Verfasst von Thorsten Meiritz am 04.08.06 06:55:00 - 8 Kommentare

Fletchers Visionen

Conspiracy Theory

Moviereporter-Bewertung:
  • 4.0/6 Sterne.
Leserwertung (10): 5.0 / 6

Land USA

Genre Drama, Mystery, Romanze, Thriller

Laufzeit: 135

Jahr 1997

Webseite
Trailer

Kinostart: 06.11.1997
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Inhalt

Jerry Fletcher leidet unter extremem Verfolgungswahn und verbreitet ständig neue Verschwörungstheorien. Der skrupellose Dr. Jonas macht Jagd auf ihn - nur was hat die schöne Anwältin Alice Sutton mit der ganzen Sache zu tun...?

Jerry Fletcher (Mel Gibson) ist Taxifahrer in New York. Während der Fahrt erzählt er seinen Fahrgästen allerlei Geschichten von staatlichen Verschwörungstheorien.
Insgeheim ist er schon eine lange Zeit in seine Traumfrau, Alice Sutton (Julia Roberts), die als Anwältin für das Justizministerium arbeitet, verliebt. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt und beobachtet sie wann immer er kann, aber er ist kein Stalker der Frauen hinterher stellt, sondern aus irgendeinem Grund wacht er über sie, beschützt sie.
Die meisten halten ihn für einen harmlosen Spinner, aber Jerry hat ernsthafte Probleme: er leidet an Verfolgungswahn, seine Wohnung gleicht einer Festung, er hat ein Vorhängeschloss vor seinem Kühlschrank. Ständig durchforstet er die Tagespresse und druckt seine eigene kleine Zeitung namens "Conspiracy Theory" mit den neuesten Verschwörungstheorien.
Immer wieder besucht er Alice in ihrem Büro im Justizministerium und versucht sie von seinen Verschwörungstheorien zu überzeugen, doch sie glaubt ihm kein Wort, fühlt sich belästigt von ihm. Eines Tages beobachtet Jerry ein Regierungsfahrzeug an einer Baustelle, die durch einen harmlosen Wasserrohrbruch verursacht wird und folgt ihm – ein folgenschwerer Fehler. Er wird von einer geheimen Ex-CIA-Gruppe unter der Leitung von Dr. Jonas (Patrick Stewart) gekidnappt und mit einer Wahrheitsdroge behandelt, aber es gelingt ihm zu entkommen.
Hilfe suchend will er sich erneut an Alice Sutton wenden. Völlig verstört dringt er ins Justizministerium ein und entwaffnet einen Officer. Daraufhin wird Jerry in eine psychiatrische Abteilung überwiesen. Er bittet Alice seine Krankenakte mit der seines Zimmernachbarn zu vertauschen. Dann schläft er ein.
Am nächsten Morgen will Alice ihn erneut im Krankenhaus besuchen um ihn nochmals zu befragen. Als sie ankommt, sieht sie nur noch, wie eine Leiche aus seinem Zimmer gebracht wird – es ist Jerrys Zimmernachbar, dessen Krankenakte sie mit seiner in der Nacht zuvor vertauscht hat. Alice wird von Dr. Jonas befragt, der sich als CIA-Psychologe ausgibt. Als sie gemeinsam zurückkommen sehen sie nur noch wie Jerry aus dem Zimmer rennt – mit einem Bettgeländer am Arm angekettet. Alice verhilft ihm zur Flucht, denn langsam beginnt sie zu realisieren, dass mehr hinter Jerrys Verfolgungswahn zu stecken scheint…

