Verfasst von Daniel Hanneke am 07.05.05 00:00:00 - 0 Kommentare

Maria voll der Gnade

Maria Full of Grace

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (1): 5.0 / 6

Land Kolumbien

Genre Drama

Laufzeit: 101

Jahr 2004

Webseite
Trailer

Kinostart: 21.04.2005
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Inhalt

Als Drogenkurier auf der Reise in eine bessere Welt.

Maria ist zarte 17 Jahre jung und fühlt sich in ihrer kolumbianischen Kleinstadt erdrückt und möchte aus dem tristen Familienalltag ausbrechen und etwas erleben. Da trifft es sich gut, dass sie auf einem Tanzfest den sympathisch erscheinenden Franklin kennenlernt, der ihr den Weg in die Freiheit verbunden mit einem "kleinen" Job bieten kann. Alles was sie zu tun hat ist als "Maulesel" eine Menge Drogen-Päckchen zu schlucken und in die Vereinigten Staaten zu überbringen. Viel leichter gesagt als getan...

Kritik

Zu allererst sollte man die Hauptdarstellerin Catalina Sandino Moreno erwähnen. Sie steht als einzige im direkten Mittelpunkt der Geschichte und löst diese schwierige Aufgabe mit Bravour. Ob sie sich damit aber gleich eine Oscarnominierung in diesem Jahr sowie den Gewinn des Silbernen Bären auf der letztjährigen Berlinale verdient hat sei mal dahingestellt.

Dafür wirkt die kolumbianische Musik erfrischend auf den Zuschauer und es ist mal eine gelungene Abwechslung zu den ganzen amerikanischen Musikstücken, die man sonst in den Kinos gewöhnt ist. Zudem wird durchgehend auf besondere Effekte verzichtet was dem Film auch gut tut im Bezug auf die nicht gerade leichte Kost im wahrsten Sinne des Wortes.

"Maria voll der Gnade" nähert sich dem Thema des südamerikanischen Drogenhandels auf ehrliche Weise, man stellt jedoch fest, dass er zu sehr in die Richtung eines Dokumentarfilms abdriftet was aus meiner Sicht nicht hätte sein müssen und daher doch zeitweise sehr langgezogen und langatmig wirkt.
Trotzdem bietet der Film ein paar sehr beeindruckende Szenen. Wenn ich z.B. daran denke wie Maria das erste Mal versucht eine Weintraube im Ganzen runterzuschlucken wird mir kurzzeitig ganz anders.

Alles in allem KANN man sich für diesen dokumentarischen Film durchaus begeistern nur leider ist bei mir dieser Funke nicht übergesprungen.

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