Fantastic Movie
Epic Movie
Inhalt
Nach Date Movie nun der nächste Flop.FANTASTIC MOVIE ist die Geschichte von vier vollkommen unterschiedlichen
Waisenkindern: Lucy (Jayma Mays), deren Mentor, ein Kurator des Louvre, von einem Albinomönch ermordet wurde; Susan (Faune Chambers), die gerade einem Flugzeug voller giftiger Schlangen entkommen konnte; Peter (Adam Campbell), einem feigen Mutanten, dem in gefährlichen Situationen Hühnerflügel wachsen; und dem misstrauischen Edward (Kal Penn), in dessen Waisenhaus das mexikanische Libre- Wrestling (komplett mit Nachos) praktiziert wurde. Mithilfe eines magischen Kleiderschranks gelangen die vier ins Königreich von Gnarnia (mit stummem G), wo sie unter anderem den versoffenen Piratenkapitän Jack Swallows, eine Truppe von nicht mehr so jungen Zaubererlehrlingen aus Hogwarts und einen notgeilen Mensch-Löwen treffen. Zusammen ziehen sie in den Kampf gegen die ortsansässige Weiße Hexe, die mit allen Mitteln die Macht über das verschneite Königreich erringen will.
Kritik
Wurden wir vor einem knappen Jahr mit "Date Movie" in den Kinos in den Schlaf getrieben, so gehts nun in die nächste Runde: "Fantastic Movie" (aka "Epic Movie") steht in den Startlöchern, und auch hierfür sind wieder Jason Friedberg und Aaron Seltzer verantwortlich, 2 von 6 Drehbuchschreibern aus "Scary Movie", die danach für "Date Movie" verantwortlich waren und nun für "Fantastic Movie". Wahrscheinlich handelt es sich um die beiden schlechtesten aus dem 6er Team, denn was sie nach dem Mega-Flop im letzten Jahr geschaffen haben ist ihnen nun wieder gelungen.In "Fantastic Movie" werden diesmal vor allem die großen Blockbuster Filme Hollywoods parodiert, darunter Filme wie "Fluch der Karibik", "Harry Potter", "Chroniken von Narnia", "Sakrileg", "X-Men" oder "Charlie und die Schokoladenfabrik". "Fantastic Movie" leidet aber unter dem selben gewaltigen Problem wie "Date Movie" zuvor: das Ganze ist total unlustig. Während "Scary Movie" – auch wenn nicht jedermans Sache – wirklich lustig ist, zündet hier kein einziger Witz. Das Problem liegt darin, dass alle Gags so einfallslos sind, dass es kaum noch zu unterbieten ist. Verschlimmert wird das dann noch dadurch, dass Witze, die schon beim ersten Mal nicht gezündet haben, dann noch ein dutzend Mal im Film wiederverwendet werden, bis man sich nur noch aufregt. Jayma Mays beispielsweise als Dummchen Lucy wiederholt immer wieder Sätze ihrer Freunde, was wirklich nie lustig ist und im gesamten Film immer wieder vorkommt. Dann kommen immer wieder bescheuerte Gags a la "alle hauen sich gegenseitig die Rübe ein weils doch so lustig ist" was sich auch andauernd wiederholt. So sieht es aber aus mit vielem Weiteren. Ob nun der Dialogwitz, die Situationskomik oder die Slapstik: alles ist einfallslos. Werden dann Filme, die sowieso schon im Original super lustig waren, parodiert, kann das auch nur in die Hose gehen. Johhny Depp als Captain Jack Sparrow kann man einfach nicht lustiger und besser dargestellt werden, nur die Namensänderung in Captain Jack Swallows lässt einen evtl noch kurz schmunzeln. Aber auch die Parodie von Willy Wonka in der Schokoladenfabrik (im Original auch Johnny Depp) ist alles andere als lustig, gut gespielt oder originell. Die Aufzählung könnte man hier noch endlos fortsetzen. Einige wirklich wenige Momente im Film, die man an einer Hand aufzählen kann, lassen einen für einen Bruchteil einer Sekunde ein wenig schmunzel, aber mehr auch nicht. Eine nette Idee ist beispielsweise die weiße Hexe aus "Narnia" (im englischen 'The White Bitch' statt 'Witch'), die von Jennifer Coolidge (Stifflers Mum aus "American Pie") gespielt wird, was Kal Penn ("Harold & Kumar") beim ersten Zusammentreffen genau so verblüfft feststellt.
Nun fragt man sich: Wozu wird dieser Müll gedreht? Weil viele Leute in den Film gehen. "Date Movie" spielte knapp 50 Millionen Dollar in den USA ein (bei Kosten von 20 Millionen), "Fantastic Movie" spielte auch noch knapp 40 Millionen ein. Für die Macher lohn sich das also allemal – so dass es sicherlich noch weitere Filme von Jason Friedberg und Aaron Seltzer geben dürfte. Lächerlich auch, dass der Film grad mal auf 70 Minuten kommt, die oben angegebene Dauer von 86 Minuten kommt dadurch zustande, dass der Abspann eine gute viertel Stunde einnimmt (wo noch einige sinnlose Szenen aus dem Film gezeigt werden).
Fazit: Mehr zu "Fantastic Movie" zu sagen lohnt sich kaum. Der Film ist ganz grob ausgedrückt einfach scheiße. Was in "Scary Movie" noch durch lustige Einfälle gelingt, geht hier leider in die Hose. Wer allerdings "Date Movie" aus dem letzten Jahr gut fand, der kann sich auch "Fantastic Movie" antun, da er damit dann auch seinen Spaß haben sollte – so sehr unterscheiden sich die beiden Filme nicht. Allen anderen sei aber davon abgeraten.