Kritik

"Fletchers Visionen" ist wieder einmal eine gemeinsame Produktion des Teams Gibson, Donner, Silver, die schon für die "Lethal Weapon"-Reihe und andere Filme zusammen gearbeitet haben. Diesmal nehmen sie sich eines eher ungewöhnlichen Themas an, nämlich Gehirnwäsche und Gedankenmanipulation zum Zweck der Ausbildung von willenlosen Killermaschinen. Diese Thematik wurde erst kürzlich durch den Film "Manchurian Candidate" (2004) mit Denzel Washington ("Man On Fire") in der Hauptrolle verfilmt – der Film ist ein Remake des Originals von 1962. Aber nun zurück zu "Conspiracy Theory".
Jerry Fletcher wird in jeder Lebenslage von Verfolgungswahn geplagt – selbst seine Nahrungsmittel verschließt er in Dosen mit Zahlenschlössern, aus Angst jemand könnte ihn vergiften. Er ist ständig auf der Hut und für den Ernstfall gewappnet. Außerdem erzählt er allerlei Geschichten von staatlicher Kontrolle und Manipulation oder von Verschwörungstheorien. Das Einzige, was er nicht weiß: woher hat er nur all diese Informationen und warum gehen sie ihm nicht mehr aus dem Kopf? Mel Gibson verkörpert den völlig verstörten und doch cleveren Jerry Fletcher sehr glaubwürdig. Der 49-jährige Schauspieler hat ja seit seiner Rolle als Martin Riggs in der "Lethal Weapon"-Reihe Erfahrung mit leicht durchgeknallten Charakteren, aber in diesem Fall gelingt es ihm seinem Part mehr Ernsthaftigkeit zu verleihen.
Jerrys Leben ändert sich schlagartig, als er mit dem skrupellosen Dr. Jonas zusammentrifft. Dieser scheint Jerry von früher zu kennen. Er stellt ihm seltsame Fragen und behandelt ihn mit bewusstseinsverändernden Drogen. Dadurch beginnt Jerry sich langsam wieder zu erinnern. Die Rolle des rücksichtslosen Jonas übernimmt der britische Schauspieler Patrick Stewart, der allen science-fiction Fans ein Begriff sein sollte, denn er spielt den Captain Jean-Luc Picard in der bekannten Serie "Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert". Außerdem verkörpert er den Professor Charles Xavier in den Comicverfilmungen von "X-Men".
Bleibt nur noch eine im Bunde übrig, die dem Film ebenfalls ihren Stempel aufdrückt: Julia Roberts! Sie spielt die Justizbeamtin Alice Sutton, zu der sich Jerry von Anfang an wie magisch hingezogen fühlt und für die er einen Beschützerinstinkt entwickelt hat. Roberts, die im Moment ja eine (Baby)Pause von der Schauspielerei eingelegt hat, stellt ihre Figur verletzlich und tough zugleich dar. Der Tod ihres Vaters, der nie richtig aufgeklärt wurde war ein schwerer Schlag für sie. Aus diesem Grund ist sie auch Anwältin geworden, um solche Fälle aufklären zu können. Als sie bemerkt das hinter Jerrys "Spinnereinen" mehr zu stecken scheint entschließt sie sich ihm zu helfen als er sie darum bittet, denn sie ist seine letzte Hoffnung. Für die Rolle der Alice Sutton war ursprünglich Jodie Foster vorgesehen.

Richard Donner, der wie bereits erwähnt schon häufig mit Mel Gibson zusammen gearbeitet hat, führte auch bei diesem Film die Regie. Es gelingt ihm einen spannenden Thriller zu inszenieren, der immer wieder versucht den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken und somit die Spannung bis zum Schluss aufrechterhält. Außerdem bietet der Film einige gut akzentuierte Actionszenen. Donner hat übrigens ein Cameo zu Beginn des Films als einer von Jerrys Fahrgästen.
Produziert wurde "Fletchers Visionen" von Joel Silver der, wie eingangs erwähnt, mit Hauptdarsteller Mel Gibson und Regisseur Richard Donner seit "Lethal Weapon" bereits mehrfach zusammen gearbeitet hat.
Während des gesamten Films taucht immer wieder ein Lied auf, es ist der Klassiker "Can’t Take My Eyes Off Of You" von den Supremes, der dann am Ende als Neuauflage von Lauryn Hill, ihrerseits Ex-Frontfrau der Fugees nochmals performed wird.

Fazit: "Conspiracy Theorie" ist, wie ich finde, ein solider spannender Thriller mit guten schauspielerischen Leistungen und einigen guten Actionszenen. Die eher ungewöhnliche Thematik wird gut vom Regisseur umgesetzt und von den Schauspielern glaubhaft dargestellt.

Jetzt kommentieren? / 8 Kommentare

  1. Rusty

    Rusty / 17.12.2007 18:08:23

    ist wirklich ein spannender thriller


    5 Sternen

  2. Veremar

    Veremar / 17.12.2007 20:03:06

    Ja, hat meine Erwartungen übertroffen. Spannung pur und ein gelungenes Ende.


    5 Sternen

  3. ThorriZ

    ThorriZ / 18.12.2007 14:50:38

    sehe ich genauso. mel gibson gibt als jerry fletcher eine richtig gute figur ab


    4 Sternen

  4. Kaspian

    Kaspian / 18.12.2007 16:52:05

    Is nich der beste von Gibson oder Roberts...aber nett anzukucken...


    nicht bewertet

  5. stallone

    stallone / 18.12.2007 19:34:07

    kann man sich einmal anschauen.


    nicht bewertet

  6. Jigsaw

    Jigsaw / 16.04.2008 19:01:42

    Doch recht gut,giebt mit Sicherheit Gibson Filme die man sich eher ansehen würde aber auch dem sollte man ne Chance geben.


    4 Sternen

  7. Zoidberg

    Zoidberg / 29.05.2008 10:59:55

    Mel Gebsion zeigt mal wieder das er verrückte Rollen und durchgeknallte Typen einfach super genial spielen kann.


    5 Sternen

  8. Gambit521

    Gambit521 / 23.07.2008 05:31:51

    MUSS MANN GESEHEN HABEN GUT GESPIELT VON MEL


    nicht bewertet


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