Verfasst von Thorsten Meiritz am 26.04.07 03:22:18 - 4 Kommentare

Spider-Man 2

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.0/6 Sterne.
Leserwertung (18): 4.0 / 6

Land USA

Genre Action, Fantasy, Thriller

Laufzeit: 122

Jahr 2004


Kinostart: 08.07.2004
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Inhalt

Spidey kehrt zurück auf die große Kinoleinwand.

Spider-Man alias Peter Parker (Tobey Maguire) macht sich Tag für Tag aufs Neue auf Verbrecherjagd. Darunter muss sein Privatleben jedoch stark leiden. Er verliert seinen Job, steht in der Universität auf der Kippe und insgeheim verzehrt er sich nach seiner großen Liebe, Mary Jane Watson (Kirsten Dunst), die er ein ums andere Mal enttäuscht. Zu allem Überfluss wird er immer öfters von seinen Superkräften verlassen.
Zur gleichen Zeit plant eines von Peters Idolen, der brillante Wissenschaftler Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) unter der Schirmherrschaft von Oscorp Industries, mittlerweile im Besitz von Harry Osborn (James Franco), ein Bahn brechendes Kernfusionsexperiment. Um es zu kontrollieren entwickelte Octavius eigens vier intelligente mechanische Arme, die er mit seinem Körper vereint. Doch das Experiment geht schief und Spider-Man kann gerade noch eine Katastrophe verhindern. Das missglückte Experiment bleibt nicht ohne Folgen, denn Octavius geliebte Frau stirbt dabei und er selbst wird untrennbar mit den vier Armen vereinigt – er verwandelt sich dadurch in ein wahnsinniges Alter Ego namens Doc Ock. Er gibt Spider-Man die Schuld an dem missglückten Ausgang des Experiments und will dieses mit allen Mitteln wiederholen.
Als Peter einmal mehr seine Superfähigkeiten verlassen hat er endgültig die Nase voll und hängt seinen Spidey-Suit an den Nagel. Er will einfach wieder Peter Parker sein und er will unbedingt MJ zurückgewinnen, die gerade eingewilligt hat einen Anderen zu heiraten.
Doc Ock benötigt derweil das seltene Tritium um seinen Plan zu verwirklichen. Er schließt mit Harry einen Pakt: Octavius liefert Spider-Man, den Harry für den Tod seines Vaters verantwortlich macht, im Gegenzug für das Tritium. Als Doc Ock MJ entführt erwachen in Peter schließlich die Spinnensinne wieder zum Leben und ein unerbittlicher Kampf entbrennt…

Kritik

Tobey Maguire, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ist zurück. Nachdem er im ersten Teil New York City vom Terror des Grünen Kobolds befreit hat, muss er im zweiten Teil gegen Doc Ock antreten, ein Bösewicht mit vier zusätzlichen intelligenten und höchst gefährlichen mechanischen Armen. Doch Peter hat auch mit sich selbst zu kämpfen, denn er kann sich nicht entscheiden: ist er Spider-Man oder nur Peter Parker, der seine große Liebe Mary Jane endlich für sich Gewinnen will. Seine Zweifel bleiben nicht ohne Folgen, denn mitten im Flug verlassen ihn plötzlich seine Spinnenkräfte. Ihm wird nach und nach immer mehr bewusst, dass er vor einer ernsten Krise steht: opfert er sein Privatleben zum Wohle aller, oder lebt er sein Leben als Peter Parker. Zunächst entscheidet er sich gegen sein Superheldendasein. Er beginnt sich langsam wieder als ganz normaler Mensch zu fühlen und auch seine schulischen Leistungen verbessern sich rapide. Einen gravierenden Nachteil bringt sein neues Leben jedoch mit sich: er muss bei Verbrechen wegsehen und kann nicht mehr jeden Menschen vor Unheil beschützen; aber für seine Liebe ist er bereit dieses Opfer zu bringen. Doch genau diese Liebe wird zum Auslöser für seinen erneuten Auftritt als Spider-Man, denn als MJ entführt wird hat er nur das Ziel vor Augen sie zu retten. Maguire macht wie schon im ersten Teil eine gute Figur im hautengen Spider-Man-Outfit und auch als oftmals sehr unbeholfen wirkender Peter Parker weiß er zu überzeugen. Sein Charakter hat sich im Vergleich zum ersten Teil weiter entwickelt, denn erstmals beginnt Peter an seiner Rolle als Spider-Man zu zweifeln und einen inneren Konflikt auszufechten, ein Konflikt, der im dritten Teil schließlich wesentlich stärker zum tragen kommen soll.

Die Liebe seines Lebens, Mary Jane Watson, wird erneut von Kirsten Dunst verkörpert. Auch ihre Figur hat sich weiterentwickelt. Zwar spürt sie in ihrem Innersten immer noch eine starke Bindung zu Peter, jedoch wendet sie sich nach vielen herben Enttäuschungen von ihm ab und begibt sich in die Arme eines Anderen. Als sie entführt wird, steht ihr einmal mehr Spider-Man zur Seite und schließlich erkennt sie, WER hinter der Maske steckt. Eine Beziehung zwischen den Beiden scheint nicht möglich zu sein und doch entscheidet sich MJ am Ende des Films für Peter, auch wenn sie sich dadurch möglicherweise in Gefahr begibt. Dunst gibt wie schon im ersten Teil eine gute Rolle ab. Sie entpuppt sich allmählich jedoch zu einer "Scream Queen", die stets unter Schreien von dem jeweiligen Bösewicht entführt wird.

