Jumper
Inhalt
Anywhere. Anything. Instantly.David Rice (Hayden Christensen) dachte immer, er sei ein ganz gewöhnlicher Typ – bis er durch Zufall entdeckt: Er ist ein "Jumper". Sekundenschnell kann er nach Tokio teleporten, ins Kolosseum nach Rom oder zu den Pyramiden von Gizeh. Seiner Freundin (Rachel Bilson) schenkt er zwanzig Sonnenuntergänge in einer Nacht. Oder er besorgt sich ein paar Millionen aus dem nächsten Banktresor. Doch dann nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Verfolgt von einer Geheimorganisation, den "Paladinen", die Menschen wie ihn auslöschen wollen, verbündet sich David mit einem anderen "Jumper" (Jamie Bell), um den Kampf gegen deren gefährlichen Anführer Roland (Samuel L. Jackson) aufzunehmen. Und David erkennt, dass er die Schlüsselfigur in einem Jahrtausende alten Krieg zwischen den "Jumpern" und den "Paladinen" ist.
Kritik
Nach "Die Bourne Identität" und "Mr. and Mrs. Smith" kehrt Regisseur Doug Liman mit seinem neuen Projekt "Jumper" zurück. Auch diesmal bleibt er dem Action-Genre treu und legte an Speed noch eine Schippe drauf. Aus finanzieller Sicht ist Jumper bereits jetzt ein Erfolg: Bei Produktionskosten von knapp 85 Millionen Dollar spielte der Film bislang 170 Millionen Dollar weltweit ein, wobei das Ergebnis noch nicht final ist. Ein Nachfolger ist aber bereits beschloßene Sache, was von Anfang an der Wunsch des Teams war, denn "Jumper" endet mit vielen offenen Fragen.
Wie der Name schon verrät ist die Fähigkeit der Jumper das teleportieren, allerdings in einer verdammt coolen Form. Ähnlich wie der Nightcrawler aus "X-Men 2" springen Hayden Christensen und weitere Jumper im Film von Ort zu Ort, hierbei sind aber in Sachen Entfernung keine Grenzen gesetzt. So teleportiert sich Christensen täglich von einem Kontinent zum nächsten und verbringt die Zeit damit, Spaß am leben zu haben indem er all das tut, worauf er Lust hat. Was ihn von Heroes aus anderen Filmen unterscheidet ist, dass er seine Fähigkeiten nur egoistisch einsetzt und nicht um anderen Menschen zu helfen. So sieht er beispielsweise im Fernsehen wie Menschen in Überschwemmungsgebieten hilflos auf sich allein gestellt sind weil die Rettungskräfte nicht an sie ran können, teleportiert sich aber lieber zum Kühlschrank oder zum Vergügen nach draußen. Auch vor kriminellen Handlungen schreckt er nicht zurück und raubt wenn er Geld braucht einfach Banken aus. Ganz nach dem Motto: Alles worauf er Lust hat, Grenzen gibt es keine. Genau das war es, was Regisseur Liman besonders an der Geschichte gefiehl:
"Was mir an David Goyers Drehbuch am besten gefallen hat, war, dass es von jemandem handelte, der Superkräfte erlangt und nichts besseres zu tun hat, als mit ihnen erstmal eine Bank auszurauben. Das fand ich erfrischend ehrlich“, sagt Doug Liman. "So etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen und als Regisseur, dem Charakterzeichnung extrem wichtig ist, weckte es sofort mein Interesse. Ich war natürlich auch ganz angetan davon, was ich mir zu dem Thema alles Verrücktes einfallen lassen konnte. Nach zwei Actionfilmen hintereinander kamen mir diese zutiefst menschlichen, komplexen Figuren gerade recht."
