Neues vom WiXXer
Inhalt
Der WiXXer schlägt wieder zu und stellt die Ermittler von Scotland Yard vor ein Rätsel - wer verbrigt sich diesmal hinter der Totenkopfmaske? Nach "Der WiXXer" nun die Fortsetzung der deutschen Erfolgskomödie.Erneut versetzt der WiXXer ganz London in Angst und Schrecken, doch es muss sich ein neuer Täter hinter der Totenkopfmaske verbergen, denn Rather Short (Thomas Heinze) ist eines der ersten Opfer des neuen WiXXers. Chiefinspector Even Longer (Oliver Kalkofe) und sein Partner Very Long (Bastian Pastewka) nehmen natürlich sofort die Ermittlungen auf, waren sie es doch die vor drei Jahren den WiXXer zur Strecke brachten. Diesmal kursiert eine Todesliste mit sieben Namen darauf. Darunter befinden sich unter anderem Very Long selbst aber auch die schöne junge Adelige Lady Victoria Dickham (Christiane Paul), die Tochter des Legendären Ex-Chefs von Scotland Yard, Lord Dickham (Joachim Fuchsberger). Schlimmer noch, Victoria ist Evens heimliche Geliebte und er setzt natürlich alle Hebel in Bewegung um seine Herzensdame zu beschützen.
Schnell füllt sich die Leichenhalle von Yard-Pathologe Dr. Brinkmann (Oliver Welke) mit einigen Kandidaten von der Liste. Doch noch tappen Even und Very im Dunkeln. Bei einem Mordanschlag auf Victoria identifizieren sie den irren Massenmörder Chucky Norris (Lars Rudolph) als Attentäter. Doch sollte dieser nicht gut verwahrt in der hiesigen Irrenanstalt einsitzen? Bei einem Besuch Selbiger staunt Even nicht schlecht, denn ausgerechnet Alfons Hatler (Christoph Maria Herbst) ist der Leiter der Anstalt. Hat er etwas mit den Morden zu tun? Erste Ermittlungen führen Even jedoch in eine Sackgasse. Also widmet er sich lieber wieder dem Schutz seiner Geliebten. Allerdings muss er dabei auch Lord Dickham unter die Augen treten, der nicht gerade viel von ihm hält – das macht seine Beziehung zu Victoria nur umso komplizierter, denn diese will unbedingt den Segen ihres Vaters für eine Hochzeit mit Even. Zunächst steht jedoch eine andere Feierlichkeit in einem alten ehrwürdigen Kloster an, dessen Vorsteherin die undurchsichtige unfreundliche Äbtissin Lucipha (Judy Winter) ist. Hat sie etwa am Ende etwas mit den Vorfällen zu tun? All diese Fragen beschäftigen Even Longer und wo zu Teufel steckt Very Long denn nur schon wieder, ist er etwa bereits dem WiXXer zum Opfer gefallen…?
