Verfasst von Thorsten Meiritz am 09.10.06 00:55:58 - 0 Kommentare

Step Up

Moviereporter-Bewertung:
  • 3.0/6 Sterne.
Leserwertung (4): 4.5 / 6

Land USA

Genre Drama, Musik, Romanze

Laufzeit: 98

Jahr 2006

Webseite
Trailer

Kinostart: 05.10.2006
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Inhalt

Hip-Hop trifft Ballett

Tyler Gage (Channing Tatum), sein bester Freund Mac Carter (Damaine Radcliff) und dessen kleiner Bruder Skinny (De'Shawn Washington) wachsen in einer üblen Gegend in Baltimore auf. Ziel- und perspektivlos ziehen sie nachts von Party zu Party, knacken Autos oder machen irgendwelchen anderen Unsinn.
Nachdem sie mal wieder bei einer Party rausgeschmissen werden brechen sie in die die renommierte Kunsthochschule "Maryland School Of Arts" ein und zerstören dabei aus Spaß das Bühnenbild eines Theaterstückes. Dabei kommt ihnen jedoch ein Wachmann in die Quere und Tyler wird zu 200 Stunden Sozialarbeit verdonnert – und die muss er ausgerechnet in besagter Kunsthochschule ableisten.
Der Rebell aus armen Verhältnissen fühlt sich zunächst ganz und gar nicht wohl zwischen all den privilegierten Studenten. Besonders lächerlich findet der begeisterte Freestyle-Tänzer die Ballettschüler in ihren engen Strumpfhosen. Das ändert sich jedoch schlagartig als er Nora (Jenna Dewan) bei der Probe für ihren Auftritt bei einem wichtigen Tanzwettbewerb erblickt und auf den ersten Blick fasziniert von ihr ist.
Als sich Noras Tanzpartner dann auch noch verletzt und für das Training ausfällt springt schließlich Tyler für ihn ein…

Kritik

"Step Up" ist in erster Linie ein Tanzfilm, bei dem die Hip-Hop Welt auf das Ballett trifft, bei dem dröhnende Bässe und rhythmischer Sprechgesang mit Passagen aus klassischen Musikstücken verschmelzen. Das Ergebnis ist eine recht gelungene Mischung aus Streetdance und Ballett, die man so jedoch auch schon in anderen Filmen gesehen hat – also in dieser Hinsicht nichts wirklich Neues.
Ein weiteres Klischee, dass hier bedient wird ist das Zusammenprallen der Welten: Junge aus armen Verhältnissen trifft reiches privilegiertes Mädchen und trotz aller gesellschaftlicher Barrieren verlieben sie sich ineinander. Ob ihre Liebe aber auch eine Chance hat, das wird an dieser Stelle nicht verraten.
Außerdem beleuchtet der Film die ärmlichen Verhältnisse und das Leben in den Slums von Baltimore, das sich nicht von den Slums anderer Großstädte unterscheidet, näher. Hier wird die Perspektivlosigkeit und die daraus resultierende Kriminalität in den Vordergrund gestellt – wenn man so will hat der Film also auch einen gewissen gesellschaftskritischen Anspruch.
Wenn man eine höhere Message in dem Film suchen will, so lautet diese: Jeder verdient eine zweite Chance. Steh auf, ändere dein Leben und mach was aus dir. Wenn sich dir eine Chance bietet etwas zu ändern, dann greif zu. Dieser Aspekt wird besonders an der Hauptfigur Tyler Gage verdeutlicht, der nach seiner kriminellen Laufbahn die Chance bekommt sein Leben von Grund auf zu ändern, er muss jedoch darum kämpfen und beweisen, dass er es wirklich will.

Anne Fletcher, die zuvor als Choreografin große Erfolge feierte, gibt mit "Step Up" ihr Regiedebüt. Die jungen Darsteller Channing Tatum und Jenna Dewan spielen das ungleiche Paar, das über den Tanz und die Musik zueinander findet. In weiteren Nebenrollen sind der US-R’n’B Star Mario sowie Rap-Legende Heavy D zu sehen.

Erwähnenswert ist noch der gut gelungene Soundtrack, jedenfalls sofern man auf heisse R'n'B und Hip-Hop Rhythmen steht. Hierfür haben unter anderem Branchengrößen wie Sean Paul oder Ciara Songs beigesteuert.

Fazit: "Step Up" ist ein solider Tanzfilm mit dramatischen Einschlägen. Wer "Save the Last Dance" mochte, der wird auf seine Kosten kommen.

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