Brick
Inhalt
Film-Noir auf der High SchoolBrendan Frye (JOSEPH GORDON-LEVITT) ist Einzelgänger aus Überzeugung an seiner Highschool in Südkalifornien. Ein einziger Anruf reicht aus, seine sauber geordnete Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Seine Ex-Freundin Emily bittet verzweifelt um Hilfe – und verschwindet dann spurlos vom Erdboden. Mit Hilfe seines einzigen Freundes Brain (MATT O’LEARY) begibt sich Brendan auf die Suche. Er taucht ein in die ihm fremde Welt der Highschool, ihrer Cliquen, Typen und Rituale. Immer weiter, immer tiefer, begleitet von heißen Mädels, denen man nicht trauen kann, und schweren Jungs, die es auf ihn abgesehen haben, immer angetrieben von den tiefen Gefühlen für Emily, die er nicht vergessen kann. Doch erst, als er dem geheimnisvollen Strippenzieher Pin (LUKAS HAAS) gegenübersteht, kommt er dem Geheimnis auf die Spur. Es lässt ihn das Blut in den Adern gefrieren...
Kritik
Mit seinem Regiedebüt "Brick" ist Rian Johnson gleich der große Hit gelungen. Gleichermaßen von Fans wie auch von Kritikern wird der Film in höchsten Tönen gelobt und gewann auf dem Sundance Film Festival den Special Jury Prize. Ganze sieben Jahre hat Johnson bis zur Vollendung des Filmes benötigt, den Film größtenteils aus eigener Tasche finanziert und dazu Freunde und Verwandte angepumpt. Freunde halfen ihm bei der Produktion und dem Feinschliff – ein Weg wie ihn viele Independent-Filmemacher eingehen und oft scheitern.Das besondere an "Brick" ist zunächst einmal, dass er anders ist als herkömmliche Mainstream-Filme und etwas Originelles zu bieten hat, dass ihn aus der Masse hervorhebt. Was zunächst wie der x-te High School-Film scheint, entpuppt sich schnell als spannender Film-Noir-Thriller, der in eben dieses Setting der High School hineinverlagert wurde. Klingt ungewöhnlich – ist es auch. Aber es funktioniert, sofern man sich auf die schräge Welt von "Brick" einlassen möchte:
"Ich habe das Drehbuch geschrieben, als ich gerade mit dem College fertig war. Genau zu der Zeit ging dieser Boom mit High School Filmen los. Wenn man dann sagte, dass es sich um einen High School Film mit einem besonderen Dreh’ handelte, dachten alle, es sei ein neuer "American Pie" oder so was. Ganz offensichtlich trifft das ja nicht zu“, so Rian Johnson.
Ein weiterer unterschied neben des Settings zu typischen Film-Noir Filmen ist auch, dass "Brick" ein recht heller Film ist, der häufig am Tage spielt. Ansonsten findet man hier alles, was eben dieses Genre ausmacht: so gibt es auch hier die Femme Fatale, verführerisch und gefährlich, den zähen Detective, der den Fall aufzuklären versucht oder die hilfesuchende Person, die in Lebensgefahr schwebt. Brendan Frye befindet sich inmitten eines undurchsichtigen Komplotts aus Macht und Intrigen und versucht den Fall aufzudecken.
Hervorragend ist auch die düstere Atmosphäre, die "Brick" erzeugt. Die Story entwickelt sich stets in ungeahnte Richtungen mit allerlei Wendungen und Überraschungen, bis zum Schluss und man weiß nie, wer der Charaktere welches Spiel spielt. Dabei wird die Handlung immer verzwickter, bis man am Ende dann endlich vor der überraschenden Auflösung des Ganzen steht. Sehr einfallsreich sind auch die erstklassigen Dialoge, die "Brick" zu bieten hat. So wird der Film, so ernst er auch ist, stets mit zynischem, schwarzem Humor aufgelockert. Auch die teils sehr skurrilen Charaktere, darunter zB. der Drogenboss Pin, der noch bei seiner Mutter wohnt, oder der äußerst brutale Schläger Tug, sorgen für jede Menge Lacher, ohne das Ganze aber ins Lächerliche ausarten zu lassen.
Auch die darstellerische Leistung der einzelnen Charaktere ist auf hohem Niveau. Vor allem Joseph Gordon-Levitt macht eine hervorragende Figur als Brendan, der inmitten dieser Intrigen den Durchblick zu finden versucht, genau wie Nora Zehetner als Laura, bei der man nie genau weiß, auf welcher Seite sie steht. Lost-Star Emilie de Ravin in der Rolle der hilfesuchenden Emily sei hier auch positiv zu erwähnen.
Fazit: "Brick" ist einer der originellsten Filme dieses Jahres, der es schafft, das Film-Noir-Genre inmitten eines High School Settings unterzubringen. Originelle Dialoge, eine Story mit vielen Wendungen und Überraschungen und viel Zynismus machen "Brick" zu einer eindeutigen Kinoempfehlung.
Jetzt kommentieren? / 1 Kommentare
Regisseur
Schauspieler
Joseph Gordon-Levitt, Nora Zehetner, Lukas Haas, Noah Fleiss, Matt O'Leary, Emilie de Ravin, Noah Segan, Richard Roundtree, Meagan Good, Brian J. White, Jonathan Cauff, Reedy Gibbs, Lucas Babin, Tracy Wilcoxen, Ari Welkom



Gambit521 / 23.07.2008 03:16:07
Gibt des diesen Film schon auf DVD?
nicht bewertet