Wie das Teleportieren im Film umgesetzt wurde ist wirklich erstklassig gelungen. Dabei mangelt es weder an Quantität noch an Qualität, effekttechnisch wurde hierbei sehr gute Arbeit geleistet, die Orte zu denen sich Hayden Christensen teleportiert sind abwechslungsreich und machen gute Laune und vor allem wenn die Fähigkeit in Action-Szenen eingesetzt wird, so dass sich Kämpfe und Verfolgungsjagten über mehrere Kontinente erstrecken, sieht unglaublich gut aus und wurde so noch nie gesehen.
Jumper basiert auf einen Sci-Fi-Roman von Autor Steven Gould und wurde von den Drehbuchautoren David S. Goyer ("Batman Begins", "Blade"), Jim Uhls ("Fight Club") und Simon Kinberg ("Mr. & Mrs. Smith"," X-Men – Der letzte Widerstand") adaptiert. Hier zeigt sich leider aber eine Schwäche von "Jumper", nämlich die Story. So cool das teleportieren im Film auch ist, storytechnisch reißt der Film keinen so richtig vom Hocker und mit der Zeit schaut man sich die Szenen zwar nicht gelangweilt, aber auch nicht mitgerissen an. Sie gehen einfach am Zuschauer vorbei. Dabei ist das Problem zum einen, dass viele Hintergrund Informationen fehlen, die mehr zu den Jumpern oder vor allem den Paladinen erläutern, aber schlimmer ist, dass man unbedingt eine Love-Story in den Film einbauen musste. Statt dass man sich einfach auf den Konflikt zwischen Jumper und Paladine konzentriert, wird, typisch Hollywood, eine etwas unglaubwürdige, uninteressante Liebesgeschichte zwanghaft in den Film hineingepresst, die hier nicht unbedingt hätte sein müssen.
Hayden Christensen gibt in "Jumper" eine solide Leistung ab, wird in seiner Rolle aber auch nicht sonderlich gefordert. Dass er zu weitaus mehr fähig ist, hat er in der Vergangenheit schon oft bewiesen und wird es in Zukunft sicherlich auch noch tun. Für seine Rolle als David Rice war eigentlich Rapper Eminem vorgesehen, was glücklicherweise nicht zustande kam. Christensen übernahm die Rolle, nachdem Regisseur Doug Liman und er sich trafen und Christensen sein Interesse kund tat. Samuel L. Jackson liefert mal wieder eine gewohnt ordentliche Performance ab, die für Jumper völlig ausreichend ist. In weiteren kleinen Nebenrollen sind zudem noch Diane Lane ("Untreu") und Jamie Bell ("Billy Elliot") zu sehen. Lanes Rolle war allerdings kaum der Rede wert da sie nur einen sehr kurzen Auftritt hat, was sich im kommenden Nachfolger allerdings ändern wird.
Fazit: "Jumper" ist durchschnittliches Popcorn-Kino für zwischendurch. Die Power wurde zwar sehr gut umgesetzt, dafür hapert es in Sachen Story und darin, den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Die Geschichte bietet aber noch viel Potential, das sich möglicherweise noch im Nachfolger ausbauen wird, so dass man "Jumper" als Einleitung sehen kann für einen hoffentlich besseren Nachfolger.
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Regisseur
Schauspieler
Hayden Christensen, Samuel L. Jackson, Rachel Bilson, Diane Lane, Jamie Bell, Michael Rooker, AnnaSophia Robb, Max Thieriot, Jesse James, Tom Hulce, Kristen Stewart, Teddy Dunn, Barbara Garrick, Tony Nappo, Shawn Roberts



Nightwalker / 28.03.2008 13:11:45
Actionreich. Gute Darsteller. Ein paar kleine Nebenhandlungen die ok sind. Hauptstory ist auch ok. Effekte sind gut. Schausplätze sind Top. Schnitte nerven manchmal...
8,5/10
4 Sternen
Kaspian / 29.03.2008 23:21:05
Hat mir jetzt nich ganz sogut gefallen..ich hätte gern no mehr von seinen ersten Ausflügen und so gesehen....aber wenns der Auftakt zu einer Trilogy war...dann kann man scho lassen...