Auch Harry Osborn, gespielt von James Franco, hat sich weiter entwickelt. Am Ende des ersten Teils muss er mit ansehen, wie Spider-Man neben dem leblosen Körper seines Vaters steht und hält ihn fälschlicherweise für dessen Mörder. Im zweiten Teil wendet er sich zunächst auch von seinem Freund Peter ab, da er vermutet, dass dieser Spider-Mans Identität kennt und schützt. Als auch er erkennt, dass in Wahrheit Peter hinter der Maske steckt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Am Ende des Films entdeckt er den Kampfanzug und die Waffen seines Vaters – ein neuer Grüner Kobold scheint geboren. Franco überzeugt in seiner Rolle als verbitterter Sohn, der den Tod seines Vaters rächen will und so immer weiter in den Wahnsinn hinab gleitet.
Natürlich sind auch J.K. Simmons als aufbrausender Zeitungschef Jonah Jameson und Tante May, alias Rosemary Harris wieder mit von der Partie.

Neu in der Besetzungsliste ist Charakterdarsteller Alfred Molina, der den charismatischen Bösewicht Doc Ock verkörpert. Allerdings ist er nicht von Beginn an Böse. Im Gegenteil, der brillante Wissenschaftler Dr. Otto Octavius will mit seinem waghalsigen Experiment eigentlich der Menschheit dienen. Durch einen Unfall wird er mit vier intelligenten mechanischen Armen vereinigt, die fortan seinen Willen kontrollieren. So beginnt seine Wandlung zum Bösewicht. Er liefert sich unerbittliche Duelle mit dem freundlichen Wandkrabbler, und am Ende siegt in Octavius letztendlich doch noch das Gute. Diese Rolle mutet einem Schauspieler wie Alfred Molina auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich an, auf den zweiten Blick gibt es jedoch keine bessere Besetzung.

Für die Regie zeichnet einmal mehr Sam Raimi verantwortlich. Geschickt gelingt es ihm erneut eine gute Mischung aus einer interessanten Story, geballter Action und tollen Special Effects zu finden. Dabei erfahren alle zentralen Figuren aus dem ersten Teil eine Weiterentwicklung ihres Charakters. Die tolle Action und zumeist gelungene Special Effects runden das tolle Gesamtbild ab. Zu den Action-Highlights zählen natürlich sämtliche Kämpfe zwischen Spider-Man und Doc Ock, egal ob in einer Bank, oder auf der Spitze eines Wolkenkratzers. Mein persönliches Highlight ist der Kampf der beiden auf einem Zugdach, der beiden Kontrahenten das äußerste abverlangt und Spidey schließlich damit konfrontiert einen rasenden Zug aufzuhalten. Natürlich fehlen auch die phänomenalen Kamerafahrten durch die Straßenschluchten von New York nicht, die unseren Superhelden begleiten. Sicher sind diese bereits aus dem ersten Teil bekannt und doch ist es gelungen sie tricktechnisch noch weiter zu verbessern. Aber Raimi lässt auch nie die Story aus den Augen und ist stets bedacht die menschliche Seite des Helden mit all ihren Problemen, Nöten und Konflikten zu zeigen – einfach eine gelungene Mischung, was durch das Einspielergebnis von weltweit mehr als 780 Millionen US-Dollar untermauert wird.

Die Musik stammt wie schon im ersten Teil aus der Feder von Danny Elfman, der natürlich wieder das Spider-Man Thema aufgreift. Aber auch die Musik hat sich mit den Figuren weiterentwickelt und wurde ideal mit neuen Passagen ergänzt, so dass der Score stets den richtigen Ton trifft und so den Film perfekt untermalt.

Fazit: "Spider-Man 2" ist mit Sicherheit kein simpler Abklatsch des ersten Teils. Alle wichtigen Figuren erfahren eine Weiterentwicklung, die schon einiges für den dritten Teil erahnen lässt. Die tolle Action ist mitreißend und die Effekte sind mit wenigen Ausnahmen gut gelungen. Rasante Kamerafahrten und die ideale musikalische Untermalung vervollständigen das sehr gute Gesamtbild – das macht Lust auf mehr.


Jetzt kommentieren? / 4 Kommentare

  1. stallone

    stallone / 21.12.2007 18:27:59

    fand den ersten teil besser.


    3 Sternen

  2. DocProc

    DocProc / 22.12.2007 11:21:22

    Effektemässig besser als der Erste, aber gesamt nicht.


    3 Sternen

  3. Veremar

    Veremar / 22.12.2007 17:37:15

    Ganz eurer Meinung, bessere Effekte, schlechtere Story


    3 Sternen

  4. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 20.02.2008 11:19:53

    hmm ja der erste war wirklich besser. bin eh kein Doc Oc fan =P


    4 Sternen


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