Kritik
Eine Fortsetzung von "Der WiXXer" war ja eigentlich nicht verwunderlich, nachdem Oliver Kalkofe schon im Zuge des ersten Teils voller Stolz verkündete, dass dies nur der Auftakt einer Trilogie sein würde und als sich dann auch noch der große Erfolg des ersten Films einstellte, war klar, dass ein weiterer Teil nicht lange auf sich warten lassen würde. Erneut setzten sich die drei Edgar Wallace Liebhaber und kreativen Köpfe hinter dem WiXXer, Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka und Oliver Welke, zusammen und tüftelten eine neue noch viel verzwicktere Story aus. Schon im ersten Teil war es eine Überraschung, dass Rather Short letztendlich hinter der Totenkopfmaske steckte. Diesmal werden die Zuschauer noch überraschter sein, wenn sie erfahren wer der Täter ist. Dieses Geheimnis wird an dieser Stelle jedoch nicht preisgegeben.Natürlich macht "Neues vom WiXXer" wie schon der erste Teil deutliche Anleihen an den Edgar Wallace Filmen, man denke nur an die frappierende Ähnlichkeit des Titels zu "Neues vom Hexer", allerdings gelingt es den Filmemachern erneut keinen billigen Abklatsch der Klassiker zu produzieren. Neben den Edgar Wallace Filmen werden auch andere modernere Filme parodiert. Hierzu zählen unter anderem "Matrix", "Saw", die Erfolgsserie "24", "Drei Engel für Charlie" oder auch "James Bond". Selbst die Werbung bekommt ihr Fett weg. Ja richtig gehört, die Werbung – wie das jedoch geschieht wird ebenfalls nicht preisgegeben. Nur eines sei gesagt – eine witzige und zudem kreative Idee. Neben diesen inhaltlichen Persiflierungen werden auch einige Prominente durch den Kakao gezogen. Nicht ohne Hintergedanken ähnelt der Name von Lady Victoria Dickham einer britischen Ikone und Spielerfrau, ich glaube von wem hierbei die Rede ist brauche ich an dieser Stelle nicht weiter zu erläutern. Und auch auf Prügel-Prinz Ernst August wird offen angespielt. Im Übrigen lebt der Film natürlich von seinem Humor, der zumeist aus Situationskomik besteht, die teilweise wirklich witzig ist, aber des Öfteren auch abgedroschen oder erzwungen wirkt. Wie die Macher selbst bekannten, legten sie diesmal das Hauptaugenmerk auf die Story und die Charaktere, denen in der Fortsetzung mehr Tiefe verliehen werden sollte.
Der Film, der wie schon der erste Teil, aus einer Kombination von Farb- und Schwarz-weiß-Szenen besteht, wurde in der kometenhaft aufstrebenden Filmmetropole Prag gedreht. Hier errichteten begabte tschechische Handwerker mit viel Liebe zum Detail die perfekten Kulissen, die das London der 1960er Jahre wieder aufleben ließen, so dass selbst so ein erfahrener Haudegen und Wallace Mime wie Joachim Fuchsberger aus dem Staunen nicht mehr herauskam – wirklich gute Arbeit und der tolle Look ist ein wichtiger Bestandteil des Films. Damit setzte die Filmcrew auch die alte Tradition der Wallace-Filme fort, die ebenfalls so gut wie nie an Originalschauplätzen in London in Szene gesetzt wurden.
Für letztere Aufgabe wurde für "Neues vom WiXXer" ein Regieduo verpflichtet. Die jungen Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert nahmen sich der schweren Aufgabe an den Erfolg des ersten Teils noch zu toppen. Das eingespielte Duo erleichterte die Dreharbeiten, denn so war es möglich, dass einer der Beiden immer direkt die Darsteller anleitete, während der Andere alles am Monitor überwachen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge anbringen konnte. Allerdings brachte diese Arbeitsweise auch einen Nachteil für die Schauspieler mit sich, denn obwohl vielleicht der eine mit der Einstellung zufrieden war, wollte sie der andere lieber doch noch einmal wiederholen. Alles in allem herrschte am Set aber eine lockere und heitere Atmosphäre – kein Wunder, wenn sich so viele Comedians am selben Ort befinden.
Natürlich tauchen wieder einige der bewährten Figuren aus dem ersten Teil in der Fortsetzung auf. Neben den beiden Ermittlern von Scotland Yard, Very Long und Even Longer, treten auch ihr Chef Sir John, der patente Pathologe Dr. Brinkman und auch Alfons Hatler auf. Zudem sind auch viele neue Charaktere mit von der Partie, unter anderem der ehrenwerte Lord Dickham, seine Tochter Victoria und seine verwöhnte Frau Lady Dickham, der verrückte Massenmörder Chucky Norris und viele weitere Gaststars, die die Produzenten für ein Cameo gewinnen konnten. Lasst euch einfach überraschen wer alles mit von der Partie ist.
Das erprobte Ermittlerduo Very Long und Even Longer wird natürlich erneut von Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe gemimt. Die beiden deutschen Comedystars und Freunde harmonieren auch auf der Leinwand gut miteinander, obwohl es die eine oder andere Reiberei zwischen ihren Filmfiguren gibt. Letztendlich sind die beiden aber auch im Film mehr als nur Kollegen, auch wenn es gerade Even Longer schwer fällt dies zuzugeben.
