Verfasst von Thorsten Meiritz am 20.06.07 20:02:27 - 9 Kommentare

Stirb langsam 4.0

Die Hard 4.0

Moviereporter-Bewertung:
  • 5.0/6 Sterne.
Leserwertung (26): 4.61 / 6

Land USA

Genre Abenteuer, Action, Thriller

Laufzeit: 128

Jahr 2007

Webseite

Kinostart: 27.06.2007
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Inhalt

Bruce Willis stirbt als John McClane endlich wieder langsam und so kehrt eine der Actionikonen schlechthin auf die Kinoleinwand zurück.

Es der Vorabend des 04. Juli. Eigentlich soll Detective John McClane (Bruce Willis) nur einen Routinejob erledigen: er wird vom FBI angefordert, um den jungen Hacker Matt Farrell (Justin Long) für ein Verhör nach Washington D.C. zu eskortieren. Doch bereits als er bei dem Verdächtigen ankommt erwartet ihn eine böse Überraschung, denn dessen Wohnung wird von einem Scharfschützen ins Fadenkreuz genommen und John gelingt es nur mit größter Mühe und einigen Blessuren mit seinem Schützling zu entkommen.
Einige Stunden zuvor haben sich Cyber-Terroristen unter der Führung des gerissenen Computergenies Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) in das Sicherheitssystem der Vereinigten Staaten gehackt und so die Kontrolle über die digitale Infrastruktur des Landes übernommen. Zudem haben sie die Top-Hacker des Landes und damit jegliche mögliche Gegenspieler systematisch ausgeschaltet – bis auf Matt. Nach und nach lösen die Gangster ein Chaos an der Ostküste aus: Sie legen den Verkehr in New York City und Washington D.C. lahm, verbreiten Angst und Schrecken über die Medien und übernehmen die Kontrolle über sämtliche amerikanische Sicherheitseinrichtungen, einschließlich des FBI, das unter der Leitung von Special Agent Bowman (Cliff Curtis) fieberhaft daran arbeitet die Schuldigen ausfindig zu machen.
Doch mit John McClane, dem Cop der alten Schule, hat keiner gerechnet. Er ist wieder einmal zur falschen Zeit am falschen Ort und heftet sich gemeinsam mit seinem unfreiwilligen Helfer Matt an die Fersen der Terroristen. Es gelingt ihnen gerade noch zu verhindern, dass die Stromversorgung der gesamten Ostküste lahm gelegt wird. Dabei tötet McClane Mai (Maggie Q) die Komplizin und Geliebte von Gabriel. Dadurch wird der Kampf zwischen den beiden Kontrahenten zu einer persönlichen Angelegenheit, denn Gabriel bringt daraufhin McClanes Tochter Lucy (Mary Elizabeth Winstead) in seine Gewalt und setzt sie als Druckmittel ein.
Mit Hilfe des Top-Hackers Warlock (Kevin Smith) macht John das Hauptquartier der Gangster ausfindig und hat nur noch ein Ziel vor Augen: seine Tochter zu retten und Gabriel auszuschalten…

Kritik

John McClane ist nach 12-jähriger Leinwandabstinenz endlich wieder zurück. Sichtlich gealtert arbeitet er immer noch als Detective der New York City Police. Seine Frau Holly hat sich mittlerweile von ihm scheiden lassen und seine Tochter Lucy, die lieber den Namen "Gennero" trägt, geht inzwischen zum College und ist nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen. Das alles hat den harten Cop verbitterter und noch zynischer werden lassen. Von seinem alten Kampfgeist hat er allerdings kein Stück eingebüßt. Aber dann bekommt er es ausgerechnet mit der einzigen Waffe zu tun, die er nicht versteht und entschärfen kann – die moderne Technik. Wie er selbst in "Stirb langsam 2" sagte, ist für ihn die Tiefkühlpizza der Gipfel des Fortschritts. Zu seinem Glück erhält er bei seiner Jagd jedoch unfreiwillig Unterstützung von dem jungen Hacker Matt Ferrell. Natürlich kann kein anderer als Bruce Willis den hart gesottenen Polizisten verkörpern. Mit dieser Rolle hat Willis vor beinahe 20 Jahren den Actionhelden neu definiert und dem Actiongenre neues Leben eingehaucht. Nun bringt er diese Figur zurück auf die Leinwand und das trotz einiger Jahre mehr auf dem Buckel dennoch in würdiger Art und Weise. Er rennt, springt und schießt wie in jungen Jahren und sein unvergleichlicher trockener Humor, der längst zum Markenzeichen geworden ist, fehlt natürlich auch nicht. Dabei hat Bruce Willis lange gezögert, bis er erneut in die Rolle schlüpfte. Lange Zeit gefielen ihm diverse Storyideen einfach nicht. Das änderte sich mit der Vorlage von David Marconi und Mark Bomback, die auf dem Artikel "A Farewell to Arms" von John Carlin basiert.

