Verfasst von André Gabriel am 11.05.05 00:00:00 - 3 Kommentare

Hellboy

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.5/6 Sterne.
Leserwertung (14): 3.71 / 6

Land USA

Genre Abenteuer, Action, Horror, Komödie, Sci-Fi

Laufzeit: 122

Jahr 2004

Webseite
Trailer

Kinostart: 16.09.2004
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Inhalt

Und noch eine Comicverfilmung - nach X-Men, Spiderman und all den anderen Versuchen, Comichelden auf die große Leinwand zu bringen, startet nun Hellboy durch und präsentiert uns seine aufregenden Abenteuer.

Hellboy ist ein in den Staaten recht erfolgreicher Dark-Horse-Comic von dem in Berkeley, California, geborenen Mike Mignola, in Deutschland leider nicht so populär, was sich natürlich ändern wird, sollte die Adaption ein großes Publikum finden, das zudem auch noch begeistert ist. Allerdings wird es, denke ich, immer schwieriger, gute Comicverfilmungen zu machen, da man nunmal auch in diesem Bereich mittlerweile einen regelrechten Trend sieht. Nun ja, und die Vorgänger -siehe Spiderman und X-Man- waren recht erfolgreich, vor allem die Filme um die menschliche Spinne kommen ziemlich gut beim Kinopublikum an. Es muss also im Grunde genommen eine Steigerung her oder zumindest sollte sich alles, was nach den bekannten Filmen kommt, mindestens auf einem ebenso hohen Level befinden, um zu begeistern. Wie hat sich also die neueste Comic-Adaption geschlagen? Hat uns Hellboy erreicht oder war es ein ähnlicher Reinfall wie die gescheiterten Versuche Daredevil und vor allem Catwoman?

Wie so oft liegt die NS-Zeit auch im inhaltlichen Hintergrund von Hellboy. Der Film beginnt etwa 60 Jahre vor unserer Zeit, als Hitler noch an der Macht war. Doch Deutschlands Niederlage steht kurz bevor und so gehen die Nazis einen Pakt mit Grigori Rasputin (Roden) ein, der im Zuge eines heidnischen Rituals das Tor zu einer dunklen Dimension öffnen soll, um den sieben Gottheiten des Chaos den Weg in unsere Welt zu ebnen. Natürlich gibt es auch den Gegenpart, der jene Vorhaben verhindern möchte. Im Fall von Hellboy handelt es sich dabei um eine Spezialeinheit und Professor Trevor 'Broom' Bruttenholm (Trainor). Zwar können sie den Plan der Nazis durchkreuzen, aber das Tor war bereits für kurze Zeit geöffnet... und ein Geschöpf hat den Weg zur Erde gefunden. Ein Wesen, das äußerlich den Eindruck eines knallroten Affen macht, schnell eine Vorliebe für Schokoriegel entwickelt, einen langen Schwanz hat und überhaupt nicht ängstlich ist.

Regisseur Guillermo Del Toro hat auch das Script zu Hellboy geschrieben und führte bislang bei der Fortsetzung von Blade Regie. Die Verwirklichung des Projekts Hellboy war ein langjähriger Traum von Del Toro, der sich schließlich zwischen dem zweiten Sequel von Blade (Blade: Trinity) und der Comic-Verfilmung entscheiden musste. Den im Folgenden aufgelisteten Figuren leihte Del Toro außerdem noch seine Stimme: Baby Hellboy, Sammael, Ivan the corpse, Zugführer und Kroenen.

John Meyrs (Evans) ist ein junger FBI-Agent und wurde erst kürzlich der B.P.R.D. (Bureau for Paranormal Research and Defence) zugeteilt und lernt so den schwer kranken Leiter dieser Organisation kennen: Professor Broom (Hurt), der damals nicht nur Augenzeuge des Rituals Rasputins und der Nazis war, sondern seinen Teil zu der Zerschlagung jener finsteren Pläne beigetragen hatte... und schließlich, was wir erst rund 60 Jahre später erfahren, hatte er sich dem Babydämon persönlich angenommen, es sozusagen groß gezogen und zu einem wesentlichen Teil der B.P.R.D. im Kampf gegen alle erdenklichen Feinde gemacht - eine Beziehung, die nicht nur rein arbeitstechnisch verläuft, sondern mit einer Vater-Sohn-Beziehung vergleichbar ist. Sein Sohn erhielt den äußerst passenden Namen Hellboy (Perlman) und schon war ein neuer Held geboren, der übrigens noch immer auf dieselben Schokoriegel steht; manche Dinge ändern sich eben nie.

