28 Weeks Later (2007)
Handlung
Der "Wut" - Virus ist wieder da! Das Grauen beginnt von Neuem!
Und wieder einmal entpuppt sich der Mensch als die tödlichste Bestie.
Erinnern Sie sich noch an die unheimliche Stille im entvölkerten London in "28 Days Later"? Sechs Monate nach dem ersten Ausbruch des Killer-Virus "Wut" erklärt die Armee der USA die Krankheit für besiegt und beginnt mit der Neubesiedelung der britischen Insel. Doch unter den Einwanderern in der englischen Metropole ist erneut ein Träger des Virus, die tödliche Krankheit flackert wieder auf - die Apokalypse der Todesepidemie scheint unabwendbar...
Besetzung / Stab
Regie
Bilder
Kritik
2002 veröffentlichte der britische Regisseur Danny Boyle ("The Beach", "Trainspotting") mit "28 Days Later" einen zunächst vielversprechenden Zombie-Film, welcher sich aber für mich als herbe Enttäuschung entpuppte. In der ersten halben Stunde noch atmosphärisch und spannend, wird der Film danach langweilig und schlecht. Danny Boyle musste nun aufgrund zeitlicher Differenzen durch seinen Sci-Fi-Film "Sunshine" beim Nachfolger "28 Weeks Later" auf dem Regiestuhl Platz machen, blieb aber als Produzent an Bord. Regie übernimmt im Sequel nun der Spanier Juan Carlos Fresnadillo ("Psicotaxi", "Intacto"), das Drehbuch stammt wieder einmal von Alex Garland.
Da "28 Days Later" eine derartige Enttäuschung für mich war, war die Überraschung größer, als "28 Weeks Later" sich plötzlich als verdammt guter Film entpuppte. Die Story wird auch gut fortgesetzt und spielt ca ein halbes Jahr nach den Geschehnissen des ersten Teils: Einige Tausend Menschen haben sich in London verschanzt und eine Barriere aufgebaut, so dass diese Zone zunächst sicher ist vor den Zombies, die draußen lauern. Sehr schön ist dabei die Atmosphäre gelungen, welche in Zombie/Horror-Filmen eines der wichtigsten Elemente ist: Der Zuschauer sieht verlassene, Menschenleere Stadtteile, stets herrscht die Ungewißheit, wo der Tot lauert und das erzeugt nunmal Spannung beim Zuschauer. Dabei hat Regisseur Fresnadillo großartige Arbeit geleistet: "28 Weeks Later" lebt von beeindruckenden Bildern und tollen Einstellungen. Treten Zombies im Film auf, wird oft zur Handkamera gewechselt und alles wird etwas hektischer wiedergegeben, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist, in "28 Weeks Later" aber gut hineinpasst und das Gefühl von Chaos verstärkt.
Was "28 Weeks Later" auch von der Konkurrenz abhebt ist die Tatsache, dass man hier wirklich guten Horror vorgelegt bekommt. Die meisten Zombie-Filme aus letzter Zeit wie zB. Romeros "Land of the Dead", waren zwar nett anzusehen, aber sie zielten eher auf Fun ab als auf Horror. "28 Weeks Later" ist ernster, grausamer, erschreckender. Mit der Grausamkeit sind nicht unbedingt nur die Gore-Effekte gemeint, welche hier natürlich auch vertreten sind (und das zahlreich), sondern eher das Ganze beklemmende Feeling und das Chaos, das eintritt.
Fazit: "28 Weeks Later" ist womöglich der beste Zombie-Film der letzten Jahre und nach dem enttäuschenden Vorgänger eine der positiven Überraschungen dieses Jahres.


Kommentare
Nightwalker
geschrieben am 04.12.2007 um 19:46:26
Auf jeden Fall besser als Teil 1. Aber trotzdem nicht das Wahre.
5,5/10
Bumblebert
geschrieben am 04.12.2009 um 08:12:13
Seh ich anders. Ich fand Teil 1 um einiges besser. Vor allem die Atmosphäre im leeren London zu Beginn war echt klasse! Trotzdem ist 28 Months Later ein solider Zombie-Film mit sehr netten Szenen (Hubschrauber usw.)
Bumblebert
geschrieben am 04.12.2009 um 08:12:43
Edit: Weeks mein ich natürlich und nicht Months :D
TDurden
geschrieben am 04.12.2009 um 13:26:02
gelungen aber reicht nicht an den ersten teil heran.
duffman
geschrieben am 04.12.2009 um 15:32:11
Sehr guter Film, allerdings war der erste besser.
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