Windtalkers
Inhalt
John Woos Kriegsepos und Homage an die Navajo-Codesprecher in seiner persönlichen Director's Cut EditionSergeant Joe Enders (Oscar®-Gewinner Nicolas Cage) wird mit dem Schutz des jungen Navajo-Indianers Ben Yahzee (Adam Beach) beauftragt, der den einzigen Code beherrscht, den der Feind bisher nicht brechen konnte: den Navajo-Code. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, doch wie weit wird Enders gehen, um das Wichtigste militärische Geheimnis zu retten?
Dieses spannende Abenteuer um einen scheinbar aussichtslosen Kampf entstand unter der Regie von John Woo nach dem Drehbuch von John Rice und Joe Batteer. Als Inspiration diente die wahre Geschichte der Navajo-Soldaten, deren Mut und Opferbereitschaft maßgeblich zum amerikanischen Sieg in der Pazifikregion beitrugen. Schauplatz dieses Films ist die blutige Schlacht um Saipan, die sich während des Zweiten Weltkriegs abspielte.
Kritik
"Windtalkers" ist bereits in zwei verschiedenen Versionen von MGM bzw. Sony Home Entertainment erhältlich: zum einen gibt es eine schrecklich verstümmelte FSK 16 Version und zum anderen die ungekrürzte FSK 18 Fassung. Nun wird am 10. Januar 2006 die dritte und meine Meinung nach beste Fassung des Films erscheinen - die Director's Cut Gold Edition, die nun eine Spieldauer von 147 Minuten haben wird und somit nochmals um nahezu 20 Minuten länger als die bisherige FSK 18 Fassung ist. Der Film kann optional mit einer kurzen Einleitung von Regisseur John Woo angesehen werden, in der er kurz über die Änderungen der Director's Cut Fassung spricht.Was ist also neu an der Director's Cut Fassung? Dank Sony Pictures Home Entertainment konnte ich dieser Sache auf den Grund gehen. Wer sich lieber selbst von den neuen Szenen überraschen lassen will, der sollte den folgenden Absatz überspringen!
Zunächst ist zu sagen, dass die neuen Szenen keinesfalls einfach in die bisherige Fassung hineingestückelt wurden, sondern sich nahtlos in diese einfügen. Alle großen Schlachtsequenzen sind erweitert worden. Zudem sieht man Joe Enders alias Nicolas Cage nach seiner Verwundung im Feldlazaret mit einem Kopfverband liegen; in dieser szene bekommt er das Purple Heart überreicht. Außerdem gibt es eine weitere Szene zwischen der Krankenschwester Rita und ihm, in der es zu einem Kuss kommt und somit die unkonventionelle Liebesgeschichte zwischen den Beiden ein wenig vertieft wird. In der letzten Schlachtszene sieht man schließlich auch den eigentlich tödlichen Schuss an Joe Enders. Kurz vor der letzten Szene in Monument Valley, in der Ben seinen Freund Joe ehrt, erfährt man durch einen kurzen Monolog von Joe Enders, dass er Rita schließlich doch zurückgeschrieben hat und ihre zahllosen Briefe also doch nicht unbeantwortet blieben. Außerdem gibt es viele kleine Erweiterungen, die aber nicht sofort ins Auge fallen, da sie nahtlos an die ursprüngliche Fassung anknüpfen. Positiv bleibt noch zu erwähnen, dass die Schnitte in der Director's Cut Fassung nun nicht mehr so hart und abrupt wirken wie zuvor und der Film einfach flüssiger geschnitten ist. Allerdings gibt es jedoch auch eine kleine negative Randbemerkung zum neuen Schnitt, denn zwei kleine Szenen, die mir persönlich gut gefallen haben sind nun aus mir unerklärlichen Gründen der Schere zum Opfer gefallen - es sind die Szenen, in der sich die Codetalker untereinander auf Navajo unterhalten.
Nun noch einige Worte zur technischen Austattung, die wieder durchweg positiv auffällt. Neben den beiden Dolby Digital 5.1 Tonspuren in duetsch und in Englisch gibt es nun auch eine deutsche DTS Tonspur, die einen satten Sound garantiert und das Schlachtgetümmel mitten ins Wohnzimmer verlegt. Das Bild ist gestochen Scharf und kontrastreich, der Bildtransfer erfolgt im 2,40:1 Widescreenformat. Die Menüs sind durchweg animiert gestaltet; im Gegensatz zur FSK 18 Version, sind auch alle Untermenüs animiert.
Eine zweite Disc bietet zusätzliche Special Features zum Film. Diese waren auf dem Rezensionsmaterial allerdings leider nicht vorhanden, so dass ich dazu nicht viel sagen kann. Angedacht sind ein Blick hinter die Kulissen, verschiedene Dokumentationen, Tagebücher vom Set, eine Biographie von Regisseur John Woo und einige Fotogalerien. Das Bild zeigt die DVD in einer gewöhnlichen Keep-Case Verpackung mit dem typischen goldenen Cover dieser Editionsreihe. Bleibt abzuwarten, ob sich Sony dazu entscheidet auch den goldenen Pappschuber beizusteuern, der unter der MGM-Führung für diese Reihe obligatorisch gewesen ist - zu wünschen wäre es.
Alles in allem ist diese Version den bisherigen Versionen eindeutig überlegen und allemal einen Kauf wert.