Und trotzdem erklärte sich Willis, der den Film auch mitproduzierte, nur bereit die Rolle ein weiteres Mal zu übernehmen, wenn gleichzeitig Len Wiseman im Regiestuhl Platz nimmt. Willis hat dessen Arbeit an "Underworld: Evolution" gesehen und bewundert und wollte daher unbedingt mit ihm zusammen arbeiten. Gesagt getan, Wiseman übernahm die Regie und Willis kehrt endlich wieder als McClane zurück. Dabei setzt Wiseman trotz der Cyber-Terror-Story auf hausgemachte Action, denn McClane setzt seinen Widersachern, die ihm technisch haushoch überlegen sind, alles entgegen was ihm in die Quere kommt. Dabei geht natürlich so einiges zu Bruch oder fliegt in die Luft, ganz "Stirb langsam" typisch halt. Auch wenn die Actionsequenzen natürlich an der einen oder anderen Stelle ein wenig übertrieben wirken und an das neue Millennium angepasst sind macht der Film trotzdem Spaß. Der einzige Kritikpunkt daran ist, dass vielleicht ein wenig das Flair der alten "Die Hard" Filme abhanden gekommen ist. Für die Actionszenen musste Willis oftmals an seine körperlichen Grenzen gehen und er ist immer noch topfit, wie Regisseur Wiseman bestätigt. Neu war für ihn sicherlich, dass er es mit einer starken Frau aufnehmen musste, die ihm gehörig den Hintern versohlt – gemeint ist Maggie Q.
Len Wiseman machte sich zunächst als Ausstatter im Filmbusiness einen Namen. Später drehte er Werbefilme und Musikvideos, bevor er 2003 mit "Underworld" sein beachtetes Spielfilmdebüt ablieferte.
Die Story des Films führt uns eindeutig vor Augen, wie sehr wir mittlerweile von der modernen Technik abhängig und wie angreifbar wir dadurch geworden sind. Besonders in den USA ist dies sicherlich ein gefürchtetes Szenario, dass der Regisseur den Zuschauern vor Augen führt. Damit kann man dem Film sogar einen gewissen höheren Anspruch zuschreiben, auch wenn dieser sicherlich begrenzt bleibt, Das ist auch nicht wirklich Sinn des Films, der einfach auf spektakulärem Niveau unterhalten will und das hat er meiner Meinung nach auch erreicht.

Wie bereits erwähnt bekommt Bruce Willis, wie schon in "Stirb langsam – Jetzt erst recht", einen unfreiwilligen Helfer zur Seite gestellt. Es handelt sich dabei um den jungen Computerfreak Matt Farrell, der von dem aufstrebenden Darsteller Justin Long verkörpert wird. Natürlich hat dieser nicht dasselbe Charisma wie ein Samuel L. Jackson, der mit Bruce Willis in besagtem dritten Teil der Filmreihe ein kongeniales Duo bildete. Aber auch Long harmoniert gut mit Willis. Der Reiz liegt in dem Kontrast zwischen den Beiden: jung vs. alt, moderne Technik vs. solide Handarbeit, Cleverness gegen geballte physische Kraft. Zudem trägt auch Long zu den komischen Momenten des Films bei. Justin Long war kürzlich in der Komödie "S.H.I.T. – Die Highschool GmbH" zu sehen.
McClanes Widersacher wird von Timothy Olyphant gespielt. Dieser agiert als skrupellos gerissenes Computergenie Thomas Gabriel und macht dabei eine gute Figur. Olyphant mimte schon des Öfteren fiese Charaktere, wie beispielsweise in der Komödie "The Girl Next Door". Derzeit steht er für die Verfilmung des bekannten Videospiels "Hitman" vor der Kamera, in der er in die Rolle des Agent 47 schlüpfen wird.
Die junge talentierte Darstellerin Mary Elizabeth Winstead, spielt John McClanes Tochter Lucy, die bisher nur im ersten Teil der Filmreihe als kleines Kind in Erscheinung trat. Nun ist sie erwachsen geworden, geht zum College und steht mit ihrem Dad auf Kriegsfuß. Allerdings hat sie auch viele Eigenschaften von ihrem Vater in sich. Winstead wird demnächst erneut mit Bruce Willis in einem Film zu sehen sein – die Rede ist von "Grindhouse".
In weiteren Rollen sind der Neuseeländer Cliff Curtis und Martial-Arts-Schönheit Maggie Q zu sehen.