4 Sternen
mye / 03.04.2008 11:08:43
ich fand den ganz mies, habe mich regelrecht gelangweilt, weil es nach dem dritten jump dann auch nicht mehr cool, sondern einfach nur immer wieder dasselbe war... und auch wenn es fortsetzungen geben wird, einen ersten film zu drehen, der eigentlich überhaupt keine story hat, kann für mich nicht gut sein
2 Sternen
CReber / 04.04.2008 20:55:14
Also ich fand den sehr gut!
6 Sternen
mye / 04.04.2008 21:19:32
hey creber, was hat dir denn gefallen an jumper?
2 Sternen
miamimontana / 07.04.2008 03:53:27
Also für mich war das ein ganz schlechter Film. Von den effekten her einfach top! aber das reisst für mich auf keinen fall den mangel der story wieder raus. Der Film ist teilweise extrem unlogisch. Nicht bezogen auf schlüssigkeit der szenen sondern auf entstehen mancher szenen un ddas ist mir persönlich wichtiger als effekte. EIn paar Beispiele was ich meine:
1. Die Jumpen doch in der öffentlichkeit (Flughäfen, Bibliotheken, Empire State Building...) und es gibt sie seit dem Mittelalter. Komisch dass das Ganze nicht schon längst an die öffentlichkeit geraten ist und immer noch so ein geheimnis ist. Sorry aber einfach lächerlich!!
2. Die Paladine tauchen einfach auf. z.B. im Kolosseum: Auf einmal sind sie im abgesperrten berreich. Frage: Wie sind sie da hin gekommen und woher wussten sie, dass die im Kolosseum sind? Eine kurze Zwischenszene hätte ja gereicht...
3. Da es sich bei den Paladinen um normale menschliche Wesen handelt...WARUM UM HIMMELS WILLEN BENUTZEN DIE JUMPER KEINE SCHUSSWAFFEN????? Klar, dann würde der Film an "Spannung" verlieren aber dann muss sich der Autor was einfallen lassen (und wenn es schusssichere Westen sind, die die paladine tragen, aber irgendwas!!)
....
und so könnte es weiter gehen..
naja und da der film in der heutigen zeit spielt, wären punkt 1. und 3. durchaus logisch!
Ich hasse unlogische filme! :-)
ach ja und dass die touristen den jumper, der auf dem kopf der sphinx ein picknick macht, nicht sehen..?? einfach lächerlich..
2 Sternen
Xylon / 11.04.2008 13:12:42
Naja stimmt schon.... die story war etwas fad.. trotzdem fand ich ihn gut. Tolle Effekte, gute schauplätze...
Soo lächerlich war der Film gar nicht.
Gruß, Xylon
4 Sternen
Steffen / 11.04.2008 13:34:22
@miamim...
zu 1. Kann schon sein, dass sich das im geheimen hält, die jumper sind und waren vielleicht schon immer so vernünftig, das nicht an die große glocke zu hängen.
zu 3. Weil die jumper vielleicht nicht gewalttätig sind und die Paladine nicht töten wollen. Für mich sah es so aus, als ob die Paladine die gewalttäter sind und die jumper einfach nur ausrotten wollen, weil sie "neidisch" sind.
zu 2. Keine Ahnung :-D
Vielleicht ist ja gerade keine Touristensaisson, so dass ihn niemand sehen konnte? :-D
Ich fand den Film ganz unterhaltsam, wobei man sicherlich mehr hätte daraus machen können, aber die Effekte waren schon recht cool
4 Sternen
Zoidberg / 28.04.2008 11:08:00
Hatte mich nach dem Trailer schon drau gefreut und wurde derbe entäuscht, die Actionszenen waren gut aber das war auch schon alles. Von der Story her absoluter Müll, keine richtigen erklärungen was und wieso. Hätte man viel besser machen können da die Idee nciht schlecht ist.
3 Sternen