Jumper (2008)
Handlung
Anywhere. Anything. Instantly.
David Rice (Hayden Christensen) dachte immer, er sei ein ganz gewöhnlicher Typ – bis er durch Zufall entdeckt: Er ist ein "Jumper". Sekundenschnell kann er nach Tokio teleporten, ins Kolosseum nach Rom oder zu den Pyramiden von Gizeh. Seiner Freundin (Rachel Bilson) schenkt er zwanzig Sonnenuntergänge in einer Nacht. Oder er besorgt sich ein paar Millionen aus dem nächsten Banktresor. Doch dann nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Verfolgt von einer Geheimorganisation, den "Paladinen", die Menschen wie ihn auslöschen wollen, verbündet sich David mit einem anderen "Jumper" (Jamie Bell), um den Kampf gegen deren gefährlichen Anführer Roland (Samuel L. Jackson) aufzunehmen. Und David erkennt, dass er die Schlüsselfigur in einem Jahrtausende alten Krieg zwischen den "Jumpern" und den "Paladinen" ist.
Besetzung / Stab
Regie
Kritik
Nach "Die Bourne Identität" und "Mr. and Mrs. Smith" kehrt Regisseur Doug Liman mit seinem neuen Projekt "Jumper" zurück. Auch diesmal bleibt er dem Action-Genre treu und legte an Speed noch eine Schippe drauf. Aus finanzieller Sicht ist Jumper bereits jetzt ein Erfolg: Bei Produktionskosten von knapp 85 Millionen Dollar spielte der Film bislang 170 Millionen Dollar weltweit ein, wobei das Ergebnis noch nicht final ist. Ein Nachfolger ist aber bereits beschloßene Sache, was von Anfang an der Wunsch des Teams war, denn "Jumper" endet mit vielen offenen Fragen.
Wie der Name schon verrät ist die Fähigkeit der Jumper das teleportieren, allerdings in einer verdammt coolen Form. Ähnlich wie der Nightcrawler aus "X-Men 2" springen Hayden Christensen und weitere Jumper im Film von Ort zu Ort, hierbei sind aber in Sachen Entfernung keine Grenzen gesetzt. So teleportiert sich Christensen täglich von einem Kontinent zum nächsten und verbringt die Zeit damit, Spaß am leben zu haben indem er all das tut, worauf er Lust hat. Was ihn von Heroes aus anderen Filmen unterscheidet ist, dass er seine Fähigkeiten nur egoistisch einsetzt und nicht um anderen Menschen zu helfen. So sieht er beispielsweise im Fernsehen wie Menschen in Überschwemmungsgebieten hilflos auf sich allein gestellt sind weil die Rettungskräfte nicht an sie ran können, teleportiert sich aber lieber zum Kühlschrank oder zum Vergügen nach draußen. Auch vor kriminellen Handlungen schreckt er nicht zurück und raubt wenn er Geld braucht einfach Banken aus. Ganz nach dem Motto: Alles worauf er Lust hat, Grenzen gibt es keine. Genau das war es, was Regisseur Liman besonders an der Geschichte gefiehl:
"Was mir an David Goyers Drehbuch am besten gefallen hat, war, dass es von jemandem handelte, der Superkräfte erlangt und nichts besseres zu tun hat, als mit ihnen erstmal eine Bank auszurauben. Das fand ich erfrischend ehrlich“, sagt Doug Liman. "So etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen und als Regisseur, dem Charakterzeichnung extrem wichtig ist, weckte es sofort mein Interesse. Ich war natürlich auch ganz angetan davon, was ich mir zu dem Thema alles Verrücktes einfallen lassen konnte. Nach zwei Actionfilmen hintereinander kamen mir diese zutiefst menschlichen, komplexen Figuren gerade recht."
Wie das Teleportieren im Film umgesetzt wurde ist wirklich erstklassig gelungen. Dabei mangelt es weder an Quantität noch an Qualität, effekttechnisch wurde hierbei sehr gute Arbeit geleistet, die Orte zu denen sich Hayden Christensen teleportiert sind abwechslungsreich und machen gute Laune und vor allem wenn die Fähigkeit in Action-Szenen eingesetzt wird, so dass sich Kämpfe und Verfolgungsjagten über mehrere Kontinente erstrecken, sieht unglaublich gut aus und wurde so noch nie gesehen.
