Verfasst von Steffen Scharer am 04.03.07 12:22:00 - 6 Kommentare

Michael Clayton

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (12): 3.83 / 6

Land USA

Genre Drama, Thriller

Laufzeit: 120

Jahr 2007

Webseite

Kinostart: 28.02.2008
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Inhalt

Der hochkarätigst besetzte Thriller entstammt der Feder des Erfolgsautors Tony Gilroy, der mit "Die Bourne Identität", "Die Bourne Verschwörung" und zuletzt "Das Bourne Ultimatum" weltweite Kinoblockbuster geschaffen hat und mit "Michael Clayton" sein Regiedebüt gibt.

Es sind die schlimmsten Tage seiner Karriere. Der ehemalige Staatsanwalt Michael Clayton (George Clooney) bereinigt die persönlichen Probleme der Klienten einer New Yorker Anwaltskanzlei. Sein brillanter Kollege Arthur Edens (Tom Wilkinson) soll für einen internationalen Chemikalienhersteller eine Milliarden-Dollar-Klage abwenden. Doch statt den Interessen des Großklienten bedingungslos zu folgen kommen Edens Zweifel an dessen Unschuld und er sabotiert den Fall. Michael Clayton wird beauftragt, die drohende Katastrophe abzuwenden. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem sich Clayton der größten Herausforderung seiner Karriere stellen muss....

Kritik

Nominiert für 7 Oscars, da könnte man einen wirklich spannenden, krachenden Thriller erwarten, der für etwa 2 Stunden spannende Unterhaltung bietet. Könnte. Nicht nur, dass "Michael Clayton" einer der unspektakulärsten und langweiligsten Filme ist, der sich "Thriller" schimpfen darf, nein, ich frage mich auch allen ernstes, warum in aller Welt "Michael Clayton" für die Oscars in den Königskategorien (Beste Regie und Bester Film) nominiert wurde.
An George Clooney liegt es sicherlich nicht. Er holt aus seiner Rolle das beste heraus, was man heraus holen kann und überzeugt in der Rolle eines angeschlagenen Anwalts.

An Tom Wilkinson liegt es auch nicht. Auch er spielt, wenn auch insgesamt nur kurz, seine Rolle des brillianten Anwalts, der plötzlich total durchdreht und irre wird überaus glaubwürdig, wofür er auch zurecht mit einer Nominierung für einen Academy Award gewürdigt wurde. Tilda Swinton? Auch nicht. Sie gesellt sich überzeugend zu ihren männlichen Kollegen.

Eher liegt es an Regisseurneuling und Autor Tony Gilroy (schrieb die Drehbücher zu den Bourne-Filmen) und seiner holprigen Erzählweise. Auf der einen Seite versucht er eine Charakterstudie eines Anwalts, der, klischeehafter geht es kaum, mit Spielsucht, Scheidung und einem leicht gestörten Verhältnis zu seinem Sohn zu kämpfen hat. Immer wieder werden dahingehend Szenen mit seinem Sprößling eingestreut und eine weitere Nebenhandlung angerissen, in der es um eine Bar geht, durch die Clayton sich überschuldet hat. Eine wirkliche Auflösung dieser Probleme bleibt der Film schuldig. Auf der anderen Seite steht der Justizthriller, in dem Clayton versucht, eine Milliardenklage gegen einen Chemikonzern abzuwenden, da der eigentliche Anwalt Arthur Eden (Tom Wilkinson) wie erwähnt durchdreht und wirres Zeug redet. Und hier holpert der Film gewaltig. Jede Gerichtsserie, bietet dabei mehr Unterhaltung und Spannung, als "Michael Clayton". Viele Längen ziehen den Film fast unendlich hin. Wenn dann doch Details zur Klage durch Clayton nach und nach aufgedeckt werden, und sich heraus stellt, dass hinter Edens wirrem Gerede doch etwas steckt, treten doch hin und wieder kleine Spannungsspitzen auf, werden aber gleich wieder durch Vorhersehbarkeit und unspektakuläre Handlungsweisen abgeflacht. Auch die Auflösung des Hauptplots hätte man sicherlich spannender gestalten können. Was bleibt, ist eine gelungene Charakterstudie mit einem genialen Cast.

Fazit: Missglückter Versuch eine Charakterstudie mit einem Gerichtsthriller zu kombinieren. Zu wenig passiert, als dass man sich knappe zwei Stunden fesseln lassen kann und unterhalten wird. Schauspielerisch kann man dem Film nichts nachsagen. Alle Protagonisten geben eine glaubwürdige und überzeugende Leistung ab und wurden zu Recht für die Oscars nominiert. Allerdings muß Tony Gilroy über das Regiehandwerk noch einiges lernen.

Jetzt kommentieren? / 6 Kommentare

  1. Steffen

    Steffen / 29.02.2008 07:15:22

    Boah, so ein langweiliger Mist!
    Ich kanns nicht fassen, dass man sowas für den Oscar als besten Film auch nur nominiert! Und Wilkinson für die Nebenrolle? Den hat man ja nur insgesamt vielleicht 10 Minuten gesehen. Sehr schwach.


    2 Sternen

  2. Xylon

    Xylon / 03.03.2008 15:07:13

    Ich schließ mich voll an!
    Sowas von langweilig und verworren ... tztztz...
    Die schauspielerischen Leistungen von George Clooney sind zwar ok, aber trotzdem dürfig gestaltet. Ich hab auch nicht verstanden worum es eingentlich ging ;)


    3 Sternen

  3. Kaspian

    Kaspian / 09.03.2008 14:49:48

    Hab mir den Film gestern angekuckt...und noch nie gesehen...das soviele Menschen aufeinmal im Kino gepennt haben....Ich hab den Film auch nur ausgehalten, da ich ne Stunde vorher aufgestanden bin....es war 17Uhr.....


    3 Sternen

  4. siBBe

    siBBe / 09.03.2008 18:22:42

    kann auch nicht ganz nachvollziehen wieso der für den besten film eine oscarnominierung bekam


    3 Sternen

  5. Nightwalker

    Nightwalker / 26.03.2008 15:27:39

    Der Film ist irgentwie ein "Naja" Fall. Er ist nicht schlecht. Aber auch nicht richtig gut.

    Jemand der gut gedachte/gemachte Dialoge gerne zuhört wird sich bei diesem Film freuen. Wer nicht, der wird sich zu Tode langweilen.

    7/10 weil die Story, die Schauspieler und die Dialoge sehr gut waren. Action, Spannung kommt aber nicht auf.


    4 Sternen

  6. LeeChaulan

    LeeChaulan / 02.06.2008 00:35:03

    Leute es ging meiner Meinung nach um nen Oscar für beste Nebendarstellerin gäh
    Ja der Film war eben anstrengend - Ich überlege gerne mit und versuche Zusammenhänge zu verstehn. Das war einer der Filme nachdem man sich danach in der Stadt nach unterhalten kann.

    - Tolle Charakter
    - Tolle Atmosphären


    5 Sternen


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