischer michael bay actioner, aber dennoch sehr sehenswert. es gibt natürlich trotzdem einige gute actionsequenzen, aber der film glänzt auch duch eine recht anspruchsvolle story

Kaspian

geschrieben am 28.12.2007 um 19:54:38

Ich finde das der Film seinte Pointen bereits im Trailer verraten hat. Wäre diese Szene mit Buscemi nich im Trailer dabei gewesen hätte dies einen wirklichen WOWEffekt ausgelöst...doch so kommt mir das alles wie THX 1138mit Action vor...

stallone

geschrieben am 28.12.2007 um 22:41:41

zum glück hab ich den trailer noch nicht gesehen!

Veremar

geschrieben am 14.01.2008 um 17:14:03

Ich find den Film gar nicht mal so schlecht: viel Action und eine recht interessante Story, düstere Zukunftsvision inklusive....

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