Jumper basiert auf einen Sci-Fi-Roman von Autor Steven Gould und wurde von den Drehbuchautoren David S. Goyer ("Batman Begins", "Blade"), Jim Uhls ("Fight Club") und Simon Kinberg ("Mr. & Mrs. Smith"," X-Men – Der letzte Widerstand") adaptiert. Hier zeigt sich leider aber eine Schwäche von "Jumper", nämlich die Story. So cool das teleportieren im Film auch ist, storytechnisch reißt der Film keinen so richtig vom Hocker und mit der Zeit schaut man sich die Szenen zwar nicht gelangweilt, aber auch nicht mitgerissen an. Sie gehen einfach am Zuschauer vorbei. Dabei ist das Problem zum einen, dass viele Hintergrund Informationen fehlen, die mehr zu den Jumpern oder vor allem den Paladinen erläutern, aber schlimmer ist, dass man unbedingt eine Love-Story in den Film einbauen musste. Statt dass man sich einfach auf den Konflikt zwischen Jumper und Paladine konzentriert, wird, typisch Hollywood, eine etwas unglaubwürdige, uninteressante Liebesgeschichte zwanghaft in den Film hineingepresst, die hier nicht unbedingt hätte sein müssen.
Hayden Christensen gibt in "Jumper" eine solide Leistung ab, wird in seiner Rolle aber auch nicht sonderlich gefordert. Dass er zu weitaus mehr fähig ist, hat er in der Vergangenheit schon oft bewiesen und wird es in Zukunft sicherlich auch noch tun. Für seine Rolle als David Rice war eigentlich Rapper Eminem vorgesehen, was glücklicherweise nicht zustande kam. Christensen übernahm die Rolle, nachdem Regisseur Doug Liman und er sich trafen und Christensen sein Interesse kund tat. Samuel L. Jackson liefert mal wieder eine gewohnt ordentliche Performance ab, die für Jumper völlig ausreichend ist. In weiteren kleinen Nebenrollen sind zudem noch Diane Lane ("Untreu") und Jamie Bell ("Billy Elliot") zu sehen. Lanes Rolle war allerdings kaum der Rede wert da sie nur einen sehr kurzen Auftritt hat, was sich im kommenden Nachfolger allerdings ändern wird.
Fazit: "Jumper" ist durchschnittliches Popcorn-Kino für zwischendurch. Die Power wurde zwar sehr gut umgesetzt, dafür hapert es in Sachen Story und darin, den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Die Geschichte bietet aber noch viel Potential, das sich möglicherweise noch im Nachfolger ausbauen wird, so dass man "Jumper" als Einleitung sehen kann für einen hoffentlich besseren Nachfolger.

Kommentare
TDurden
geschrieben am 04.12.2009 um 18:05:56
ich war sehr überrascht von dem film. er hat mir sehr gut gefallen. Darth Vader bzs Christensen hat gut gespielt und Jackson war wie gewohnt klasse.
Kaspian
geschrieben am 04.12.2009 um 18:09:18
Man hat das ganze Thema bissel verhunzt.. man hätte viel mehr drauß machen können.. da ich noch nichts von nem angeblichen 2. Teil hörte.. gehe mal davon aus das er für die Studios auch ein finanzieller Flop war.
TDurden
geschrieben am 04.12.2009 um 18:12:46
da hast du auch wieder recht. man hätte mehr aktionen zeigen können die man mit der fähigkeit anstellen kann.
bea
geschrieben am 04.12.2009 um 18:45:49
ich fand den film ganz unterhaltsam und im grossen ganzen joa ganz ok :D
duffman
geschrieben am 05.12.2009 um 16:39:25
Nach ein paar Sprüngen wird der Film recht langweilig.
Aber man kann ihn sich einmal ansehen...
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