Schwerter des Königs - Dungeon Siege
In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale
Inhalt
Die nächste Videospiel-Verfilmung von Uwe BollDüstere Zeiten sind angebrochen im Königreichtum Ehb. Der böse Zauberer Gallian hat die Krugs, eine grausame und unerbittliche Kaste von animalischen Kriegern, losgeschickt, um das Land zu plündern und zu brandschatzen.
Farmer (Jason Statham) , ein einfacher Bauer, steht vor den Trümmern seiner Existenz, als die Krugs durch sein Dorf wüten, seinen Sohn töten und seine wunderschöne Frau Solana (Claire Forlani) verschleppen.
Farmer schwört, nicht mehr zu ruhen, bis er seine Rache bekommen hat. Mit seinem Freund Norick (Ron Perlman) und dem Zauberer Merick (John Rhys-Davies) zieht er los, um seine Frau zu befreien und sein Schicksal herauszufordern... koste es, was es wolle.
Kritik
Ja ja, die Videospiele haben es Uwe Boll angetan. Nach dem Fließbandprinzip kommen neue und immer wieder neue Verfilmungen vom deutschen Regisseur, der in der Medienwelt immer wieder aneckt und dessen Filme nicht selten die Negativst-Wertung erhalten. Wir konnten allerdings einen höflichen und durchweg freundlichen Uwe Boll erleben, als wir erst kürzlich ein Interview mit ihm führten.Nichtsdestotrotz, sein neuer Film Schwerter des Königs kann leider nur auf ganzer Länge enttäuschen. Da beginnt der Streifen gar nicht so übel, kann sogar einige nette Szenen vorbringen, so zum Beispiel die Szene kurz vor dem Tod des Jungen, die dann allerdings regietechnisch nicht zu Genüge ausgereizt wurde; da wäre mehr drin gewesen. Und doch muss an dieser Stelle dann auch gleich einer der größten Kritikpunkte genannt werden: wo ist die Emotionalität geblieben? Da waren ja weitaus mehr Emotionen in Spielbergs München gewesen, der in dieser Hinsicht schon immens enttäuschte. Auch wenn die Story alles andere als originell ist in Dungeon Siege, zumindest bietet sie Raum, um so richtig auf die Tränendrüse zu drücken, ordentlich Dramatik rein zu bringen, den Film etwas anspruchsvoller erscheinen zu lassen. Aber all das gelingt eben nicht.
Dann die Darsteller. Wow, was für ein Cast. In der Hauptrolle der aus dem genialen Crank bekannte Jason Statham. Nun, was soll man sagen. Die Rolle ist falsch besetzt. Er ist ein cooler Darsteller und war beispielsweise perfekt für die Rolle in Crank geeignet. Aber in Bolls Film passt er irgendwie nicht. Klar, auch hier wird natürlich viel auf Actionszenen gesetzt, dennoch wirkte Statham zwischen all den Ork-ähnlichen Kreaturen fehl am platz.
Dann war da noch Oberbösewicht Ray Liotta, der viel zu viel in sein Mimikspiel investiert hat, um ganz besonders böse zu wirken, hatte ich das Gefühl. Schon im Trailer wirkte das übertrieben, äußerst künstlich und daher nur dämlich. Nun, das hat sich dann während des gesamten Films nur bestätigt.
Weitere bekannte Namen: John Rhys-Davies, Burt Reynolds, Ron Perlman, Claire Forlani, Kristanna Loken.
Und mit Herr der Ringe kann man eh nicht konkurrieren. Das hab ich auch gar nicht versucht. Die erste Drehbuch-Fassung war zu sehr wie Herr der Ringe - und dann haben wir das sehr konkret gemacht und Jason Stathams Rolle mehr ausgearbeitet - er macht ja die Action auch selber - Uwe Boll
Der Film ist eben schlichtweg langweilig. So simpel, wenn auch hart, ist die Antwort, sollte sich jemand fragen, warum der Film so schlecht bewertet wurde. Spätestens nach einer halben Stunde hatte ich genug und wäre auch, wenn ich mir den Film rein freizeitlich angeschaut hätte, aus dem Kino gegangen... sehr wahrscheinlich zumindest. Und sind wir mal ganz ehrlich: im Endeffekt ist es eben doch nur ein wirklich müder Abklatsch des alles überragenden Herr der Ringe, ich meine, allein die bösen Viecher hier sahen den Orks schon ziemlich ähnlich. Dann noch der Elbenersatz. Also wirklich, diese Szenen waren lächerlich. Da schweben irgendwelche Waldmenschen geradezu ästhetisch in einem Blättermeer aus den Baumkronen. Sah einfach nicht gut aus.
Allein das Finale kann sich dann wieder einigermaßen sehen lassen. Aber als es dann wirklich gut zu werden scheint, ist es auch schon vorbei. Der Magie-Aspekt hätte weiter ausgeführt werden müssen, denn die Effekte waren zum Teil nicht übel und was Liotta da fabriziert hat, das konnte sich nun wirklich sehen lassen.
Fazit: Postal hatte mir teilweise gut gefallen und auf Seed freue ich mich als Horrorfilmfan so oder so... Dungeon Siege aber konnte leider nicht überzeugen, nicht einmal länger als maximal 30 Minuten unterhalten. Schade, denn sowohl das Budget als auch der Cast können sich sehen lassen. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen.
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Regisseur
Schauspieler
Jason Statham, Ray Liotta, John Rhys-Davies, Matthew Lillard, Leelee Sobieski, Burt Reynolds, Ron Perlman, Claire Forlani, Kristanna Loken, Brian J. White



Tyler / 01.12.2007 11:20:29
wirklich miserabler film, da hätte man soviel mehr draus machen können, und ich hatte so große hoffnungen in Boll, war das doch mein erster Boll :-)
wie der es schafft so einen cast aufzutreiben ist mir echt schleierhaft, aber dann nix draus macht, ist wohl das viel größere mysterium
1 Sternen
silab / 01.12.2007 11:21:48
voll und ganz deiner meinung Tyler
1 Sternen
mye / 09.12.2007 14:17:10
ich kann nur zustimmen: langeweile pur, ein film, bei dem man trotz bezahltem kinogeld auch wieder raus gehen würde/ könnte/ dürfte/ MÜSSTE ;-)
1 Sternen
Zoidberg / 01.07.2008 11:36:32
Ich hab wirklich noch nicht viele Filme vorzeitig ausgemacht, aber der hats geschafft. Echt schlechter Film.
1 Sternen