Tintenherz (Inkheart)

Warner Bros. Pictures Germany

Laufzeit: 106 min

Land: Germany, UK, USA

Genre: Adventure, Family, Fantasy



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Startdatum: 11.12.2008

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Tintenherz (2008)

Inkheart

Moviereporter Bewertung

3

Handlung

Im Fantasy-Abenteuer nach dem Bestseller „Tintenherz" von Cornelia Funke begibt sich ein Vater mit seiner Tochter auf eine Reise durch reale und imaginäre Welten.

Mortimer „Mo" Folchart (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) begeistern sich für Bücher. Und beide können die Figuren aus diesen Büchern zum Leben erwecken, wenn sie laut daraus vorlesen. Doch diese außergewöhnliche Gabe ist nicht ungefährlich: Immer wenn eine Romanfigur den Seiten entsteigt, muss ein realer Mensch in ihnen verschwinden. Als die beiden wieder einmal ein Antiquariat aufsuchen, vernimmt Mo Stimmen, wie er sie seit Jahren nicht mehr gehört hat. Und als er das Buch aufspürt, aus dem sie stammen, läuft es ihm kalt den Rücken hinunter: Genau dieses Buch namens „Tintenherz" mit seinen Illustrationen von mittelalterlichen Burgen und seltsamen Wesen sucht Mo, seit Meggie drei Jahre alt war - damals nämlich ist ihre Mutter Resa (Sienna Guillory) in dieser mystischen Welt verschwunden. Mithilfe des Buches will Mo Resa nun finden und befreien, doch sein Plan wird vom bösen „Tintenherz"-Schurken Capricorn (Andy Serkis) vereitelt, der Meggie entführt. Als Capricorn entdeckt, dass sie die Gabe ihres Vaters geerbt hat, verlangt er, dass sie seinen mächtigsten Verbündeten zum Leben erweckt - den Schatten. Um seine Tochter zu retten und die Buchfiguren in die ihnen angestammte Welt zu verbannen, bittet Mo eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus der realen Welt und aus dem Zauberreich um Hilfe: Gemeinsam machen sie sich auf, um unerschrocken und unter großen Gefahren Ordnung zu schaffen.

 

Kritik

"Tintenherz" der deutschen Autorin Cornelia Funke ist international ein riesen Hit geworden: Das Buch kletterte mit seinem erscheinen 2003 direkt auf Platz 1 der Bestsellerliste in der New York Times, blieb in der Liste ganze 70 Wochen lang und wurde bereits in mehr als 37 Sprachen veröffentlicht. 2005 und 2008 erschienen auch bereits die Nachfolger mit den Namen "Tintenblut" und "Tintentod", so dass es sich bereits um eine Trilogie handelt. Der Film zum ersten Teil, zu "Tintenherz", erscheint nun in den Kinos - die Regie übernahm dabei der britische Regisseur Iain Softley, der zuvor mal schlechtere Filme wie "The Skeleton Key", oder auch mal bessere Filme wie "Die Flügel der Taube" drehte.

Die nun folgende Kritik zum Film ist aus Sicht eines NICHT-Lesers, das heißt, der Film wird nur als solcher bewertet, ohne Parallelen zum Buch zu erstellen und bewerten zu können, wie nah sich der Film an die Vorlage hält. Der Eindruck eines Lesers könnte demnach also abweichend sein.