Die beiden anderen wichtigen Scotland Yard Protagonisten sind auch schon aus dem ersten Teil bekannt. Wolfgang Völz, der auch in den Edgar Wallace-Klassikern mitwirkte spielt Sir John, den völlig ahnungslosen und etwas dümmlichen Chef der britischen Polizeibehörde. Den cleveren und etwas schrägen Pathologen des Yards, Dr. Brinkmann, spielt natürlich nicht Klausjürgen Wussow, sondern erneut Oliver Welke.
Nun zu Alfons Hatler, den Butler aus Teil eins gespielt von Christoph Maria Herbst. Seine Rolle scheint bei den Kinobesuchern besonders gut angekommen zu sein, so dass sie ein wenig ausgebaut wurde. Diesmal ist er jedoch nicht als Butler unterwegs ("Das war nur ein Ferienjob") sondern er ist der Leiter des berüchtigten Bates-Hospitals, eine Irrenanstalt für die Härtefälle (unter anderem auch Achim Menzel). Seine gelungene Hitler-Parodie hat mich persönlich am meisten zum Lachen gebracht. Herbst gelingt es diese düstere historische Figur zu persiflieren, ohne dabei anstößig zu wirken. Es wirkt schon sehr komisch wenn er als Hatler vor dem Union Jack steht und auf seine typische Art "My Way" von Frank Sinatra intoniert. Fakt ist: Alfons Hatler ist ein bekennender Pazifist.
Die Produzenten sind besonders stolz, dass sie für den zweiten Teil die Edgar Wallace Legende Joachim Fuchsberger verpflichten konnten. Ursprünglich wollten sie ihn bereits für den ersten Teil engagieren. Dies lehnte der in Australien lebende Darsteller jedoch kategorisch ab, weil er nicht in einem billigen Abklatsch der Edgar Wallace Filme mitwirken wollte. Er änderte seine Meinung jedoch, nachdem er den ersten Teil dann doch auf DVD sah, die ihm Oliver Kalkofe höchstpersönlich nach Down Under schickte. Nachdem er dann das Drehbuch zu „Neues vom WiXXer“ gelesen hatte sagte er sofort zu und ist nach eigener Aussage heute stolz ein Teil dieses Projektes sein zu dürfen. Er spielt in dem Film Lord Dickham, den legendären Ex-Chef und Vorgänger von Sir John beim ehrwürdigen Scotland Yard.
Seine Tochter Lady Victoria Beck…, äh Dickham wird von Christiane Paul verkörpert. Sie spielt außerdem die Geliebte von Chiefinsperctor Even Longer – ein ungleiches Paar, das dennoch gut miteinander harmoniert. Auch mit ihrem Filmpapa Joachim Fuchsberger wirkt sie gut zusammen. An dieser Stelle möchte ich meine etwas ausführlichere Beschreibung der Figuren abbrechen, da sie sonst den Rahmen sprengen würde, denn weitere (deutsche) Top-Stars wie Sonja Kirchberger, Christian Tramitz, Judy Winter, Chris Howland, Martin Semmelrogge, Hella von Sinnen und viele mehr sind mit von der Partie.
Fazit: Wer "Der WiXXer" mochte, dem wird auch "Neues vom WiXXer" mit einiger Sicherheit gefallen. Den Produzenten ist es erneut gelungen ein Ensemble von deutschen Top-Stars für den Film zu versammeln. Herausgesprungen ist eine recht gelungene Komödie. Und dies ist noch nicht das Ende, denn der WiXXer wird zurückkehren in "xXx – Triple WiXX"!
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Regisseur
Schauspieler
Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Joachim Fuchsberger, Christiane Paul, Christoph Maria Herbst, Sonja Kirchberger, Lars Rudolph, Martin Semmelrogge, Christian Tramitz, Ingrid van Bergen, Wolfgang Völz, Hella von Sinnen, Oliver Welke, Judy Winter, Chris Howland, Thomas Heinze, Frank Zander, Roberto Blanco, Achim Menzel