Mike Mignola, Schöpfer der Hellboy-Comics, machte sich in den 80er Jahren einen Namen, als er vor allem für Marvel zeichnete. So wurde er einer der Verantwortlichen von Hulk und Batman, die inzwischen natürlich auch verfilmt wurden; Batman sogar in mehreren Teilen, darunter auch Batman Begins. Doch es störte Mignola, dass er nur nach der Vorgabe anderer entwarf, und fand 1994 im Verlag Dark Horse Comics schließlich einen Weg, seinen eigenen Helden, Hellboy, zu veröffentlichen. Seine Comics wurden in Amerika gut aufgenommen, fanden aber nie so richtig den Weg über die Grenzen der USA; bis zum Jahr 2004 natürlich - als Columbia TriStar anklopfte, um die Geschichte in die Kinos bringen.

Um den weiteren Handlungsverlauf anzudeuten: Rasputin kehrt zurück, die Gestalt Kroenen kommt hinzu und schon ist der alte-neue Feind in unserer Gegenwart angelangt, um das Tor ein erneutes Mal zu öffnen. Einzelschicksale, wie etwa die Krankheit und der damit verbundene bevorstehende Tod von Broom oder das Liebes-Hin-und-Her zwischen Hellboy, John Meyrs und Liz Sherman (Blair), die ihre übernatürlichen feurigen Fähigkeiten nicht unter Kontrolle zu bekommen weiß, bereichern die actiongeladene Story gekonnt und liefern immer wieder angenehme Abwechslungen.

"What got you this job pushing Pam-cakes" (Hellboy)

Einige Worte zur Hauptfigur: Hellboy, unwahrscheinlich kräftig gebaut, Kettenraucher (Zigarren) und Katzenliebhaber, der sich regelmäßig die Hörner stutzt, um nicht immer wieder in dieses Höllenklischee zu geraten, ist ein wahrlich angenehmer Held, der stets einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, der nicht immer zum Wegschmeißen komisch ist, aber zumindest für ein Schmunzeln und Auflockerung sorgt. Die Figur ist rein charakterlich sehr sympathisch; nicht zuletzt in Anbetracht der scheinbar unerwiederten Liebe zu der jungen Liz, die letztlich auch ein bedeutendes Mitglied im Kampf gegen Rasputin und Kroenen wird.

Wichtig in einem solchen Film sind natürich die Special-Effects. Bis auf die Darstellung des körperumgebenden blauen Feuers von Liz (immer wenn es mehr wird als die bloße Flamme um ihre Hand, die ja noch gut aussieht, wirken die Bilder leider nur noch irreal und stören einfach in ihrer merkwürdig übertrieben lodernden Intensität) sind die Effekte wirklich ansehnlich; da gibt es keine weitere Stelle, die schlecht aussieht, bin ich der Meinung. Dieser wichtige Aspekt des Films wurde also gut umgesetzt.

Es gibt eine Reihe an Hintergrundinformationen, von denen ich aber nur einige wenige bezüglich des Regisseurs Guillermo del Toro herausgefiltert habe. Der nachstehende Link geleitet euch aber direkt zu der Seite bei IMDb; dort könnt ihr euch in dieser Hinsicht ausreichend bedienen (in englischer Sprache) - Trivia.

Kritik

Hellboy ist ein Film, der Spaß macht; und das soll er ja primär auch. Ein sympathischer Held rundet das natürlich wunderbar ab und die Geschichte an sich ist nicht uninteressant, könnte aber spektakulärer sein. Die NS-Thematik ist einfach irgendwann aufgebraucht, zumindest in Filmen, die in erster Linie keinen historischen Kontext verfolgen. Aber gut, zum einen muss man bedenken, dass es auch schon einige Jahre her ist, dass Hellboy -damals in Comicform- entstand, zum anderen ist ja auch ein Sequel geplant (logisch), auf das wir dann gespannt warten.
Der Film unterhält gut, kann aber im Endeffekt weder mit X-Men, noch mit Spiderman mithalten. Sie machen aber definitiv keinen Fehler, wenn sie sich Hellboy anschauen.

Jetzt kommentieren? / 3 Kommentare

  1. Feuerfrucht

    Feuerfrucht / 05.03.2008 21:49:38

    Klasse Film. Hat mir gut gefallen. Hatte so ein leichten hauch von Van Helsing. So die art und weise irgendwie. ;)


    6 Sternen

  2. eddy

    eddy / 06.03.2008 11:20:49

    Sehr gute Comicverfilmung!Freue mich schon auf den zweiten Teil.


    nicht bewertet

  3. Jigsaw

    Jigsaw / 08.04.2008 22:33:09

    Is schwer zu sagen,ich konnte mich net so richtig damit anfreunden,er war ganz ok,warten wir mal den zweiten Teil ab.


    3 Sternen


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Hellboy

Regisseur

Guillermo del Toro

Schauspieler

Ron Perlman, Doug Jones, Selma Blair, John Hurt, Rupert Evans, Corey Johnson, Karel Roden, Brian Caspe

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