Verfasst von Sebastian Stumbek am 16.08.08 20:14:00 - 4 Kommentare

Awake

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.5/6 Sterne.
Leserwertung (16): 3.5 / 6

Land USA

Genre Crime, Drama, Thriller

Laufzeit: 84

Jahr 2007

Webseite
Trailer

Kinostart: 01.12.2008
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Inhalt

Jessica Alba, Hayden Christensen und Terrence Howard im neuen Thriller "Awake".

Das muss ungefähr das Schlimmste sein, was einem im Krankenhaus passieren kann: Die Narkose schlägt zunächst an, dann aber fehl. Das Gehirn ist wach, der Körper gelähmt und der Patient bekommt jeden Skalpellschnitt mit, ohne sich irgendwie bemerkbar machen zu können. So ergeht es Clay - und es wird nicht besser! Denn dem unbefangenen Tratsch des OP-Teams entnimmt er, dass in seinem Leben wohl noch einiges mehr schief läuft - ergo, dass er auch ohne sein schwaches Herz wahrscheinlich nicht alt geworden wäre. Denn der sozial engagierte, gut situierte Unternehmer ist augenscheinlich doch nicht so beliebt, wie er glaubte. Während Clay also im ultimativen Horrorzustand sein Leben gedanklich neu sortiert, liegt sein Geschick in den Händen der Liebsten, seiner charmanten Verlobten (Jessica Alba), seiner besitzergreifenden Mutter (Lena Olin) und seines besten Freundes, der ihm schon einmal das Leben rettete und den er als Herzchirurg dem von seiner Mutter empfohlenen Arzt vorzieht (obwohl dessen Hände sogar schon „in Präsidenten gesteckt haben").

Kritik

Mit dem Thriller "Awake" liefert Regisseur Joby Harold den ersten Film seiner Karriere ab und übernahm neben der Regie zugleich auch das Schreiben des Drehbuchs. Der Film behandelt das reale Problem, dass es in durchschnittlich einem von 700 Fällen dazu kommt, dass man während einer Vollnarkose trotzdem bei vollem Bewußtsein bleibt. Alptraumhafte Vorstellung, und in genau solch einer Situation befindet sich Hayden Christensen während einer Herztransplantation (die übrigens verdammt real ausschaut und den einen oder anderen möglicherweise etwas abstoßen könnte, wenn man sieht, wie der Brustkorb geöffnet wird und darin rumgefummelt wird). Damit nicht genug, denn während er sich in Vollnarkose befindet und operiert wird, einer Situation aus der er nicht mehr entkommen kann, wird er zugleich auch noch (akustisch) Zeuge eines großen Komplotts. Wie kommt er nun aus der Situation raus? Wie kann er jemanden benachrichtigen bevor alles zu spät ist? Wer ist Freund, wer ist Freind? Darum geht es in "Awake".

Die Prämisse der Story klingt insgesamt sehr interessant. Problem ist nur, dass der Fluß des Films immer wieder durch zahlreiche langweilige, überflüssige Rückblenden auf Christensens Leben und seine Beziehung gestört wird. Dadurch wird man immer wieder aus dem Geschehen unfreiwillig herausgerissen und kommt sich vor, als würde man ein Familienalbum durchblättern. Aber auch sonst kommt der Film oft nur langsam vorwärts, was bei einem Thriller sehr schade ist. Positiv anzumerken ist aber, dass die Story einige Überraschungen bereithält, die gut hineinplaziert wurden und sehr gut gelungen sind.

Schauspielerisch kann vor allem Terrence Howard ("L.A. Crash") als Arzt und guter Freund von Clay überzeugen. Auch Lena Olin ("Alias") als besorgte Mutter liefert eine durchwegs positive Performance ab, wie man es von ihr auch meistens gewohnt ist. Hayden Christensen ("Star Wars") und selbst Jessica Alba ("The Eye") ragen schauspielerisch zwar nicht heraus, machen ihre Sache aber ganz ordentlich. Wieso Alba für "Awake" aber gleich für zwei Goldene Himbeeren nominiert wurde (darunter auch für das schlechteste Filmduo zusammen mit Hayden Christensen) bleibt trotzdem ein Rätsel und unberechtigt - und wird wahrscheinlich einzig schon nur noch deswegen gemacht, weil es Alba ist. Die Frau mag keine gute Schauspielerin sein, aber man kann es auch übertreiben.

Aufgrund des ausbleibenden Erfolgs, der Film spielte in den USA nämlich gerade einmal knapp über 14 Millionen Dollar ein, wird Awake bei uns nicht im Kino erscheinen, sondern direkt auf DVD veröffentlicht, nämlich im Dezember 2008.

Fazit: "Awake" ist trotz interessanter Story leider nicht so spannend, wie man es sich vielleicht erhofft hatte. Dazu stören die vielen unnötigen Rückblenden und der zu langsame Erzählfluß einfach zu sehr. Wer die Erwartungen aber etwas runter schraubt, kann damit trotzdem etwas Spaß haben, denn schlecht ist der Film nun auch nicht unbedingt - einfach durchschnittliche Thrillerkost für zwischendurch, und für einen DVD-Abend ausreichend.

Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. Dabbld

    Dabbld / 18.08.2008 00:56:04

    Ist mir noch zu gut weggekommen im Review... einfach nur langweilig der Streifen und schauspielerisch auch nicht gerade eine Offenbarung.


    1 Sternen

  2. gangsta4life

    gangsta4life / 18.08.2008 04:04:33

    Fand den Film gar nicht mal so schlecht, kann man sich auf jeden Fall anschauen


    4 Sternen

  3. Veremar

    Veremar / 14.10.2008 16:14:55

    Fand den Film ganz gut, spannend, gute Twists...


    4 Sternen

  4. mye

    mye / 04.11.2008 01:28:47

    habe den trailer gerade erst vor paar tagen mal wieder gesehen und fand den eigentlich recht ordentlich, auch wenn meine meinung vorher nicht so gut war hinsichtlich awake... nun, mal schauen


    nicht bewertet


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