Nachdem mit Michael Kamen der etatmäßige Komponist der bisherigen "Stirb langsam" Filme leider am 18. November 2003 verstorben ist, hat nun Marco Beltrami seinen Platz eingenommen. Beltrami arbeitete bereits für "Underworld: Evolution" mit Regisseur Len Wiseman zusammen. Sicher prägt er seinen eigenen Stil, doch sind auch Anklänge an das bekannte "Stirb langsam" Thema zu hören. Insgesamt ist der Score recht gut gelungen.

Fazit: Mit "Die Hard 4.0" kehrt einer der größten Actionikonen der Moderne endlich zurück auf die große Leinwand. Dabei hat der Held nichts von seinem Charisma verloren, auch wenn er mittlerweile natürlich ein wenig in die Jahre gekommen ist. Zudem gibt es spektakuläre Actionsequenzen zu sehen, die teilweise jedoch leider das alte "Stirb langsam" Flair vermissen lassen. Trotzdem weiß der Film zu unterhalten und Bruce Willis hat bereits Interesse bekundet ein weiteres Mal den harten Cop zu mimen, allerdings nur, wenn wieder Len Wiseman als Regisseur zur Verfügung steht – das sollte sich doch einrichten lassen.

Jetzt kommentieren? / 9 Kommentare

  1. Nightwalker

    Nightwalker / 04.12.2007 14:42:24

    Der Film ist recht spannend,actiongeladen und oft mega witzig (der witzigste Teil mit den coolsten Sprüchen).

    Ja es kann sein, manche Szenen sind übertrieben, dass mit dem Jet ,ok , aber das ist Kino und keine Realität!! Das will man ja eigentlich in Filmen sehen.

    Bruce willis in top form, die anderen Schauspieler passen auch vollkommen :)

    Sie Story ist gut und hat ein paar Wendungen, perfekt.

    9/10


    5 Sternen

  2. Kaspian

    Kaspian / 06.12.2007 00:57:58

    Am besten war die Szene mit Kevin Smith.....Ende


    4 Sternen

  3. stallone

    stallone / 11.12.2007 19:52:16

    ich finde den mieserabel, hab den nach einer stunde ausgemacht. story ist nicht spannend, action für die heutige zeit schlecht und witzig war der auch nicht.


    1 Sternen

  4. DocProc

    DocProc / 18.12.2007 20:40:04

    John McClane back at buisness! Yeah geiler Streifen.


    6 Sternen

  5. eddy

    eddy / 07.01.2008 17:01:22

    Alle sind sehr gut!Der 4 ist aber der beste!!!Bruce Willis in absoluter hochform,und das in dem alter.Ausgezeichnet!!!!


    5 Sternen

  6. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 09.01.2008 21:16:04

    Der streifen hat mir sehr sehr gut gefallen. Meiner Meinung ein würdiger Nachfolger. Allein der Kampf mit der Tusse im Fahrstuhl, sooo geil. Oder am Ende mit dem Grabstein, hab ja wirklich den ganzen film drauf gewartet, wann er es sagt. Genial


    6 Sternen

  7. BlackSheep

    BlackSheep / 25.03.2008 14:12:19

    Wie alle teile sehr gut..Und halt mal ne andere Story....


    6 Sternen

  8. Zoidberg

    Zoidberg / 28.04.2008 10:56:03

    Er will es, sie will es, BRUCE WILL ES !!!


    5 Sternen

  9. Avatar_50

    cross / 10.07.2008 19:58:19

    Nicht schlecht !

    Allerdings hätte ich nicht gedacht, daß die "Action" noch übertriebener als in Teil 3 wird.


    nicht bewertet


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Stirb langsam 4.0 (Die Hard 4.0)
20th Century Fox of Germany

Regisseur

Len Wiseman

Schauspieler

Bruce Willis, Timothy Olyphant, Maggie Q, Justin Long, Jonathan Sadowski, Mary Elizabeth Winstead, Yancey Arias, Yorgo Constantine, Allen Maldonado, Cliff Curtis, Chris Palermo, Kevin Smith, Andrew Friedman, Cyril Raffaelli, Sung Kang, Zeljko Ivanek, Christina Chang, Jake McDorman, Rosemary Knower, Gerald Downey, Jim Cantafio, Chris Ellis, Regina McKee Redwing, Tony Colitti, Tim De Zarn, Kurt David Anderson, Matt O'Leary, Nadine Ellis, Ethan Flower, Nick Jaine, Tim Russell, Joe Gerety, Edward James Gage, David Walrod, Edoardo Costa, John Reha, Rick Cramer, Vito Pietanza, Dennis Depew, Howard Tyrone Ferguson, John Lacy, Diana Gettinger, Melissa Knowles

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