Um sicherzustellen, dass die Vorlage sich in guten Händen befindet und passend umgesetzt wird, arbeitete Cornelia Funke eng mit dem Drehbuchautoren David Lindsay-Abaire (schreibt auch an "Spider-Man 4") zusammen: "Als Schriftstellerin fand ich diesen Prozess sehr erhellend", sagt sie. „Wenn man sich zu sehr an die Buchvorlage hält, lähmt man die eigene Kreativität. Mir war klar, dass David das Buch schätzt, und deshalb wollte ich ihn ermuntern, sich im Zweifelsfall auch Freiheiten zu erlauben. Ich sagte: ,Folge deinem Gefühl.‘ Und als ich das fertige Skript las, war das ein zauberhafter Moment. Es war sehr spannend, die Story mit den Augen eines anderen Künstlers zu sehen. Das ist das größte Privileg für mich als Geschichtenerzählerin - man bekommt die Gelegenheit, mit vielen ungeheuer begabten Leuten zu arbeiten, um meine Geschichte auf neue Art zu erzählen. Welch ein Erlebnis!" Jede Änderung wurde also gestattet und für gut befunden - ob das die Fans auch so sehen lässt sich als nicht-Leser hier aber schwer einschätzen. Festhalten kann man aber, dass "Tintenherz" eine nette Fantasystory erzählt, die auch Nichtkennern des Buches gefallen wird und verständlich erklärt wird. Sie erreicht zwar nicht die epischen Ausmaße anderer Genrevertreter wie "Sternwanderer" oder die Spannung und Klasse eines "Harry Potter", macht aber auch nichts, denn besser erzählt und umgesetzt als Filme wie "Eragon" und "Der Goldene Kompass" ist "Tintenherz" trotzdem. Gut vergleichen lässt sich der Film auch mit dem diesjährigen "Spiderwicks", denn auch dort entstammten Fabelwesen einem Buch und machten nun die reale Welt unsicher. Im direkten Vergleich zieht "Tintenherz" aber den Kürzeren, denn auch "Spiderwicks" erreichte einen temporeicheren Erzählfluss und fesselte mit mehr Spannung. Soll nicht heißen, dass "Tintenherz" schlecht sei, aber es ist eben auch nicht perfekt in der Hinsicht. Was die Spezialeffekte angeht merkt man dem Film teilweise an, dass er ein etwas bescheideneres Budget als manch anderer Genrevertreter hatte, trotzdem wirken die Effekte insgesamt ganz gut gelungen.

Brendan Fraser war von vornherein die Wunschbesetzung des Mo, bereits bevor das Drehbuch geschrieben wurde. "Von ,Tintenherz‘ erfuhr ich erstmals, als Cornelia mir ein Exemplar schickte, in das sie geschrieben hatte: ,Vielen Dank dafür, dass du diese Figur inspiriert hast. Hoffentlich kannst du das Buch eines Tages deinen Kindern laut vorlesen und Freude daran haben.‘ Ich fühlte mich derart geschmeichelt, dass mir keine bessere Antwort einfiel, als ihr einfach zu danken. Wir haben uns im Lauf der vergangenen Monate besser kennengelernt, und natürlich fühle ich mich dadurch privilegiert, an der Umsetzung dieser Figur beteiligt zu sein", erzählt Fraser. Fraser mag zwar nicht der beste Schauspieler sein, aber in die Rolle des Mo scheint er tatsächlich gut hineinzupassen und macht seine Sache ganz ordentlich. Auch Eliza Bennett, die seine Tochter Meggie Folchart spielt, hinterlässt einen guten Eindruck. Das das bei Jungschauspielern ganz schnell mal in die Hose gehen kann, hat man beispielsweise bei "Der Goldene Kompass" gesehen, umso erfreulicher, dass Bennett gut schauspielern kann. Hervorheben muss man aber ganz eindeutig Oscar-Preisträgerin Helen 'The Queen' Mirren als Tante Elinor Loredan. Sie spielt, wie nicht anders gewohnt, hervorragend und sorgt für die lustigsten Szenen des Films. Ansonsten hat der Film noch Andy Serkis (Gollum aus "Herr der Ringe") als bösen Capricorn, Oscar-Preisträger Jim Broadbent ("Iris") als Autor des Buches im Film, Sienna Guillory ("Eragon") und Paul Bettany ("Sakrileg") als Dustfinger zu bieten.

Fazit: "Tintenherz" ist ein netter kleiner Fantasyfilm, der es zwar nicht mit den ganz großen Genrevertretern aufnehmen kann, trotzdem aber alles andere als schlecht ist und für nette Unterhaltung sorgt. Fans der Bücher werden sicherlich nicht enttäuscht.

Kommentare

Kaspian

geschrieben am 04.12.2009 um 12:27:01

Arschlangweilliges Fantasy"Epos" ja leut ..ich der Narniane.. ja ..was erlaub ich mir überhaupt....

PrinzessinLillifee

geschrieben am 14.12.2009 um 21:18:52

schöner film, durchschnittliche schauspiellsitung, aber okay.
als buchverfilmung eigentlich sehenswert

Dabbld

geschrieben am 16.12.2009 um 16:20:22

Ganz nette Fantasy-Unterhaltung für die ganze Familie. Bietet aber leider kaum Höhepunkte, die zu einer wiederholten Sichtung einladen könnten.

CMFanxD

geschrieben am 20.12.2009 um 15:58:38

Leider kommt der Film bei weitem nicht an das Buch heran. Ganz gut umgesetzt, aber leider auch nichts besonderes. Ich bezweifle auch, dass Tintenblut noch verfilmt wird, obwohl ich das Buch sogar noch besser fand als das erste!

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